Notar Georg Krenckel von Grönenbach, Augsburger Bistums, beurkundet auf Requisition durch Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten, die Huldigung der Leibeigenen des Klosters, die im Flecken Altdorf ansässig sind. Neben dem Abt sind anwesend die drei Konventherren Nikolaus Thüringer, Prior, Johann Rueber, Georg Thanner, Großkeller, ferner Dr. iur. Johann Sigmund Hornstein (Hornsteiner), Syndikus der Schwäbischen Reichsprälaten. Hornstein hält eine Ansprache an die anwesenden Leibeigenen. Danach verliest der Notar Carolus Mayr, Gerichtsschreiber von Altdorf, namens des dortigen Ammanns Melchior Wangner an die im Hof stehenden Leibeigenen eine Protestation zur Wahrung der Rechte des Hauses Österreich bzw. der Landvogtei Schwaben. Daraufhin nimmt ihnen Hornstein den leiblichen Eid ab. Er befiehlt den Anwesenden, daß alle, die eine Ungenossamenehe eingegangen sind, ihre Ehepartner und Kinder innerhalb von drei Tagen dem Kloster anmelden und in dessen Leibeigenschaft ergeben.
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Notar Georg Krenckel von Grönenbach, Augsburger Bistums, beurkundet auf Requisition durch Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten, die Huldigung der Leibeigenen des Klosters, die im Flecken Altdorf ansässig sind. Neben dem Abt sind anwesend die drei Konventherren Nikolaus Thüringer, Prior, Johann Rueber, Georg Thanner, Großkeller, ferner Dr. iur. Johann Sigmund Hornstein (Hornsteiner), Syndikus der Schwäbischen Reichsprälaten. Hornstein hält eine Ansprache an die anwesenden Leibeigenen. Danach verliest der Notar Carolus Mayr, Gerichtsschreiber von Altdorf, namens des dortigen Ammanns Melchior Wangner an die im Hof stehenden Leibeigenen eine Protestation zur Wahrung der Rechte des Hauses Österreich bzw. der Landvogtei Schwaben. Daraufhin nimmt ihnen Hornstein den leiblichen Eid ab. Er befiehlt den Anwesenden, daß alle, die eine Ungenossamenehe eingegangen sind, ihre Ehepartner und Kinder innerhalb von drei Tagen dem Kloster anmelden und in dessen Leibeigenschaft ergeben.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 1614
02638
B 522 II U 1529
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
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Pergamentlibell, 4 Bll. und ein halbes abgeschnittenes Blatt, unvollständig; 29,2 x 17,2 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Notar Georg Krenckel von Grönenbach, Augsburger Bistums
Empfänger: Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten
Zeugen: Heinrich Konberger, Goldarbeiter und Bürger zu Ravensburg, Christa Boos zu Wolpertswende
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Empfänger: Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten
Zeugen: Heinrich Konberger, Goldarbeiter und Bürger zu Ravensburg, Christa Boos zu Wolpertswende
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Boos, Crista
Hornstein, Johann Sigmund, Dr. iur., Syndikus
Hornsteiner, Johann Sigmund, Dr. iur., Syndikus
Konberger, Heinrich
Krenckel, Georg, Notar
Mayr, Carolus, Notar
Rueber, Johann, Konventherr
Schwäbische Reichsprälaten, Syndikus
Thanner, Georg, Großkeller
Thüringer, Nikolaus, Prior
Wangner, Melchior, Ammann
Wegelin, Georg; Abt von Weingarten
Altdorf = Weingarten RV; Einwohner
Altdorf = Weingarten RV; Gerichtsschreiber
Grönenbach MN; Einwohner
Ravensburg RV; Einwohner
Schwaben, Landvogtei
Weingarten RV; Kloster, Großkeller
Weingarten RV; Kloster, Konventherr
Weingarten RV; Kloster, Leibeigene
Weingarten RV; Kloster, Prior
Wolpertswende RV; Einwohner
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:32 MEZ
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