Vermutlich nachträglich gebundenes Amtsbuch mit juristischen Texten, insbesondere kirchen- und privatrechtlicher Art, aus dem Nachlaß des Domsyndikus Gerhard Rensing an den Sohn Johann Christoph Rensing übergegangen, mit Resten eines roten Wachs- siegels in einer anhängenden Holzdose
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AEK, Priesterseminar I, Ohne Signatur
AEK, Priesterseminar I Priesterseminar 1
Priesterseminar 1 >> 1.3.4.4. Handakten und private Unterlagen einzelner Familienmitglieder der Familie Rensing
15. Jh.-18. Jh.
Enthält: U.a. - Zweifaches Inhaltsverzeichnis am Ende des Buches- Seit dem Mittelalter umstrittenes Patronatsrecht zwischen den Grafen von Reckheim und dem dortigen Kloster- Rechtsstreit des durch das Kapitel von St. Aposteln in Köln ge- wählten Scholasticus Bernard Cremer gegen Dr. Michael Crau- sen, 1659 ff.- Umstrittenes Recht der Bestellung von Äbten zweier Benedikti- nerklöster, Murbach und Lautern im Odenwald (? "Luderen"), ca. 1640-1667- Mögliche Freistellung der Bursfelder Kongregation von der Visi- tation im Zusammenhang mit einem aufrührerischen Kloster und diesbezügliches Gutachten der Theologischen Fakultät Köln, 15.-17. Jahrhundert- Rechtsstreit zwischen dem Kölner Domkapitel und dem Abt des Klosters Altenberg, nach 1645- Stellungnahme des Domdechanten bezüglich Koadjutorenschaft Max Heinrichs, 1649- Lehnsordnung der Güter des Metropolitankapitels zu Zons und Frage der Hinfälligkeit dieser Güter, 1649- Rechtsstreit des Vicarius von St. Ivo und Eustachius gegen die Adligen Harff, Bock und Teutsch wegen angeblicher Hinfällig- keit des dem Metropolitankapitel gehörenden Hofes Rötgen, ge- nannt Zum Rötger, in der Gemeinde Frimmersdorf und diesbezüg- liches Gutachten der juristischen Fakultät der Universität Würz- burg (in Auszügen), um 1655-1660- Begutachtung eines Pfründenstreits an der Kölner Domkirche durch Albert Rensing (betr. u.a. den Pastor an St. Aposteln), o.D., und diesbezügliche Erklärung Erzbischof Ferdinands, 1644- Gutachten im Lehnsstreit Georg bzw. Nikolaus von Eischen/Me- tropolitankapitel betr. Hönerhoff, um 1645-50- Juristisches Gutachten betr. den Einkauf verseuchter Ochsen von Bremen nach Köln, um 1638- Desgl. betr. jurisdiktionellen Konflikt zwischen dem Bischof von Osnabrück und emsländischen weltlichen Klöstern, nach 1595- Diverse vor dem pfälzischen Hofrat in Düsseldorf verhandelte erbrechtliche Familienangelegenheiten, 16./17. Jahrhundert (betr. u.a.: Otto von Schenck; Anna v. Plettenberg und Töchter; von Balen; Schelen gegen Schevers; Fall des Martin Weißkamp in Randerath; Hermann Hymmen gegen Daniel Mohren, mit Gut- achten der Universtität Wittenberg und Leipzig; Eheleute Jacob Pergens und Barbara Lognell bzw. Cognil genannt Marisier/Mer- chier etc.; Wilhelm Haußen gegen Johan Spetgens), zum Teil mit Familientafeln- Zahlreiche weitere Gutachten, konkrete bzw. Musterfälle etc. zu Fragen des testamentarischen Erbrechts, z.B. Erbfolgerecht im Herzogtum Jülich-Berg, allgemein und anhand einzelner Urteile; Frage der Prävalenz bei Vorliegen mehrerer Testamente, u.a. an- hand des Falles Vincent Jäger in Emmerich bzw. Rheinberg, ca. 1635-1645; Entscheidung der Juristenfakultät der Universität Mar- burg im Fall der Brüder Diderich und Johan von Westrem/Western, o.D.- Testamentarische Festlegung von Kornrenten, 15. Jahrhundert, u.a. betr. Walraff Scheiffart von Merode und Abt von Scheda- Auszüge aus Verträgen zur Staats-, Rechts- und Gerichtsverfas- sung im Herzogtum Jülich-Berg, 16./17. Jahrhundert- Akten (Abschriften) eines vor dem Offizial Albert Rensing ver- handelten Prozesses wegen eventueller Ungültigkeit der Subdia- konatsweihe des Stiftsherrn an St. Aposteln in Köln, Johannes Gerhard Blanckenberg, um 1643- Kirchenrechtliche Begutachtung der im Zusammenhang mit einer Visitation erfolgten Amtsenthebung des Pastors von Rheinkassel, Chrisanthius Vohrn, wegen Inkompetenz, o.D.- Kirchenrechtliche Erörterung der Entjungferung nach Ehever- sprechen 1649- Juristische Gutachten betr. umstrittene Wahl in ein mit einer Prälatur verbundenes Lehramt an der Kirche zu Xanten, 1644- Lehnsrechtlicher Konflikt Fürst von Lothringen/Kölner Dom- dechant gegen Johannes Wolff, ca. 1645-1685 (betr. u.a. den Abt von St. Quirin in Neuss und Severin Binium)- Konflikt betr. Anspruch des Herzogs von Neuburg auf Präsen- tationsrecht des Dechanten an der Kollegiatkirche B.M.V. in Düsseldorf, ca 1639-1691- Streit bezüglich des Rechtes der Ernennung des Abtes von Fulda, um 1639- Einspruch des Grafen von Bronckhorst und Limburg, Dekan an St. Gereon in Köln, gegen päpstliches Schreiben betr. Jurisdik- tionsgewalt über die Vikare an St. Gereon, o.D.- Eheangelegenheit eines Ritters aus der Stadt Lippe mit der aka- tholischen Margareta Stratberg, o.D.- Rechtsfragen betr. ritterbürtige Personen des Fürstentums Berg, 16. Jahrhundert- Strafverfolgung des Kanonikus Gysen von St. Severin wegen Tötung des Kaspar Horn (Schopeto) aus dem Hause des Prop- stes und seine Verurteilung zu einer Pilgerfahrt nach Loreto, um 1670/80- Kirchenrechliches Gutachten Gerhard Rensings zu religiösen, hier u.a. konfessionellen Fragen, anläßlich eines Streites an der Universität Osnabrück, um 1624- Finanzielle Angelegenheiten betr. Wohnungen auf der Hahnen- straße in Köln (Aufzeichnungen Gerhard Rensings mit histori- schen Bezügen), o.D.- Juristische Erörterung der Rechte eines Klosters an ihm inkor- porierten Pfarreien anhand eines historischen Falles im Archi- diakonat Xanten, o.D.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:18 MEZ