Wyhl-Prozess - Aus der Sicht der betroffenen Bürger
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/002 02 R040006/301
G 575/4 Nr. 4850
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/002 02 G 575/4 Verwaltungsgericht Freiburg / 1975-1988: Mitschnitte zur Verhandlung zum Bau des Kernkraftwerks Wyhl
G 575/4 Verwaltungsgericht Freiburg / 1975-1988: Mitschnitte zur Verhandlung zum Bau des Kernkraftwerks Wyhl >> Filmdokumente (Fernsehdokumentation des WDR)
31. März 1977
Die zweite Kammer des Verwaltungsgerichts Freiburg unter dem Vorsitzenden Richter Dr. Eberhard Roßwog verlegte die Gerichtsverhandlung über die erste Teilerrichtungs-Genehmigung für das geplante Kernkraftwerk Wyhl in die Turnhalle (Breisgau-Halle) nach Herbolzheim, um möglichst vielen Betroffenen und interessierten Bürgern Gelegenheit zu geben, den Prozess mitzuverfolgen. Der Prozess ist auf zehn Sitzungstage festgelegt (27.01.-16.02.1977). Es klagen sechs Gemeinden und zehn Einzelkläger. Das Gericht hat 47 Gutachter eingeladen, die zu den drei Themenkomplexen Stellung nehmen sollen:
1. Auswirkung der Abwärmeableitung durch Kühlwasser direkt in den Rhein oder über Kühltürme
2. Radioaktivitätsabgabe bei Normalbetrieb
3. Reaktorsicherheit bei Störfällen
Inhalt des Films:
Vor dem Saal diskutieren Bürger während einer Verhandlungspause; Gespräch vor der Halle zwischen: einem Obstbauern, einer Winzerin, einer Hausfrau, dem Apotheker Hans Erich Schött, MdL FDP aus Endingen, dem Protokollanten der badisch-elsässischn Bürgerinitiative und einem Studenten; ein Fischermeister und Kläger im Wyhl-Prozess mit seiner Frau beim Fischfang auf dem Rhein; bei einer Umfrage vor dem Saal äußern sich ein Fischermeister, Karl Nicola, SPD-Bürgermeister von Weisweil, MdL und Mitglied der badisch-elsässischen Bürgerinitiative.
Auf der Versammlung der Bürgerinitiativen in Königsschaffhausen/Kaiserstuhl äußern sich: Sprecher der badisch-elsässischen Bürgerinitiative Königschaffhausen, Gutachter Ernst Joachim Sternglass, Professor für Nuklearphysik (USA), über die Krebsrate und Gutachter Dr. Robert Pollard (USA).
In einer Verhandlungspause äußern sich: Gutachter Franzen, Gutachter Lindackers, der Protokollant der badisch-elsässischen Bürgerinitiative und ein Fischermeister und Kläger im Wyhl-Prozess.
Im Landgericht Freiburg spricht der Vorsitzende Richter der zweiten Kammer des Verwaltungsgerichts Freiburg Dr., Eberhard Roßwog, am 14.03.1977 das Urteil: Die erste Teilgenehmigung für die Errichtung des Kernkraftwerks Süd Block I wird kostenpflichtig aufgehoben.
Pressekonferenz der badisch-elsässischen Bürgerinitiativen am 14.03.1977: Bernd Bender, Honorarprofessor an der Universität Freiburg und Anwalt der badisch-elsässischen Bürgerinitiativen, über die Entscheidung des Landgerichts; Sprecher der badisch-elsässischen Bürgerinitiativen und Margot Harloff, Sprecherin der badisch-elsässischen Bürgerinitiativen.
1. Auswirkung der Abwärmeableitung durch Kühlwasser direkt in den Rhein oder über Kühltürme
2. Radioaktivitätsabgabe bei Normalbetrieb
3. Reaktorsicherheit bei Störfällen
Inhalt des Films:
Vor dem Saal diskutieren Bürger während einer Verhandlungspause; Gespräch vor der Halle zwischen: einem Obstbauern, einer Winzerin, einer Hausfrau, dem Apotheker Hans Erich Schött, MdL FDP aus Endingen, dem Protokollanten der badisch-elsässischn Bürgerinitiative und einem Studenten; ein Fischermeister und Kläger im Wyhl-Prozess mit seiner Frau beim Fischfang auf dem Rhein; bei einer Umfrage vor dem Saal äußern sich ein Fischermeister, Karl Nicola, SPD-Bürgermeister von Weisweil, MdL und Mitglied der badisch-elsässischen Bürgerinitiative.
Auf der Versammlung der Bürgerinitiativen in Königsschaffhausen/Kaiserstuhl äußern sich: Sprecher der badisch-elsässischen Bürgerinitiative Königschaffhausen, Gutachter Ernst Joachim Sternglass, Professor für Nuklearphysik (USA), über die Krebsrate und Gutachter Dr. Robert Pollard (USA).
In einer Verhandlungspause äußern sich: Gutachter Franzen, Gutachter Lindackers, der Protokollant der badisch-elsässischen Bürgerinitiative und ein Fischermeister und Kläger im Wyhl-Prozess.
Im Landgericht Freiburg spricht der Vorsitzende Richter der zweiten Kammer des Verwaltungsgerichts Freiburg Dr., Eberhard Roßwog, am 14.03.1977 das Urteil: Die erste Teilgenehmigung für die Errichtung des Kernkraftwerks Süd Block I wird kostenpflichtig aufgehoben.
Pressekonferenz der badisch-elsässischen Bürgerinitiativen am 14.03.1977: Bernd Bender, Honorarprofessor an der Universität Freiburg und Anwalt der badisch-elsässischen Bürgerinitiativen, über die Entscheidung des Landgerichts; Sprecher der badisch-elsässischen Bürgerinitiativen und Margot Harloff, Sprecherin der badisch-elsässischen Bürgerinitiativen.
Vor Ort
0:46:30; 0'46
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Staatsarchiv Freiburg
Bild-/Tonträger: VC 60
Bild-/Tonträger: VC 60
Franzen, ?
Harloff, Margot
Lindackers, ?
Pollard, Robert
Sternglass, Ernst Joachim
Herbolzheim EM
Königschaffhausen : Endingen am Kaiserstuhl EM
Weisweil EM
Wyhl am Kaiserstuhl EM
Bürgerinitiative
Fischerei
Kernenergie: Kernkraftwerk
Klima
Protest
Prozess
Rechtswesen: Verwaltungsgericht Freiburg
Umweltschutz
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ
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