Oldenburgische Lehrerseminare (Bestand)
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NLA OL, Best. 165
Nds. Landesarchiv, Abt. Oldenburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliches Archivgut, Ältere Bestände >> 1.1 Fachbehörden >> 1.1.4 Kirchen / Schulen
1807-1927
Enthält: Lehrerseminar in Oldenburg: Geschäftsstellenverwaltung 1798-1926 (35); Kassenwesen und Haushalt 1846-1931 (116); Unterrichtsangelegenheiten, Disziplinarsachen, Prüfungen 1835-1925 (8); Konferenzprotokolle 1841-1927 (7); Schriftwechsel, Planungen und Projekte 1887-1908 (2); Aufnahmen, Zensuren, Prüfungen, Zeugnisse 1816-1927 (91); Rechtsangelegenheiten (u.a. Schuldordnung, Satzung) 1877-1923 (13); Personalsachen (auch Feldpostbriefe) 1860-1925 (12); Unterstützungen und Gesundheitsüberwachung 1845-1926 (5); Lehrerseminar in Vechta 1912-1927 (7); Lehrerseminar in Varel 1904-1927 (22).
Beschreibung: Best. 165 Oldenburgische Lehrerseminare
Zeit: 1798-1931
Geschichte des Bestandsbildners: Im Zuge der neuen Bewertung der Erziehung im Zeitalter der Aufklärung wurde durch Herzog Peter Friedrich Ludwig auch für das Herzogtum Oldenburg mit der Ausbildung von Lehrern begonnen. Am 4. Juli 1806 wurde der Grundstein zu einem Seminargebäude in Oldenburg gelegt (Ecke der heutigen Wallstraße zur Heiligengeiststraße). Das Lehrerseminar in Oldenburg mit der Seminarschule und dem Seminargarten stellte die Ausbildung der in aller Regel evangelischen Lehrer für das Land Oldenburg sicher. Nach dem Ersten Weltkrieg setzten einige deutsche Staaten, allen voran Preußen, auf die Aufbauschule und bauten die Lehrerseminare ab. Für die Knaben und Mädchen aus ländlichen Gebieten, die keinen wirtschaftlich erschwinglichen Zugang zu höheren Schulen hatten, boten die Aufbauschulen eine Möglichkeit, in sechs Jahren von der Volksschule zur Hochschulreife zu gelangen. Nach und nach vollzog sich der Wechsel von der Lehrerseminarschule zur Aufbauschule; das Seminar in Oldenburg wurde zum 31. März 1927 aufgelöst.
Bereits ein Jahr zuvor war das Lehrerseminar in Varel geschlossen worden. Das Lehrerinnenseminar in Neuenburg bzw. in Bant, das seine Arbeit im April 1902 aufgenommen hatte, endete bereits zu Ostern 1921. Die Ausbildung der Lehrer und Lehrerinnen vollzog sich nunmehr nach der Aufbauschule bzw. nach dem Gymnasium als konfessioneller Pädagogischer Lehrgang mit hochschulmäßigem Charakter. Dieses Provisorium wurde 1936 durch die von der NS-Regierung geschaffene Hochschule für Lehrerbildung abgeschafft, die 1941 als Lehrerbildungsanstalt firmierte.
Geschichte des Bestandsbildners: Das Lehrerseminar in Vechta stand unter der Leitung des Katholischen Oberschulkollegiums und hat einen sehr ähnlichen Wandel erlebt. Es wurde jedoch erst 1861 eröffnet. Wegen des Kulturkampfes wurden 1877 in Vechta das private Lehrerinnenseminar Unserer Lieben Frau aus Coesfeld aufgenommen, aus Platzmangel aber 1881 nach Cloppenburg verlegt. Der Gedanke der Lehrerinnenausbildung führte 1896 zur Schaffung eines weiteren Lehrerinnenseminars in Vechta, dessen Abschlusszeugnisse auch in Preußen anerkannt wurden. 1926 wurde das Lehrerinnenseminar und 1927 das Lehrerseminar in Vechta geschlossen. Die Ausbildung der zukünftigen Lehrer im Land Oldenburg wurde durch die konfessionellen Pädagogischen Lehrgänge bis zu den Änderungen in der NS-Zeit weitergeführt. 1940 wurde die Ordens- und Missionsschule der Dominikaner in Vechta als Aufbaulehrschule zur Vorbereitung auf das Studium an Hochschulen für Lehrerbildung eingerichtet.
Bestandsgeschichte: Für das katholische Seminar in Vechta sollte das Offizialatsarchiv in Vechta genutzt werden. Das Lehrerinnenseminar in Neuenburg ist nur über die Ministerialüberlieferung und die Akten des evangelischen Oberschulkollegiums fassbar.
Findmittel: Archivdatenbank/Internet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Beschreibung: Best. 165 Oldenburgische Lehrerseminare
Zeit: 1798-1931
Geschichte des Bestandsbildners: Im Zuge der neuen Bewertung der Erziehung im Zeitalter der Aufklärung wurde durch Herzog Peter Friedrich Ludwig auch für das Herzogtum Oldenburg mit der Ausbildung von Lehrern begonnen. Am 4. Juli 1806 wurde der Grundstein zu einem Seminargebäude in Oldenburg gelegt (Ecke der heutigen Wallstraße zur Heiligengeiststraße). Das Lehrerseminar in Oldenburg mit der Seminarschule und dem Seminargarten stellte die Ausbildung der in aller Regel evangelischen Lehrer für das Land Oldenburg sicher. Nach dem Ersten Weltkrieg setzten einige deutsche Staaten, allen voran Preußen, auf die Aufbauschule und bauten die Lehrerseminare ab. Für die Knaben und Mädchen aus ländlichen Gebieten, die keinen wirtschaftlich erschwinglichen Zugang zu höheren Schulen hatten, boten die Aufbauschulen eine Möglichkeit, in sechs Jahren von der Volksschule zur Hochschulreife zu gelangen. Nach und nach vollzog sich der Wechsel von der Lehrerseminarschule zur Aufbauschule; das Seminar in Oldenburg wurde zum 31. März 1927 aufgelöst.
Bereits ein Jahr zuvor war das Lehrerseminar in Varel geschlossen worden. Das Lehrerinnenseminar in Neuenburg bzw. in Bant, das seine Arbeit im April 1902 aufgenommen hatte, endete bereits zu Ostern 1921. Die Ausbildung der Lehrer und Lehrerinnen vollzog sich nunmehr nach der Aufbauschule bzw. nach dem Gymnasium als konfessioneller Pädagogischer Lehrgang mit hochschulmäßigem Charakter. Dieses Provisorium wurde 1936 durch die von der NS-Regierung geschaffene Hochschule für Lehrerbildung abgeschafft, die 1941 als Lehrerbildungsanstalt firmierte.
Geschichte des Bestandsbildners: Das Lehrerseminar in Vechta stand unter der Leitung des Katholischen Oberschulkollegiums und hat einen sehr ähnlichen Wandel erlebt. Es wurde jedoch erst 1861 eröffnet. Wegen des Kulturkampfes wurden 1877 in Vechta das private Lehrerinnenseminar Unserer Lieben Frau aus Coesfeld aufgenommen, aus Platzmangel aber 1881 nach Cloppenburg verlegt. Der Gedanke der Lehrerinnenausbildung führte 1896 zur Schaffung eines weiteren Lehrerinnenseminars in Vechta, dessen Abschlusszeugnisse auch in Preußen anerkannt wurden. 1926 wurde das Lehrerinnenseminar und 1927 das Lehrerseminar in Vechta geschlossen. Die Ausbildung der zukünftigen Lehrer im Land Oldenburg wurde durch die konfessionellen Pädagogischen Lehrgänge bis zu den Änderungen in der NS-Zeit weitergeführt. 1940 wurde die Ordens- und Missionsschule der Dominikaner in Vechta als Aufbaulehrschule zur Vorbereitung auf das Studium an Hochschulen für Lehrerbildung eingerichtet.
Bestandsgeschichte: Für das katholische Seminar in Vechta sollte das Offizialatsarchiv in Vechta genutzt werden. Das Lehrerinnenseminar in Neuenburg ist nur über die Ministerialüberlieferung und die Akten des evangelischen Oberschulkollegiums fassbar.
Findmittel: Archivdatenbank/Internet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
8,5; 318 Verzeichnungseinheiten
Bestand
Literatur: Karl Steinhoff/Wolfgang Schulenberg (Hg.), Geschichte der oldenburgischen Lehrerbildung, 2 Bde., Oldenburg 1979; W. Hanisch/F. Hellbernd/Joachim Kuropka, Beiträge zur Geschichte der Stadt Vechta, Bd. III,1, Vechta 1978, S. 92-100.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 10:42 MESZ