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Rechnung 1721/22
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1721-1722
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
Einträge mit Bezug zu (kunst-)handwerklichen Erzeugnissen u.a.:
Ausgaben für Juweliere und Goldschmiede:
- Fortsetzung der in der letzten Rechnung dokumentierten Transaktionen in der Schuldsache Aaron Beer, Jude zu Frankfurt (fol. 466).
- Schuldentilgung bei Wilhelm Michael Rauner, Silberhändler zu Augsburg (Nr. 715-719, fol. 467ff).
Ausgaben für Kaufmanns- und andere Waren:
- Ein "rares Schiff" mit einer Maschine (Uhrwerk?) für die Kunstkammer, von Johann Paul Müller, Uhrmacher zu Stuttgart (Nr. 738f, fol. 474r).
- Glasgeschirr von der Spiegelfabrik Joachim Schmidt, Müller und Co. (Nr. 740-745, fol. 474-475).
Ausgaben auf besonderen fürstlichen Befehl:
- Ausstände bei dem Grafen von Harrach zu Wien für goldene "Gallonen", die (vor einigen Jahren) beim Zollamt zu Freudenstadt konfisziert wurden (fol. 524r).
- Briefporto für Korrespondenz zu den Frankfurter Juwelenzinsgeldern und Ausgaben für Goldarbeiter Wild (Nr. 833, fol. 497r-v).
- Messung der Tapeten und anderer Mobilien durch Tapezier Christlieb und Maler Groth (Nr. 844-845, fol. 498v).
Ausgaben für Handwerker:
- Glaser (u.a.):
-- Veit Umblinger (vier Dutzend englische Kelchgläser nach Ludwigsburg, Nr. 997, Arbeiten, Nr. 998f, fol. 531r);
- Maler:
-- Johann Christoph Groth (Theatergemälde, Nr. 1022
-- Friedrich Gottlieb Müller bzw. dessen Erben (Nr. 1023-1027, fol. 537v);
-- Johann Liefkopp (Malerstück zur Tapetenarbeit nach Ludwigsburg, Nr. 1028, fol. 537v);
- Messerschmiede:
-- Johann Georg Pertran (u.a. Zitronenmesser für die Konfektkammer, Nr. 1036, fol. 538v);
- Schwertfeger:
-- Balthas Rudolph Zacher (Rapier für Kadetten und Pagen, Nr. 1077, fol. 544v);
- Stahlschneider:
-- Johann David Daniel (Wappengravuren, Nr. 1077 1/4f, fol. 545r);
- Tapeziere und Naherinnen (u.a.):
-- Tellier (Nr. 1093ff, fol. 547v);
-- Christlieb (Nr. 1095-1100, fol. 548r);
- Uhrmacher:
-- Johann Paul Müller (Reparaturen, Nr. 1106, fol. 549r);
-- Uhrmacher Godel (Nr. 1107, fol. 549r);
- Außerdem Bortenmacher, Buchdrucker, Bürstenbinder, Zirkelschmiede, Flaschner, Glockengießer, Gürtler, Hafner, Gipser, Kübler, Kupferschmiede, Lichtermacher, Maurer, Seiler, Sattler, Schleifer, Schlosser, Schneider, Schreiner, Schuhmacher, Siebmacher, Dreher, Wagner.
Ausgaben für Zehrungen:
- Reisespesen von Johann David Daniel, Stahlschneider (nach Kirchheim, Nr. 1181 1/4, fol. 558r) und Baudirektor Frisoni (nach Teinach, Nr. 1182, fol. 558r).
604 Bl.
Folio (Höhe x Breite)
Amtsbücher, Register und Grundbücher
Sprache: Deutsch
Schreiber/Renovator/Rechner: Jakob Adolf Backmeister, Johann Ulrich Mögling
Normformat: Folio
Beer, Aaron; Jude zu Frankfurt
Christlieb, Friedrich August; Hoftapezier
Daniel, Johann David; Kupferstecher
Godet, J. A.; Uhrmacher
Grooth, Johann Christoph; Hofmaler, Galerieinspektor, 1687-1764
Harrach, Graf von; Wien
Liefkoop, Johann; Maler
Müller, Friedrich Gottlieb; Maler
Müller, Johann Paul; Uhrmacher
Pertran, Johann Georg; Messerschmied
Rauner, Wilhelm Michael; Goldschmied, Augsburg
Schmidt, Joachim; Glasfabrikant
Tellier, Karl; Hoftapissier
Umblinger, Veit; Glaser
Wild, Jeremias; Goldarbeiter
Zacher, Balthasar Rudolf; Schwertfeger
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.