Joachim Haimpel, derzeit salmannsweilischer Oberamtmann zu Ostrach, bescheinigt auf Ersuchen des Ambrosi Wicker und seiner Ehefrau Magdalena Röslin zu Hasenweiler, nachdem beide durch ihre örtliche Obrigkeit bzw. ihren dortigen Lehensherrn aufgefordert worden waren, entweder bestehende leibherrliche Bindungen zu ihren Geburtsorten abzulösen oder aber den urkundlichen Nachweis persönlicher Freiheit zu führen, auch nach Prüfung seiner "ampt rödeln" und eingehender Befragung seiner hierzu beschriebenen Amtsangehörigen, dass die Antragsteller als Kinder freier Mütter in Gunzenhausen und Ostrach frei geboren sind und bis zum heutigen Tag keinen Halsherren haben, auch dass sie während seiner Amtswaltung durch ihn selbst oder irgend jemand anderen "vmb fähl, geläss noch anderes der leibaigenschaft anhengig, niemaln ... angefordert ... worden" sind.
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Joachim Haimpel, derzeit salmannsweilischer Oberamtmann zu Ostrach, bescheinigt auf Ersuchen des Ambrosi Wicker und seiner Ehefrau Magdalena Röslin zu Hasenweiler, nachdem beide durch ihre örtliche Obrigkeit bzw. ihren dortigen Lehensherrn aufgefordert worden waren, entweder bestehende leibherrliche Bindungen zu ihren Geburtsorten abzulösen oder aber den urkundlichen Nachweis persönlicher Freiheit zu führen, auch nach Prüfung seiner "ampt rödeln" und eingehender Befragung seiner hierzu beschriebenen Amtsangehörigen, dass die Antragsteller als Kinder freier Mütter in Gunzenhausen und Ostrach frei geboren sind und bis zum heutigen Tag keinen Halsherren haben, auch dass sie während seiner Amtswaltung durch ihn selbst oder irgend jemand anderen "vmb fähl, geläss noch anderes der leibaigenschaft anhengig, niemaln ... angefordert ... worden" sind.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3234
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1596 Februar 16
22,5 x 33,7 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Papier am oberen Rand eingerissen
Aussteller: Salem'sches Oberamt Ostrach
Empfänger: Ambrosi Wicker
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Lacksiegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Aussteller: Salem'sches Oberamt Ostrach
Empfänger: Ambrosi Wicker
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Lacksiegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Haimpel, Joachim
Röslin, Magdalena
Wicker, Ambrosi
Gunzenhausen : Tafertsweiler, Ostrach SIG
Hasenweiler : Horgenzell RV
Ostrach SIG; Oberamt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
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