Kanzler, Georg, Dr. (1894 - 1975) (Bestand)
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Rep. 70 NL 42
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1907 - 1974
Vorwort: 1. Herkunft und Beschreibung des Bestandes
Die privaten Unterlagen von Pfarrer Dr. Georg Kanzler (1894-1975) wurden 1988 zusammen mit dem Pfarrarchiv Leutenbach in das Archiv des Erzbistums Bamberg gebracht. Der Nachlass enthält leider nur wenig Korrespondenz und Fotos. Aus der Studienzeit von Georg Kanzler sind eine Reihe Vorlesungsmitschriften erhalten. Außerdem findet man im Nachlass die Forschungsarbeit zu Kanzlers Doktorarbeit ”Die Landkapitel im Bistum Bamberg” sowie Manuskripte zu einem Teil seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Ein Teil der Romane ist in der Bibliothek des Archivs zu finden.
2. Ordnung und Verzeichnung des Bestandes
Bei der Verzeichnung erwies es sich von Vorteil, dass die einzelnen Manuskripte im Laufe der Zeit nicht miteinander vermischt wurden und Pfarrer Kanzler seine Entwürfe und Schriften nummeriert hat. Zur Verifikation der Schriften wurden die Veröffentlichungen von Pfarrer Kanzler herangezogen und konnten so zugeordnet werden.
Die ursprüngliche Ordnung, die wahrscheinlich von Dr. Georg Kanzler vorgenommen wurde, wurde beibehalten. Der größte Teil der Unterlagen wurde in einer beschrifteten Aktenmappe gesammelt, deren Inhalt auch zusammen blieb. Die wenigen Korrespondenzen wurden nicht herausgenommen und eigens gesammelt, um den Zusammenhang zu wahren.
3. Zur Person
Georg Kanzler wurde am 18. April 1894 in Bamberg geboren. Im ersten Weltkrieg war Georg Kanzler als Soldat beim 5. und 22. Bayer. Infanterie-Regiment in Gallizien und Russ.-Polen. Am 29. Juli 1917 wurde er zusammen mit Karl Zaschka (1893-1974) in Bamberg zum Priester geweiht. Kanzler war zunächst als Kaplan in Neunkirchen a. Br., Kulmbach (ULF) und in Fürth (ULF). Von 1920-1922 war er zum Studium an der Universität Würzburg beurlaubt, das er mit der Habilitation zum Doktor der Theologie abschloss. Nach dem Studium war er an folgenden Stellen tätig: Bamberg (St. Martin), 1923-1925 Assistent am Priesterseminar, 1925 Kurat in Berneck, 1930 Kurat in Weingarts und seit 1936 Pfarrer von Leutenbach. 1947 wurde er Schuldekan von Ebermannstadt. Der Kulturpreis des Fränkischen-Schweiz-Vereins wurde ihm 1966 verliehen. Georg Kanzler verstarb am 27. September 1975.
4. Quellen (Auswahl)
AEB, Bildarchiv Volksblatt Nr. 629, 630, 1996
AEB, Bildarchiv St. Heinrichsblatt Nr. 5831
5. Literatur (Auswahl)
Die Theologen der Erzdiözese Bamberg im Weltkrieg 1914-1918. Hrsg. v. Erzbischöflichen Ordinariat Bamberg, Speyer 1939, S. 99
Ulrich von Hehl und Christoph Kösters (Bearb.): Priester unter Hitlers Terror. Eine biographische und statistische Erhebung, Paderborn 1996 (Veröff. d. Kommission für Zeitgeschichte, Reihe A: Quellen, Bd. 37), S. 450
Heinrichskalender 1969 S. 34, 1976, S. 62
G. Harro Schaeff-Scheefen: Die Unbekannten. Junge fränkische Dichtung. II. Band, Nürnberg 1937, S. 73-82
https://www.fsv-leutenbach.de/dr-georg-kanzler [letzter Zugriff: 23.10.2024]
6. Werke
Zur Geschichte der einstigen Marien-Kapelle in Berneck, Bamberger Blätter für fränkische Kunst und Geschichte . Beilage zum Bamberger Volksblatt 4 (1927)
Stilles Tal. Gedichte, Rothenburg o. T. 1941
Der Burgkaplan. Erzählung aus dem 15. Jahrhundert, Bamberg 1949
Spätsommerleuchten. Eine Scheffel-Novelle, Rothenburg o. T. 1952
Aus der Jugendzeit. Eine Rückert-Erzählung, Rothenburg o. T. 1955
Eduard Herold. Einem fränkischen Dichter zum 70. Geburtstag am 22. März 1955. Fränkisches Land in Kunst und Volkstum . Beilage zum Neuen Volksblatt 2 (1954/55) 68
Die Eiche. Fortsetzungsroman im Heinrichsblatt (1957/58)
Widerklang. Gedichte 1958
Fränkischer Garten. Gedichte, Bad Hersfeld 1960
Zwei Erzählungen, Bad Hersfeld 1963
Spiel der Zeit, Bad Hersfeld 1965
Mitzi und Nikita. Ein deutsch-russisches Epos, Bamberg 1968
Geist und Kleid. Dichtung, Bad Hersfeld 1970
Der wandernde Maler. Ludwig Richter in der Fränkischen Schweiz, Bamberg 1972
Geliebter Berg. Mit August Graf Platen zur Ehrenbürg. Eine Erzählung des Pfarrherrn von Leutenbach Georg Kanzler, Gerabronn 1976
Eremiten im Bistum Bamberg, Bericht des Historischen Vereins Bamberg
100 (1964) 469-492
Die Landkapitel im Bistum Bamberg. Teil 1 und 2, Bamberg 1931 und 1934 (=Berichte des Historischen Vereins Bamberg 83 und 84)
7. Zitationsweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70, NL 42, Nr. ...
8. Findmittel
Das Findbuch ist im Lesesaal des Archivs des Erzbistums Bamberg einsehbar.
Die privaten Unterlagen von Pfarrer Dr. Georg Kanzler (1894-1975) wurden 1988 zusammen mit dem Pfarrarchiv Leutenbach in das Archiv des Erzbistums Bamberg gebracht. Der Nachlass enthält leider nur wenig Korrespondenz und Fotos. Aus der Studienzeit von Georg Kanzler sind eine Reihe Vorlesungsmitschriften erhalten. Außerdem findet man im Nachlass die Forschungsarbeit zu Kanzlers Doktorarbeit ”Die Landkapitel im Bistum Bamberg” sowie Manuskripte zu einem Teil seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Ein Teil der Romane ist in der Bibliothek des Archivs zu finden.
2. Ordnung und Verzeichnung des Bestandes
Bei der Verzeichnung erwies es sich von Vorteil, dass die einzelnen Manuskripte im Laufe der Zeit nicht miteinander vermischt wurden und Pfarrer Kanzler seine Entwürfe und Schriften nummeriert hat. Zur Verifikation der Schriften wurden die Veröffentlichungen von Pfarrer Kanzler herangezogen und konnten so zugeordnet werden.
Die ursprüngliche Ordnung, die wahrscheinlich von Dr. Georg Kanzler vorgenommen wurde, wurde beibehalten. Der größte Teil der Unterlagen wurde in einer beschrifteten Aktenmappe gesammelt, deren Inhalt auch zusammen blieb. Die wenigen Korrespondenzen wurden nicht herausgenommen und eigens gesammelt, um den Zusammenhang zu wahren.
3. Zur Person
Georg Kanzler wurde am 18. April 1894 in Bamberg geboren. Im ersten Weltkrieg war Georg Kanzler als Soldat beim 5. und 22. Bayer. Infanterie-Regiment in Gallizien und Russ.-Polen. Am 29. Juli 1917 wurde er zusammen mit Karl Zaschka (1893-1974) in Bamberg zum Priester geweiht. Kanzler war zunächst als Kaplan in Neunkirchen a. Br., Kulmbach (ULF) und in Fürth (ULF). Von 1920-1922 war er zum Studium an der Universität Würzburg beurlaubt, das er mit der Habilitation zum Doktor der Theologie abschloss. Nach dem Studium war er an folgenden Stellen tätig: Bamberg (St. Martin), 1923-1925 Assistent am Priesterseminar, 1925 Kurat in Berneck, 1930 Kurat in Weingarts und seit 1936 Pfarrer von Leutenbach. 1947 wurde er Schuldekan von Ebermannstadt. Der Kulturpreis des Fränkischen-Schweiz-Vereins wurde ihm 1966 verliehen. Georg Kanzler verstarb am 27. September 1975.
4. Quellen (Auswahl)
AEB, Bildarchiv Volksblatt Nr. 629, 630, 1996
AEB, Bildarchiv St. Heinrichsblatt Nr. 5831
5. Literatur (Auswahl)
Die Theologen der Erzdiözese Bamberg im Weltkrieg 1914-1918. Hrsg. v. Erzbischöflichen Ordinariat Bamberg, Speyer 1939, S. 99
Ulrich von Hehl und Christoph Kösters (Bearb.): Priester unter Hitlers Terror. Eine biographische und statistische Erhebung, Paderborn 1996 (Veröff. d. Kommission für Zeitgeschichte, Reihe A: Quellen, Bd. 37), S. 450
Heinrichskalender 1969 S. 34, 1976, S. 62
G. Harro Schaeff-Scheefen: Die Unbekannten. Junge fränkische Dichtung. II. Band, Nürnberg 1937, S. 73-82
https://www.fsv-leutenbach.de/dr-georg-kanzler [letzter Zugriff: 23.10.2024]
6. Werke
Zur Geschichte der einstigen Marien-Kapelle in Berneck, Bamberger Blätter für fränkische Kunst und Geschichte . Beilage zum Bamberger Volksblatt 4 (1927)
Stilles Tal. Gedichte, Rothenburg o. T. 1941
Der Burgkaplan. Erzählung aus dem 15. Jahrhundert, Bamberg 1949
Spätsommerleuchten. Eine Scheffel-Novelle, Rothenburg o. T. 1952
Aus der Jugendzeit. Eine Rückert-Erzählung, Rothenburg o. T. 1955
Eduard Herold. Einem fränkischen Dichter zum 70. Geburtstag am 22. März 1955. Fränkisches Land in Kunst und Volkstum . Beilage zum Neuen Volksblatt 2 (1954/55) 68
Die Eiche. Fortsetzungsroman im Heinrichsblatt (1957/58)
Widerklang. Gedichte 1958
Fränkischer Garten. Gedichte, Bad Hersfeld 1960
Zwei Erzählungen, Bad Hersfeld 1963
Spiel der Zeit, Bad Hersfeld 1965
Mitzi und Nikita. Ein deutsch-russisches Epos, Bamberg 1968
Geist und Kleid. Dichtung, Bad Hersfeld 1970
Der wandernde Maler. Ludwig Richter in der Fränkischen Schweiz, Bamberg 1972
Geliebter Berg. Mit August Graf Platen zur Ehrenbürg. Eine Erzählung des Pfarrherrn von Leutenbach Georg Kanzler, Gerabronn 1976
Eremiten im Bistum Bamberg, Bericht des Historischen Vereins Bamberg
100 (1964) 469-492
Die Landkapitel im Bistum Bamberg. Teil 1 und 2, Bamberg 1931 und 1934 (=Berichte des Historischen Vereins Bamberg 83 und 84)
7. Zitationsweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70, NL 42, Nr. ...
8. Findmittel
Das Findbuch ist im Lesesaal des Archivs des Erzbistums Bamberg einsehbar.
70 VEs
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 12:22 MESZ