Querulationis nullitatis Auseinandersetzung um Besitz an einem Acker
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(1) 1303
Wismar H 63 (W H 2 n. 63)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 03. 1. Kläger C
(1691-1715) 04.12.1715-01.04.1716
Kläger: (2) Witwe des Ratsherrn Johann Schütte zu Wismar
Beklagter: Johann Rahtcke Claussohn, Pächter zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Cajus Matthias Arendt (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Kl.in vom 04.12.1715 um Fristverlängerung zum Einreichen ihrer Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil und erfolgter Genehmigung des Tribunals vom 12.12.1715 legt Kl.in am 07.01.1716 ihren Schriftsatz vor. Bekl. hat sich in seinem Streit mit dem Stiefsohn der Kl.in das Recht an Teilen von deren Äckern zuweisen lassen, da er glaubte, sie gehörten dem Stiefsohn, Johann Christoph Hörmann, an den er Ansprüche geltend macht. Kl.in weist jedoch nach, daß sie ihrem Stiefsohn die Äcker, die diesem nach dem Tode seines Vaters zugefallen waren, abgekauft hatte, bevor der Streit zwischen Hörmann und dem Bekl. entstand. Sie fordert daher die Rückgabe ihres Ackers, die ihr vom Ratsgericht gewährt wird. Da sie jedoch zur Bezahlung der Prozeßkosten verurteilt wird, appelliert sie an das Tribunal und bittet, Bekl. mit diesen Kosten zu belasten. Das Tribunal lehnt die Annahme der Querulation am 18.02. ab. Am 01.04.1716 trägt Kl.in ausführlich neue Argumente vor, eine Reaktion des Tribunals darauf ist nicht überliefert.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1715 2. Ratsgericht 1715 3. Tribunal 1715-1716
Prozessbeilagen: (7) von Notar Philipp Heinrich Pladecius aufgenommene Appellation vom 01.11.1715; Ratsgerichtsurteile vom 07.12.1713, 11.01.1714, 10. und 23.10.1715 und 11.03.1716; Gewettsprotokoll vom 27.09.1713, Auszug aus dem Rezeß zur Aufteilung des Erbes Johann Hörmanns aus dem Jahre 1691; Suppliken des Bekl. an den Wismarer Rat vom 21.09. und 18.10.1713, 03.03.1716
Beklagter: Johann Rahtcke Claussohn, Pächter zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Cajus Matthias Arendt (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Kl.in vom 04.12.1715 um Fristverlängerung zum Einreichen ihrer Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil und erfolgter Genehmigung des Tribunals vom 12.12.1715 legt Kl.in am 07.01.1716 ihren Schriftsatz vor. Bekl. hat sich in seinem Streit mit dem Stiefsohn der Kl.in das Recht an Teilen von deren Äckern zuweisen lassen, da er glaubte, sie gehörten dem Stiefsohn, Johann Christoph Hörmann, an den er Ansprüche geltend macht. Kl.in weist jedoch nach, daß sie ihrem Stiefsohn die Äcker, die diesem nach dem Tode seines Vaters zugefallen waren, abgekauft hatte, bevor der Streit zwischen Hörmann und dem Bekl. entstand. Sie fordert daher die Rückgabe ihres Ackers, die ihr vom Ratsgericht gewährt wird. Da sie jedoch zur Bezahlung der Prozeßkosten verurteilt wird, appelliert sie an das Tribunal und bittet, Bekl. mit diesen Kosten zu belasten. Das Tribunal lehnt die Annahme der Querulation am 18.02. ab. Am 01.04.1716 trägt Kl.in ausführlich neue Argumente vor, eine Reaktion des Tribunals darauf ist nicht überliefert.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1715 2. Ratsgericht 1715 3. Tribunal 1715-1716
Prozessbeilagen: (7) von Notar Philipp Heinrich Pladecius aufgenommene Appellation vom 01.11.1715; Ratsgerichtsurteile vom 07.12.1713, 11.01.1714, 10. und 23.10.1715 und 11.03.1716; Gewettsprotokoll vom 27.09.1713, Auszug aus dem Rezeß zur Aufteilung des Erbes Johann Hörmanns aus dem Jahre 1691; Suppliken des Bekl. an den Wismarer Rat vom 21.09. und 18.10.1713, 03.03.1716
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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29.10.2025, 11:27 AM CET