Landgraf Ernst von Hessen verkauft dem Kaiserlichen Reichshof- und Kurtrierischen Geheimen Rat Anton Sohler für 3.500 Rheinische Gulden die sogenannten von Klingelbach'schen Güter im Vierherrischen, nämlich die früher von denen von Klingelbach, dann von den Riedesels vom Stein und den Hilchen von Lorch besessenen folgenden Objekte: ein freiadliges Hofgut zu Nastätten, die beiden Höfe Herold und Bleidenbach mit ihren Waldungen, die Höfe zu Ergeshausen und Lindschied, den Zehnten zu Lindschied, einen Hof zu Bogel, die Mühle zu Klingelbach, die Mühl-Wiesen und Äcker bei Buch, Recht und Anspruch auf die Langenbach'schen Güter zu Katzenelnbogen, Wiesen bei der Waldschmiede, die Weiseler Höhe, ein freiadliges Haus mit Weingarten zu Lorchhausen, und zwar die letzten beiden Objekte in Gemeinschaft mit denen von Steprod.
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Landgraf Ernst von Hessen verkauft dem Kaiserlichen Reichshof- und Kurtrierischen Geheimen Rat Anton Sohler für 3.500 Rheinische Gulden die sogenannten von Klingelbach'schen Güter im Vierherrischen, nämlich die früher von denen von Klingelbach, dann von den Riedesels vom Stein und den Hilchen von Lorch besessenen folgenden Objekte: ein freiadliges Hofgut zu Nastätten, die beiden Höfe Herold und Bleidenbach mit ihren Waldungen, die Höfe zu Ergeshausen und Lindschied, den Zehnten zu Lindschied, einen Hof zu Bogel, die Mühle zu Klingelbach, die Mühl-Wiesen und Äcker bei Buch, Recht und Anspruch auf die Langenbach'schen Güter zu Katzenelnbogen, Wiesen bei der Waldschmiede, die Weiseler Höhe, ein freiadliges Haus mit Weingarten zu Lorchhausen, und zwar die letzten beiden Objekte in Gemeinschaft mit denen von Steprod.
304, U 38
304 Katzenelnbogen: Amt Nastätten
Katzenelnbogen: Amt Nastätten >> Urkunden
Rheinfels, 1690 Januar 1
Abschrift.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: G. Rheinfels d. 1. Jan. 1690
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:07 MESZ