Jaenecke, Erwin (Generaloberst) (Bestand)
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BArch N 761
call number: N 761
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> J
1911-1986
Geschichte des Bestandsbildners: Lebensdaten:
22.04.1890: geboren in Freren, Kreis Lingen
03.07.1960: gestorben in Kassel
Werdegang
27.3.1911: Eintritt in das Heer, Fahnenjunker im Pionierbataillon 10
1.10.1911: Kriegsschule Hannover
2.8.1914: Zugführer 2. Kompanie / Pionierbataillon 10 ins Feld
23.7.1915: Kompanieführer 5. Kompanie / Pionierbataillon 10
3.3.1916: Bataillonsadjudant Stab Pionierbataillon 10
23.10.1916: Kompanieführer 5. Kompanie / Pionierbataillon 10
9.12.1917: 1. Ordonnanzoffizier 19. Infanterie-Division
13.5.1918: 2. Hannoversches Feldartillerie-Regiment 26
29. 8. 1918: 2. Generalstabsoffizier Stab der 26. Reseve-Division (Württ.)
16.12.1918: Pionierbataillon 10
7.1.1919: Kompanieführer 2. Kompanie / Minen-Werfer-Abteilung der Garde-Kavallerie-Schützen-Division
20.2.1919: Abteilungs-Adjudant Fremde Heere im Grosser Generalstab Berlin
20.8.1919: Infanterie-Regiment 30
6.10.1919: Stab Wehrkreiskommando VI
1.10.1920: Hilfsoffizier bei der 6. Division und Ausbildung als Führergehilfe
1.10.1921: Reiter-Regiment 9 / Etatstelle
1.10.1922: Stab des Grossen Kommandos II (in dieser Zeit Besuch des orientalischen Seminars in Berlin, Übungsreisen und Nachrichtenübungen)
1.10.1923: Reichswehrministerium (Presseabteilung)
1.10.1925: Generalstab Infanterie-Führer I (währenddessen Wehrkreisübungen und Gasschutzlehrgang G in Berlin)
1.10.1927: 4. Pionierbataillon (mit Gasschutzlehrgang C in Berlin)
1.10.1930: Stab des Grossen Kommandos I
1.10.1931: Stab der 7. Division
1.9.1932: Kommandantur Berlin
1.10.1933: Kriegsakademie Berlin / Lehrgangsleiter
1.4.1934: 6. Pionierbataillon
1.10.1934: Kommandeur des Pionierbataillon Höxter
1.10.1935: Kommandeur der Pioniere VI, gleichzeitig Kommandeur der Pioniere XIV und VIII
25.7.1936: Chef des Generalstabs des Sonderstabs W im OKW (Bürgerkrieg Spanien)
10.11.1938: Chef Stab Inspektion der Festungen
1.9.1939: Oberquartiermeister Armeeoberkommando 8
1.11.1939: Generalmajor und Oberquartiermeister Oberost
1.5.1939: Oberquartiermeister Belgien, Paris und West
1.2.1942: Kommandeur 389. Infanterie-Division
1.11.1942: Kommandierender General IV. Armeekorps und General der Pioniere
27.1.1943: Führerreserve Oberbefehlshaber des Heeres
1.4.1943: Kommandierender General LXXXVI. Armeekorps
25.6.1943: Oberbefehlshaber 17. Armee
1.5.1944: Führerreserve Oberbefehlshaber des Heeres
31.1.1945: Verabschiedung aus dem Militärdienst
11.6.1945- Russische Gefangenschaft: zum Tode verurteilt, umgewandelt in 25 Jahre Zwangsarbeit
13.10.1955: Entlassung aus der Haft
Beförderungen
28.8.1911: Unteroffizier
18.11.1911: Fähnrich
18.8.1912: Leutnant (mit Patent vom 18.8.1910)
27.1.1916: Oberleutnant
1.5.1922: Hauptmann/Rittmeister
1.4.1930: Major (mit Patent vom 1.4.1930)
1.4.1934: Oberstleutnant
1.3.1936: Oberst
1.11.1939: Generalmajor
1.11.1941: Generalleutnant
30.1.1944: Generaloberst
Auszeichnungen:
11.9.1914 Eisernes Kreuz II
3.11.1914 Eisernes Kreuz I
16.12.1915 Braunschweigisches Kriegsverdienstkreuz
8.5.1916 Friedrich-August-Kreuz I. und II. Klasse
Schaumburg-Lippe-Kreuz für treue Dienste
25.10.1934 Ehrenkreuz für Frontkämpfer
12.4.1939 La Cruz blanca del Merito Miliar de 3a clase
6.6.1939 Spanienkreuz in Silber ohne Schwerter
14.9.1942 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
2.1.1943 Deutsches Kreuz in Gold
7.5.1943 "Mihai Vitaezul" IIIa
25.10.1943 "Mihai Vitaezul" IIa
Bestandsbeschreibung: Der schriftliche Nachlass des Generalobersten Erwin Jaenecke wurde dem Bundesarchiv-Militärarchiv Ende des Jahres 1993 von den Söhnen Rainer Jaenecke und Dr. Jürgen Jaenecke übereignet.
Inhaltliche Charakterisierung: Aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, in dem Generaloberst Jaenecke u.a. als Kommandierender General das IV. Armeekorps in Stalingrad und später die 17. Armee im Kaukasus, auf der Krim und bei den Kämpfen um den Kuban-Brückenkopf befehligte, haben sich nur sehr wenige Dokumente erhalten. Erwähnenswert sind hier eine Akte mit Schriftwechsel aus den Jahren 1942-1944 sowie Befehle Jaeneckes als Oberbefehlshaber der 17. Armee aus den Jahren 1943-1944. Die Befehle - soweit noch nicht überliefert - wurden dem Bestand RH 20-17 zugeordnet. Erhalten geblieben sind ebenfalls zwei Berichte über Gefechte der 389. Infanterie-Division (RH 26-389); Jaenecke war seinerzeit Kommandeur dieser Division.
Nach Aussage des Sohnes Rainer Jaenecke hat sich Generaloberst Jaenecke "im März 1945 vom Generalkommando in Dresden einen 'Erkundungsauftrag' bezüglich Brücken und sonstige Übergänge, aber auch der Verteidigung der oberen Elbe zwischen Dresden und der tschechischen Grenze geben lassen". Und weiter bemerkt er: "Unsere Eltern besorgten sich gleichzeitig eine 'versteckte Unterkunft' in einer Mühle ca. 8 km nordwestlich von Bad Schandau. Von dort aus verlegten sie den Unterschlupf wohl Ende März nach Niederschöna, Kreis Freiberg." Bei Kriegsende wurde Niederschöna besetzt. Generaloberst Jaenecke geriet in sowjetische Gefangenschaft und erlangte erst im Oktober 1955 die Freiheit wieder. Aus der 10jährigen Kriegsgefangenschaft habe sich einige Karten erhalten, die den Gefangenenalltag anschaulich dokumentieren. Aus den letzten fünf Lebensjahren Jaeneckes befindet sich im Bestand v.a. Schriftwechsel des Nachlassers; ergänzt wird der Nachlass durch Schriftwechsel der Witwe Hanna Jaenecke.
Zitierweise: BArch N 761/...
22.04.1890: geboren in Freren, Kreis Lingen
03.07.1960: gestorben in Kassel
Werdegang
27.3.1911: Eintritt in das Heer, Fahnenjunker im Pionierbataillon 10
1.10.1911: Kriegsschule Hannover
2.8.1914: Zugführer 2. Kompanie / Pionierbataillon 10 ins Feld
23.7.1915: Kompanieführer 5. Kompanie / Pionierbataillon 10
3.3.1916: Bataillonsadjudant Stab Pionierbataillon 10
23.10.1916: Kompanieführer 5. Kompanie / Pionierbataillon 10
9.12.1917: 1. Ordonnanzoffizier 19. Infanterie-Division
13.5.1918: 2. Hannoversches Feldartillerie-Regiment 26
29. 8. 1918: 2. Generalstabsoffizier Stab der 26. Reseve-Division (Württ.)
16.12.1918: Pionierbataillon 10
7.1.1919: Kompanieführer 2. Kompanie / Minen-Werfer-Abteilung der Garde-Kavallerie-Schützen-Division
20.2.1919: Abteilungs-Adjudant Fremde Heere im Grosser Generalstab Berlin
20.8.1919: Infanterie-Regiment 30
6.10.1919: Stab Wehrkreiskommando VI
1.10.1920: Hilfsoffizier bei der 6. Division und Ausbildung als Führergehilfe
1.10.1921: Reiter-Regiment 9 / Etatstelle
1.10.1922: Stab des Grossen Kommandos II (in dieser Zeit Besuch des orientalischen Seminars in Berlin, Übungsreisen und Nachrichtenübungen)
1.10.1923: Reichswehrministerium (Presseabteilung)
1.10.1925: Generalstab Infanterie-Führer I (währenddessen Wehrkreisübungen und Gasschutzlehrgang G in Berlin)
1.10.1927: 4. Pionierbataillon (mit Gasschutzlehrgang C in Berlin)
1.10.1930: Stab des Grossen Kommandos I
1.10.1931: Stab der 7. Division
1.9.1932: Kommandantur Berlin
1.10.1933: Kriegsakademie Berlin / Lehrgangsleiter
1.4.1934: 6. Pionierbataillon
1.10.1934: Kommandeur des Pionierbataillon Höxter
1.10.1935: Kommandeur der Pioniere VI, gleichzeitig Kommandeur der Pioniere XIV und VIII
25.7.1936: Chef des Generalstabs des Sonderstabs W im OKW (Bürgerkrieg Spanien)
10.11.1938: Chef Stab Inspektion der Festungen
1.9.1939: Oberquartiermeister Armeeoberkommando 8
1.11.1939: Generalmajor und Oberquartiermeister Oberost
1.5.1939: Oberquartiermeister Belgien, Paris und West
1.2.1942: Kommandeur 389. Infanterie-Division
1.11.1942: Kommandierender General IV. Armeekorps und General der Pioniere
27.1.1943: Führerreserve Oberbefehlshaber des Heeres
1.4.1943: Kommandierender General LXXXVI. Armeekorps
25.6.1943: Oberbefehlshaber 17. Armee
1.5.1944: Führerreserve Oberbefehlshaber des Heeres
31.1.1945: Verabschiedung aus dem Militärdienst
11.6.1945- Russische Gefangenschaft: zum Tode verurteilt, umgewandelt in 25 Jahre Zwangsarbeit
13.10.1955: Entlassung aus der Haft
Beförderungen
28.8.1911: Unteroffizier
18.11.1911: Fähnrich
18.8.1912: Leutnant (mit Patent vom 18.8.1910)
27.1.1916: Oberleutnant
1.5.1922: Hauptmann/Rittmeister
1.4.1930: Major (mit Patent vom 1.4.1930)
1.4.1934: Oberstleutnant
1.3.1936: Oberst
1.11.1939: Generalmajor
1.11.1941: Generalleutnant
30.1.1944: Generaloberst
Auszeichnungen:
11.9.1914 Eisernes Kreuz II
3.11.1914 Eisernes Kreuz I
16.12.1915 Braunschweigisches Kriegsverdienstkreuz
8.5.1916 Friedrich-August-Kreuz I. und II. Klasse
Schaumburg-Lippe-Kreuz für treue Dienste
25.10.1934 Ehrenkreuz für Frontkämpfer
12.4.1939 La Cruz blanca del Merito Miliar de 3a clase
6.6.1939 Spanienkreuz in Silber ohne Schwerter
14.9.1942 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
2.1.1943 Deutsches Kreuz in Gold
7.5.1943 "Mihai Vitaezul" IIIa
25.10.1943 "Mihai Vitaezul" IIa
Bestandsbeschreibung: Der schriftliche Nachlass des Generalobersten Erwin Jaenecke wurde dem Bundesarchiv-Militärarchiv Ende des Jahres 1993 von den Söhnen Rainer Jaenecke und Dr. Jürgen Jaenecke übereignet.
Inhaltliche Charakterisierung: Aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, in dem Generaloberst Jaenecke u.a. als Kommandierender General das IV. Armeekorps in Stalingrad und später die 17. Armee im Kaukasus, auf der Krim und bei den Kämpfen um den Kuban-Brückenkopf befehligte, haben sich nur sehr wenige Dokumente erhalten. Erwähnenswert sind hier eine Akte mit Schriftwechsel aus den Jahren 1942-1944 sowie Befehle Jaeneckes als Oberbefehlshaber der 17. Armee aus den Jahren 1943-1944. Die Befehle - soweit noch nicht überliefert - wurden dem Bestand RH 20-17 zugeordnet. Erhalten geblieben sind ebenfalls zwei Berichte über Gefechte der 389. Infanterie-Division (RH 26-389); Jaenecke war seinerzeit Kommandeur dieser Division.
Nach Aussage des Sohnes Rainer Jaenecke hat sich Generaloberst Jaenecke "im März 1945 vom Generalkommando in Dresden einen 'Erkundungsauftrag' bezüglich Brücken und sonstige Übergänge, aber auch der Verteidigung der oberen Elbe zwischen Dresden und der tschechischen Grenze geben lassen". Und weiter bemerkt er: "Unsere Eltern besorgten sich gleichzeitig eine 'versteckte Unterkunft' in einer Mühle ca. 8 km nordwestlich von Bad Schandau. Von dort aus verlegten sie den Unterschlupf wohl Ende März nach Niederschöna, Kreis Freiberg." Bei Kriegsende wurde Niederschöna besetzt. Generaloberst Jaenecke geriet in sowjetische Gefangenschaft und erlangte erst im Oktober 1955 die Freiheit wieder. Aus der 10jährigen Kriegsgefangenschaft habe sich einige Karten erhalten, die den Gefangenenalltag anschaulich dokumentieren. Aus den letzten fünf Lebensjahren Jaeneckes befindet sich im Bestand v.a. Schriftwechsel des Nachlassers; ergänzt wird der Nachlass durch Schriftwechsel der Witwe Hanna Jaenecke.
Zitierweise: BArch N 761/...
Jaenecke, Erwin, 1890-1960
14 Aufbewahrungseinheiten; 0,3 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Personalakten: PERS 6/39 und PERS 6/299933
Bestände: RH 24-4 (IV. Armeekorps, Gruppe von Schwedler, Korps Mieth)
RH 20-17 (Armeeoberkommando 17)
RH 26-389 (389. Infanterie-Division)
B 305 (Zentrale Rechtsschutzstelle)
Bestände: RH 24-4 (IV. Armeekorps, Gruppe von Schwedler, Korps Mieth)
RH 20-17 (Armeeoberkommando 17)
RH 26-389 (389. Infanterie-Division)
B 305 (Zentrale Rechtsschutzstelle)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ