(Die ritterschaftliche Ortenauische Kanzlei) an die Freiburger Regierung: Herr Jakob Christoph Böcklin von Böcklinsau zu Rust hat berichtet, dass er zu Rust einen gezähmten Hirsch unterhalten habe, einen Achtender, der seit April 1738 verschwunden, trotz größerer Suchaktion nicht gefunden werden konnte. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Adam Maurer, Johannes Kitzinger und Komplizen von Niederhausen den Hirsch abends getötet und unter sich verteilt hatten, was Böcklin dem Amtmann in Kenzingen mitgeteilt hatte, mit dem Ansuchen, die Betreffenden nicht unter 100 Taler zu strafen, da er das Tier dem General und Kommandanten von Fillier um 6 Louis d'or hätte verkaufen können. Der Amtmann in Kenzingen hat jedoch bisher erklärt, dass Böcklin sich mit dem Wert des Fleisches und der Haut zufriedengeben müsse, weshalb sich Böcklin mit dem Ersuchen an die Aussteller gewandt hat, den Amtmann zu strengerer Handhabung des Falles anzuhalten, dem sich die Aussteller anschließen.
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(Die ritterschaftliche Ortenauische Kanzlei) an die Freiburger Regierung: Herr Jakob Christoph Böcklin von Böcklinsau zu Rust hat berichtet, dass er zu Rust einen gezähmten Hirsch unterhalten habe, einen Achtender, der seit April 1738 verschwunden, trotz größerer Suchaktion nicht gefunden werden konnte. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Adam Maurer, Johannes Kitzinger und Komplizen von Niederhausen den Hirsch abends getötet und unter sich verteilt hatten, was Böcklin dem Amtmann in Kenzingen mitgeteilt hatte, mit dem Ansuchen, die Betreffenden nicht unter 100 Taler zu strafen, da er das Tier dem General und Kommandanten von Fillier um 6 Louis d'or hätte verkaufen können. Der Amtmann in Kenzingen hat jedoch bisher erklärt, dass Böcklin sich mit dem Wert des Fleisches und der Haut zufriedengeben müsse, weshalb sich Böcklin mit dem Ersuchen an die Aussteller gewandt hat, den Amtmann zu strengerer Handhabung des Falles anzuhalten, dem sich die Aussteller anschließen.
Abt. Staatsarchiv Freiburg, U 101/1 Nr. 4643
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg, U 101/1 Archiv der Freiherren Boecklin von Boecklinsau: Akten und Bände
Archiv der Freiherren Boecklin von Boecklinsau: Akten und Bände >> 2 Hoheitsrechte >> 2.2 Forst, Jagd und Fischerei >> 2.2.2 Jagd
1740
1 Schr. (Konzept)
Archivale
Schaden: Wasserschaden und Loch.
Schwarz, ZGO 1910, I. Urkunden, Nr. 860.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:39 MEZ
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