Bürgermeister und Ratmannen der Stadt Luckau bekunden, dass sie mit Rat der Ältesten und Einverständnis der ganzen Gemeine der Elisabeth "Nytzsche Meldyn", Martin, ihrem Sohn, Bürger der Stadt Cottbus, und seinen rechten Erben 3 Schock böhmischer Groschen Zins "uff unserm rathuße zcu Lugkow alle jar [...] zcu beczalin uf sendte Walpurgen tagk" (1. Mai) für 30 Schock verkauft haben. Nach Elisabeths Tod soll der Zins Gertruds, Martins Ehefrau, Leibgedinge sein. Sind beide Frauen und Martin ohne eheliche Leibeserben gestorben, so soll die 3 Schock Erasmus, Bruder der Elisabeth, haben; nach seinem Tode sollen sie an Martins nächste Erben fallen. Will die Stadt den Zins zurückkaufen, so hat sie ihn ein Vierteljahr zuvor zu kündigen. Die Hauptsumme und der Zins sollen "unvorschossit, unvorbetit und unvorsprochen bleiben. Wer is ouch, das wir den egnanten den vorgnanten zcins nicht gebin uff di gnante tagezciet [...], was sie denne redliche czerunge darnach tetin, die glaben [geloben] wir in gutlichen zcu richten". Wem sie den Zins verkaufen, dem verspricht die Stadt, einen Brief darüber auszustellen. "gegeben . nach Cristi geborth vierczehenhundert jar darnach in dem newnczehenden jare am nehstin frietage nach unsir lieben frauwen tage Worczewyhen."

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Brandenburgisches Landeshauptarchiv
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