Klage auf Einhaltung eines Privilegs Herzog Johanns, ältesten Sohns zu Jülich, Kleve und Berg, von 1511 für die jül.-berg. Ritterschaft, wodurch „Sprach und Forderung aus Briefund Siegel“ Eingesessener und Ausländischer gegen die eingesessene Ritterschaft nicht gestattet sein sollen. Klage auf Abweisung der Forderung des Kaspar, der sich Scheiffart von Merode nennt, von 100 Goldgulden Jahrrente und seines Anspruchs auf die Hälfte von Schloß und Herrschaft Hemmersbach und Sindorf (beide Kr. Bergheim). Kaspar habe diese Forderungen von seinem Vater Werner, der sich Scheiffart von Merode nennt, geerbt. Er hat die umstrittenen Forderungen dem Grafen Werner von Salm zediert. Der Herzog von Jülich, Kleve und Berg läßt ein, daß das Privileg von 1511 nur im Rahmen des gemeinen Rechts gelte und das RKG nicht zuständig sei.
Vollständigen Titel anzeigen
Klage auf Einhaltung eines Privilegs Herzog Johanns, ältesten Sohns zu Jülich, Kleve und Berg, von 1511 für die jül.-berg. Ritterschaft, wodurch „Sprach und Forderung aus Briefund Siegel“ Eingesessener und Ausländischer gegen die eingesessene Ritterschaft nicht gestattet sein sollen. Klage auf Abweisung der Forderung des Kaspar, der sich Scheiffart von Merode nennt, von 100 Goldgulden Jahrrente und seines Anspruchs auf die Hälfte von Schloß und Herrschaft Hemmersbach und Sindorf (beide Kr. Bergheim). Kaspar habe diese Forderungen von seinem Vater Werner, der sich Scheiffart von Merode nennt, geerbt. Er hat die umstrittenen Forderungen dem Grafen Werner von Salm zediert. Der Herzog von Jülich, Kleve und Berg läßt ein, daß das Privileg von 1511 nur im Rahmen des gemeinen Rechts gelte und das RKG nicht zuständig sei.
AA 0627, 3725 - M 813/2279
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VI: M-O
Reichskammergericht, Teil VI: M-O >> 1. Buchstabe M
1584 - 1586 (1568 - 1589)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Scheiffart von Merode Beklagter: Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg, Graf Werner von Salm, Herr zu Reifferscheid und Dyck und Kaspar, der sich nennt Scheiffart von Merode Prokuratoren (Kl..): Lic. Philipp Seiblin 1585 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius Stapert [1579] 1584 - Dr. Alexander Reiffsteck [1568] 1584 - Dr. Christoph Reiffsteck [1568] 1584 - Dr. Laurentius Wildthelm [1568] 1584 - Dr. Leopold Dick [1568] 1584 - Dr. Malachias Ramminger [1568] 1584 Prozeßart: Citationis Instanzen: RKG 1584 - 1586 (1568 - 1589) Beschreibung: 1,5 cm, 52 Bl., lose; Q 1 , 2*, 3 - 5, 6*, 7, 6 Beilagen prod. 19. Jan. 1585 - 1. Okt. 1589.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:41 MESZ