Preußisches Kriegsministerium (Bestand)
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BArch PH 2
call number: PH 2
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Preußische Armee 1867 bis 1918/1919 >> Spitzenbehörden
1867-1919
Geschichte des Bestandsbildners: 1809 als oberste Zentralbehörde der Preußischen Armee geschaffen, ab 1867 auch für die Kontingente des Norddeutschen Bundes, nach 1871 auch für die Truppen im Süden Hessens und in Baden zuständig. Nachfolgebehörde 1919: Reichswehrministerium Bestandssignatur: PH 2
Bestandsbeschreibung: Das 1809 von Scharnhorst als oberste Zentralbehörde der preußischen Armee geschaffene Kriegsministerium wurde ab 1867 auch für die Kontingente des Norddeutschen Bundes, nach 1871 auch für die Truppen im Südteil Hessens und in Baden zuständig. Der preußische Kriegsminister vertrat im Reichstag die Heeresverwaltung, insbesondere in Etatfragen. Seit den achtziger Jahren für die Militärverwaltung im weiteren Sinne verantwortlich, erließ das Kriegsministerium in Zusammenarbeit mit dem Generalstab, den Waffeninspektionen und Prüfungskommissionen Anordnungen über Organisation, Ausrüstung, Bewaffnung und Unterhalt des Heeres und legte die Ausbildungsgrundsätze für Mannschaften und Unteroffiziere fest. Unter Mitwirkung des Generalstabes und der zivilen Behörden hatte der Kriegsminister jährlich den Mobilmachungsplan aufzustellen. Im Laufe des Ersten Weltkriegs trat die Bedeutung des Kriegsministeriums hinter der Führungsinstitution des Generalstabes des Feldheeres zurück. Erhebliches Gewicht gewann allerdings seit November 1916 das ihm unterstellte Kriegsamt, in dem die kriegswirtschaftlichen Abteilungen des Kriegsministeriums, vor allem die Rohstoff- und Ersatzabteilung, zusammengefasst wurden. Ihm nachgeordnet waren das Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt (Wumba) sowie Kriegsamtsstellen in den Bezirken der (Stellvertretenden) Generalkommandos.
Inhaltliche Charakterisierung: Erhalten sind Einzelstücke von Erlassen und Befehlen, vereinzelter Schriftwechsel mit anderen Militär- bzw. Kommando- oder Zivilbehörden. Außerdem sind vereinzelte Akten zur Kriegsführung (wie Truppenführung, Mobil- und Demobilmachungssachen, Waffen und Munition), zur Armeeverwaltung (Versorgungs- und Fürsorgewesen, Verpflegung und Unterkünfte), zur Kriegswirtschaft (Kriegsamt und Kriegsamtsstellen), zum Sanitätswesen sowie zum Kriegsgefangenenwesen überliefert. Darüber hinaus zu erwähnen sind Bände über politische Vereinigungen, gegen die ein Einschreiten der bewaffneten Macht erforderlich schien oder vor deren Einflüssen die Truppe abgeschirmt werden sollte. Außerdem erhalten ist ein geringer Rest von Akten der Militäruntersuchungsstelle des Ersten Weltkriegs für Verletzungen des Kriegsrechts sowie einige wenige Akten der Geheimen Kriegskanzlei.
Zudem sind Amtsdruckschriften überliefert, die mit der Überführung der Akten aus dem ehemaligen Militärarchiv der DDR 1994 in das Bundesarchiv gelangt sind.
Erschließungszustand: Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Die Akten des Kriegsministeriums sind zusammen mit dem Schriftgut der ehemaligen Preußischen Armee durch Kriegseinwirkung 1945 im Heeresarchiv in Potsdam bis auf wenige erhaltene Aktenreste verbrannt. 1994 kamen zu den im Militärarchiv Freiburg überlieferten Restakten noch einige Unterlagen hinzu, die sich ursprünglich im Militärarchiv der ehemaligen DDR befanden.
Umfang, Erläuterung: Bestand ohne Zuwachs
30,1 lfm
801 AE
Zitierweise: BArch PH 2/...
Bestandsbeschreibung: Das 1809 von Scharnhorst als oberste Zentralbehörde der preußischen Armee geschaffene Kriegsministerium wurde ab 1867 auch für die Kontingente des Norddeutschen Bundes, nach 1871 auch für die Truppen im Südteil Hessens und in Baden zuständig. Der preußische Kriegsminister vertrat im Reichstag die Heeresverwaltung, insbesondere in Etatfragen. Seit den achtziger Jahren für die Militärverwaltung im weiteren Sinne verantwortlich, erließ das Kriegsministerium in Zusammenarbeit mit dem Generalstab, den Waffeninspektionen und Prüfungskommissionen Anordnungen über Organisation, Ausrüstung, Bewaffnung und Unterhalt des Heeres und legte die Ausbildungsgrundsätze für Mannschaften und Unteroffiziere fest. Unter Mitwirkung des Generalstabes und der zivilen Behörden hatte der Kriegsminister jährlich den Mobilmachungsplan aufzustellen. Im Laufe des Ersten Weltkriegs trat die Bedeutung des Kriegsministeriums hinter der Führungsinstitution des Generalstabes des Feldheeres zurück. Erhebliches Gewicht gewann allerdings seit November 1916 das ihm unterstellte Kriegsamt, in dem die kriegswirtschaftlichen Abteilungen des Kriegsministeriums, vor allem die Rohstoff- und Ersatzabteilung, zusammengefasst wurden. Ihm nachgeordnet waren das Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt (Wumba) sowie Kriegsamtsstellen in den Bezirken der (Stellvertretenden) Generalkommandos.
Inhaltliche Charakterisierung: Erhalten sind Einzelstücke von Erlassen und Befehlen, vereinzelter Schriftwechsel mit anderen Militär- bzw. Kommando- oder Zivilbehörden. Außerdem sind vereinzelte Akten zur Kriegsführung (wie Truppenführung, Mobil- und Demobilmachungssachen, Waffen und Munition), zur Armeeverwaltung (Versorgungs- und Fürsorgewesen, Verpflegung und Unterkünfte), zur Kriegswirtschaft (Kriegsamt und Kriegsamtsstellen), zum Sanitätswesen sowie zum Kriegsgefangenenwesen überliefert. Darüber hinaus zu erwähnen sind Bände über politische Vereinigungen, gegen die ein Einschreiten der bewaffneten Macht erforderlich schien oder vor deren Einflüssen die Truppe abgeschirmt werden sollte. Außerdem erhalten ist ein geringer Rest von Akten der Militäruntersuchungsstelle des Ersten Weltkriegs für Verletzungen des Kriegsrechts sowie einige wenige Akten der Geheimen Kriegskanzlei.
Zudem sind Amtsdruckschriften überliefert, die mit der Überführung der Akten aus dem ehemaligen Militärarchiv der DDR 1994 in das Bundesarchiv gelangt sind.
Erschließungszustand: Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Die Akten des Kriegsministeriums sind zusammen mit dem Schriftgut der ehemaligen Preußischen Armee durch Kriegseinwirkung 1945 im Heeresarchiv in Potsdam bis auf wenige erhaltene Aktenreste verbrannt. 1994 kamen zu den im Militärarchiv Freiburg überlieferten Restakten noch einige Unterlagen hinzu, die sich ursprünglich im Militärarchiv der ehemaligen DDR befanden.
Umfang, Erläuterung: Bestand ohne Zuwachs
30,1 lfm
801 AE
Zitierweise: BArch PH 2/...
Kriegsministerium (Kriegsministerium), 1867-1919
2338 Aufbewahrungseinheiten; 30,1 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: PH 3 Großer Generalstab
PH 6 Generalkommandos
PH 7 Stellvertretende Generalkommandos
N 23 Nachlass Scheuch, Heinrich
N 95 Nachlass Goßler, Heinrich von
N 112 Nachlass Bergh, Ernst van den
N 46 Nachlass Wilhelm Groener
Bundesarchiv Berlin, Abteilung Reich:
R 67 Archiv für deutsche Kriegsgefangene des Frankfurter Vereins vom Roten Kreuz und für Kriegsgefangenenforschung
Amtliche Druckschriften: PHD 3 Etatsmäßige Druckvorschriften
PHD 5 Technisch- Etatsmäßige Druckvorschriften
PHD 2 Rang- und Quartierlisten der Preußischen Armee
PHD 6 Kriegsministerium
Literatur: Angress, Werner T.: Das deutsche Militär und die Juden im Ersten Weltkrieg [Dokumentation], Militärgeschichtliche Mitteilungen 19, 1976
Davis, Gerald H.: Deutsche Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg in Russland, Militärgeschichtliche Mitteilungen 31, 1982
Meinecke, Friedrich: Boyen und Roon. Zwei preußische Kriegsminister, Historische Zeitschrift 77, 1896
Meisner, Heinrich Otto: Der Kriegsminister 1814-1914. Ein Beitrag zur militärischen Verfassungsgeschichte. Berlin 1940.
Gliederung des preußischen Kriegsministeriums nach dem Stande zu Kriegsbeginn, vom Frühjahr 1916 und vom Sommer 1918 . In: Dieckmann, W : Die Behördenorganisation in der deutschen Kriegswirtschaft 1914-1918. Hamburg 1937.
Cron, Hermann: Geschichte des deutschen Heeres im Weltkrieg. Berlin 1937.
Handbuch zur deutschen Militärgeschichte. Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Frankfurt/M. 1968.
Wurzer, Georg: Die Kriegsgefangenen der Mittelmächte in Rußland im Ersten Weltkrieg. Tübingen 2000.
Oltmer, Jochen (Hg.): Kriegsgefangene im Europa des Ersten Weltkrieges (Krieg in der Geschichte, Bd. 24). Paderborn 2006.
Jones, Heather: Violence against prisoners of war in the First World War: Britain, France and Germany 1914 - 1920. Cambridge 2011.
Mehlan, Arno: Das deutsch-bulgarische Weltkriegsbündnis, Historische Vierteljahresschrift 30, 1935
Ullrich, Anna: "Nun sind wir gezeichnet". Jüdische Soldaten und die "Judenzählung" im Ersten Weltkrieg. In: Heikaus, Ulrike/Julia B. Köhne (Hg.): Krieg! 1914-1918. Juden zwischen den Fronten. Jüdisches Museum München 2014, S. 215-238.
PH 6 Generalkommandos
PH 7 Stellvertretende Generalkommandos
N 23 Nachlass Scheuch, Heinrich
N 95 Nachlass Goßler, Heinrich von
N 112 Nachlass Bergh, Ernst van den
N 46 Nachlass Wilhelm Groener
Bundesarchiv Berlin, Abteilung Reich:
R 67 Archiv für deutsche Kriegsgefangene des Frankfurter Vereins vom Roten Kreuz und für Kriegsgefangenenforschung
Amtliche Druckschriften: PHD 3 Etatsmäßige Druckvorschriften
PHD 5 Technisch- Etatsmäßige Druckvorschriften
PHD 2 Rang- und Quartierlisten der Preußischen Armee
PHD 6 Kriegsministerium
Literatur: Angress, Werner T.: Das deutsche Militär und die Juden im Ersten Weltkrieg [Dokumentation], Militärgeschichtliche Mitteilungen 19, 1976
Davis, Gerald H.: Deutsche Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg in Russland, Militärgeschichtliche Mitteilungen 31, 1982
Meinecke, Friedrich: Boyen und Roon. Zwei preußische Kriegsminister, Historische Zeitschrift 77, 1896
Meisner, Heinrich Otto: Der Kriegsminister 1814-1914. Ein Beitrag zur militärischen Verfassungsgeschichte. Berlin 1940.
Gliederung des preußischen Kriegsministeriums nach dem Stande zu Kriegsbeginn, vom Frühjahr 1916 und vom Sommer 1918 . In: Dieckmann, W : Die Behördenorganisation in der deutschen Kriegswirtschaft 1914-1918. Hamburg 1937.
Cron, Hermann: Geschichte des deutschen Heeres im Weltkrieg. Berlin 1937.
Handbuch zur deutschen Militärgeschichte. Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Frankfurt/M. 1968.
Wurzer, Georg: Die Kriegsgefangenen der Mittelmächte in Rußland im Ersten Weltkrieg. Tübingen 2000.
Oltmer, Jochen (Hg.): Kriegsgefangene im Europa des Ersten Weltkrieges (Krieg in der Geschichte, Bd. 24). Paderborn 2006.
Jones, Heather: Violence against prisoners of war in the First World War: Britain, France and Germany 1914 - 1920. Cambridge 2011.
Mehlan, Arno: Das deutsch-bulgarische Weltkriegsbündnis, Historische Vierteljahresschrift 30, 1935
Ullrich, Anna: "Nun sind wir gezeichnet". Jüdische Soldaten und die "Judenzählung" im Ersten Weltkrieg. In: Heikaus, Ulrike/Julia B. Köhne (Hg.): Krieg! 1914-1918. Juden zwischen den Fronten. Jüdisches Museum München 2014, S. 215-238.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST