Causae Discussionum (Zwangsversteigerungen) (Bestand)
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Stadtarchiv Münster (Archivtektonik) >> Archive der Stadt Münster >> Archive der fürstbischöflichen Zeit >> Gerichtsarchiv
Laufzeit: 1512-1775, überwiegend aus dem 17. Jahrhundert Inhalt: Die Beteiligung von Bürgermeistern und Rat der Stadt bei Diskussionssachen und damit in Verbindung stehenden Bürgschaften ist in Kapitel 5 der Polizeiordnung von 1740 dargelegt. Die teilweise mehrbändigen Gerichtsakten enthalten Material über die münsterischen Konkurse und Zwangsversteigerungen (Discussiones) zur Befriedigung der Gläubiger (Creditoren). Vielfach sind Gläubigerlisten, Nachlaßinventare und Urkunden über Haus- und Grundbesitz beziehungsweise Rentverschreibungen beigefügt, weshalb sie manche Hinweise zur städtischen Besitz- und Wirtschaftsgeschichte geben können. Ihre Masse stammt aus dem 17. und frühen 18. Jahrhundert. Umfang: 461 Einheiten, circa 60 unverzeichnete Einheiten (94 Kartons), Findbuch Causae discussionum (2 Bände) (handschriftliche Verzeichnisse, erstellt von Josef Ketteler); Personenverzeichnis; Namenkartei "Gerichtsarchiv", Zitierung: StdAMs, Gerichtsarchiv, Causae discussionum
Vorwort: Die teilweise mehrbändigen Gerichtsakten enthalten Material über die münsterischen Konkurse und Zwangsversteigerungen (Discussiones) zur Befriedigung der Gläubiger (Creditoren). Vielfach sind Gläubigerlisten, Nachlassinventare und Urkunden über Haus- und Grundbesitz beziehungsweise Rentverschreibungen beigefügt. Die Akten betreffen überwiegend das 17. und frühe 18. Jahrhundert.
Der zeitgenössische Zugriff erfolgte über die sog. Judicial-Protokolle, i.d.R. jährlich geführte Registerbände in denen die Causae Discussionum und die Causae Judicialia über ein vorgeschaltetes alphabetisches Verzeichnis und im Hauptteil chronologisch geführte Regesten erschlossen werden. Die Judicial-Protokolle sind im Bestand "Acta Judicialia" verzeichnet.
Die Erstverzeichnung des Bestandes Causae Discussionum durch Josef Ketteler erfolgte in den 1920er Jahren ohne eine vorhergehende Ordnung und Zusammenlegung von Teilkonvoluten mehrgliedriger Verfahrensakten. Stattdessen findet man häufige Querverweise, mit denen auf die Anschluss- bzw. Vorgängeraktenbände verwiesen wird. Aus Rücksicht auf die bereits erfolgte Benutzung und Zitierung wurde im Zuge der in den 2000er Jahren erfolgten magazintechnischen Bearbeitung des Bestandes keine Neuordnung vorgenommen. Selbst unter einer Nummer zusammengelegte Verfügungen bzw. Urkunden aus unterschiedlichen Discussionsverfahren wie unter Nr. 160 und 161 wurden nicht getrennt.
Für die Benutzung des Bestandes ist es deshalb wichtig, dass - sofern Querverweise angegeben werden - stets sämtliche Teilkonvolute einzusehen sind, um die archivische Überlieferung eines jeweiligen Verfahrens in ihrer Gesamtheit überblicken zu können.
Viele der von Ketteler angelegten Regesten schließen im analogen Findbuch mit Namenslisten: "Erwähnt werden…", ohne dass diese Namen in einen inhaltlichen Zusammenhang gebracht werden. Bei der Befüllung der Datenbank hat Bernd Linnemeier auf das Erfassen dieser Namenslisten verzichtet.
Im Bedarfsfall kann das einschlägige analoge Personenverzeichnis und die Namenkartei "Gerichtsarchiv" herangezogen werden kann.
Linnemeier hat orthografische Ungenauigkeiten, Fehler und Missverständnisse sowie veraltete Redewendungen Kettelers verbessert, um die Verständlichkeit der Regesten dauerhaft zu gewährleisten. Eine Korrektur fehlerhafter "Übertragungen" Kettelers aus dem Mittelniederdeutsch des 16. Jahrhunderts, wie sie sich u.a. in manche Urkundendatierung eingeschlichen haben dürften, sind nicht erfolgt.
Bei den selten im Original, häufiger dagegen in Abschrift beiliegenden Urkunden, die hier nur nach Ausstellungsdatum und Titel erfasst werden konnten, handelt es sich überwiegend um Rentverschreibungen, d.h. auf Immobilien ausgestellte Kreditbriefe.
Die Nummern 60, 116, 137, 152, 257 fehlen bzw. sind unbelegt, die Nr. 281 wurde zusammengelegt mit Nr. 274 und Nr. 401 wurde mit Nr. 398 zusammengelegt.
Nr. 255 fehlt, war aber zum Zeitpunkt der Verzeichnung noch vorhanden; es wurde ein Aktentitel angegeben.
P. Worm, 2020
Vorwort: Die teilweise mehrbändigen Gerichtsakten enthalten Material über die münsterischen Konkurse und Zwangsversteigerungen (Discussiones) zur Befriedigung der Gläubiger (Creditoren). Vielfach sind Gläubigerlisten, Nachlassinventare und Urkunden über Haus- und Grundbesitz beziehungsweise Rentverschreibungen beigefügt. Die Akten betreffen überwiegend das 17. und frühe 18. Jahrhundert.
Der zeitgenössische Zugriff erfolgte über die sog. Judicial-Protokolle, i.d.R. jährlich geführte Registerbände in denen die Causae Discussionum und die Causae Judicialia über ein vorgeschaltetes alphabetisches Verzeichnis und im Hauptteil chronologisch geführte Regesten erschlossen werden. Die Judicial-Protokolle sind im Bestand "Acta Judicialia" verzeichnet.
Die Erstverzeichnung des Bestandes Causae Discussionum durch Josef Ketteler erfolgte in den 1920er Jahren ohne eine vorhergehende Ordnung und Zusammenlegung von Teilkonvoluten mehrgliedriger Verfahrensakten. Stattdessen findet man häufige Querverweise, mit denen auf die Anschluss- bzw. Vorgängeraktenbände verwiesen wird. Aus Rücksicht auf die bereits erfolgte Benutzung und Zitierung wurde im Zuge der in den 2000er Jahren erfolgten magazintechnischen Bearbeitung des Bestandes keine Neuordnung vorgenommen. Selbst unter einer Nummer zusammengelegte Verfügungen bzw. Urkunden aus unterschiedlichen Discussionsverfahren wie unter Nr. 160 und 161 wurden nicht getrennt.
Für die Benutzung des Bestandes ist es deshalb wichtig, dass - sofern Querverweise angegeben werden - stets sämtliche Teilkonvolute einzusehen sind, um die archivische Überlieferung eines jeweiligen Verfahrens in ihrer Gesamtheit überblicken zu können.
Viele der von Ketteler angelegten Regesten schließen im analogen Findbuch mit Namenslisten: "Erwähnt werden…", ohne dass diese Namen in einen inhaltlichen Zusammenhang gebracht werden. Bei der Befüllung der Datenbank hat Bernd Linnemeier auf das Erfassen dieser Namenslisten verzichtet.
Im Bedarfsfall kann das einschlägige analoge Personenverzeichnis und die Namenkartei "Gerichtsarchiv" herangezogen werden kann.
Linnemeier hat orthografische Ungenauigkeiten, Fehler und Missverständnisse sowie veraltete Redewendungen Kettelers verbessert, um die Verständlichkeit der Regesten dauerhaft zu gewährleisten. Eine Korrektur fehlerhafter "Übertragungen" Kettelers aus dem Mittelniederdeutsch des 16. Jahrhunderts, wie sie sich u.a. in manche Urkundendatierung eingeschlichen haben dürften, sind nicht erfolgt.
Bei den selten im Original, häufiger dagegen in Abschrift beiliegenden Urkunden, die hier nur nach Ausstellungsdatum und Titel erfasst werden konnten, handelt es sich überwiegend um Rentverschreibungen, d.h. auf Immobilien ausgestellte Kreditbriefe.
Die Nummern 60, 116, 137, 152, 257 fehlen bzw. sind unbelegt, die Nr. 281 wurde zusammengelegt mit Nr. 274 und Nr. 401 wurde mit Nr. 398 zusammengelegt.
Nr. 255 fehlt, war aber zum Zeitpunkt der Verzeichnung noch vorhanden; es wurde ein Aktentitel angegeben.
P. Worm, 2020
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET