Wolfenbütteler Abgaben betr. hannoversche Territorien (Bestand)
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NLA HA, Cal. Br. 36
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.1 Fürstentum Calenberg >> 1.1.2 Akten >> 1.1.2.4 Innere Angelegenheiten >> 1.1.2.4.1 Allgemeines
1506-1633 (1635-1730)
Enthält: Lange Zeit in Wolfenbüttel gelagerte Akten zu Calenberger Betreffen aus unterschiedlichem Provenienz- und Sachzusammenhang, von der fürstlichen Sphäre (Herzogin Elisabeth um 1540) bis zu Ämterakten aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Darunter einzelne wertvolle Stücke, z.B. Rechnungen aus ansonsten verbrannten Amtsbeständen, ein bisher unbekanntes Inventar des Klosters Wunstorf (Nr. 248) und eine schöne Handskizze der Orte Wulften und Lindau (in Nr. 306). Gliederungspunkt 7: zahlreiche chaotisch zusammengesetzte Konvolute, oft einzelne Schreiben ohne jeden Aktenzusammenhang, jetzt zumeist nur chronologisch geordnet (Stand 2019).
Bestandsgeschichte: Der kleine Bestand enthält Akten, die zwischen 1950 und 1969 in ungeordnetem Zustand vom Staatsarchiv Wolfenbüttel nach Hannover abgegeben wurden.
Der Ursprungsbestand ist hauptsächlich NLA Wolfenbüttel 2 Alt (Kanzlei, Geheimer Rat). Die Wolfenbütteler Kanzlei hat nach dem Aussterben der Calenberger Welfen 1584 viel Schriftgut aus diesem Landesteil erhalten. Als wiederum die Linie Wolfenbüttel ausstarb, wurden die Kanzleiräume 1635 versiegelt, und in den Folgejahrzehnten wurde ein Großteil der Akten mit Calenberger Betreffen tonnenweise nach Hannover geschafft, der noch ungeordnete Rest 1691 durch Los aufgeteilt. Die nach Hannover gelangten Akten finden sich heute, soweit sie nicht in andere Bestände gelangt sind, in dem großen Mischbestand Cal. Br. 21. Vor allem hierzu bildet Cal. Br. 36 also einen späten Nachtrag. Es sind aber auch im Wolfenbütteler Bestand 2 Alt hannoversche Betreffe verblieben, siehe bes. den Gliederungspunkt 5.2.4 Hildesheimische, calenberg-göttingische und grubenhagische Ämter (vor 1634): Nr. 5034 bis 5148, aber auch 9.7 Zivilsachen, 9.8 Strafsachen usf.
Findmittel: EDV-Findbuch
Bearbeiter: Dr. Nicolas Rügge (2018/19)
Bestandsgeschichte: Der kleine Bestand enthält Akten, die zwischen 1950 und 1969 in ungeordnetem Zustand vom Staatsarchiv Wolfenbüttel nach Hannover abgegeben wurden.
Der Ursprungsbestand ist hauptsächlich NLA Wolfenbüttel 2 Alt (Kanzlei, Geheimer Rat). Die Wolfenbütteler Kanzlei hat nach dem Aussterben der Calenberger Welfen 1584 viel Schriftgut aus diesem Landesteil erhalten. Als wiederum die Linie Wolfenbüttel ausstarb, wurden die Kanzleiräume 1635 versiegelt, und in den Folgejahrzehnten wurde ein Großteil der Akten mit Calenberger Betreffen tonnenweise nach Hannover geschafft, der noch ungeordnete Rest 1691 durch Los aufgeteilt. Die nach Hannover gelangten Akten finden sich heute, soweit sie nicht in andere Bestände gelangt sind, in dem großen Mischbestand Cal. Br. 21. Vor allem hierzu bildet Cal. Br. 36 also einen späten Nachtrag. Es sind aber auch im Wolfenbütteler Bestand 2 Alt hannoversche Betreffe verblieben, siehe bes. den Gliederungspunkt 5.2.4 Hildesheimische, calenberg-göttingische und grubenhagische Ämter (vor 1634): Nr. 5034 bis 5148, aber auch 9.7 Zivilsachen, 9.8 Strafsachen usf.
Findmittel: EDV-Findbuch
Bearbeiter: Dr. Nicolas Rügge (2018/19)
6,0
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ