Staatsarchiv Marburg (und Vorgängerarchive): Haus- und Staatsarchiv Kassel (Bestand)
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156 c
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Akten ab 1867 >> Fachverwaltungen und fachliche Einrichtungen >> Bildung und Kultur >> Kultureinrichtungen >> Staatsarchiv Marburg (und Vorgängerarchive)
(18. Jh.) 1821-1867 (-1871)
Enthält: Der Bestand beinhaltet neben der allgemeinen Verwaltung des Archivs vor allem Unterlagen über den Archivalienerwerb sowie Akten über behördliche und private Archivbenutzung.
Bestandsgeschichte: Der Bestand umfasst außer einigen noch in das 18. Jahrhundert zurückreichenden Vorakten des Hofarchivs (Best. 156a), die in die Registratur des Haus- und Staatsarchivs übergegangen sind, im Wesentlichen die Jahre zwischen 1821 und 1867. Im Jahr 1947 erfolgte eine Ordnung und Verzeichnung des Bestandes durch Dr. Dülfer. Die Rechnungen wurden hierbei zu Bestand Rechnungen II Kassel, die alten Repertorien und Verzeichnisse zu Bestand R Alte Repertorien genommen.
Im Jahr 2006 wurde der Bestand endgültig verzeichnet. Gleichzeitig wurde eine Bestandsbereinigung zwischen den Beständen 156a, 156b und 156c durchgeführt. Die alten Signaturen wurden mit aufgenommen; die neuen Signaturen im alten Verzeichnis nachgetragen.
Geschichte des Bestandsbildners: An Stelle des Hofarchivs sah das Organisationsedikt vom 29. Juni 1821 die Bildung eines allgemeinen Landesarchivs vor, das dem Ministerium des Innern unterstellt wurde. Um 1823 wurde die Bezeichnung 'Hof-, Staats- und Landesarchiv' in 'Haus- und Staatsarchiv' geändert. Wie früher das Hofarchiv, so blieb auch das Haus- und Staatsarchiv zunächst ein reines Urkundenarchiv, das in seinen älteren Beständen auf die eigentlichen hessischen Gebiete beschränkt war, während die Urkunden der einzelnen Landesteile in den Archiven zu Fulda, Hanau etc. verwahrt blieben. Die Masse der Akten dagegen, soweit sie nicht noch bei den Behörden lagerte, wurde von den Regierungen verwaltet; vor allem waren die Akten der Zentralbehörden an das Regierungsarchiv zu Kassel (vgl. Best. 156b) zur Ablieferung gelangt. Die erste Durchbrechung dieses Prinzips und damit der erste Schritt auf dem Weg zu den Zielen des Organisationsedikts war die Übernahme von Akten aus der Registratur der Geheimen Kriegskanzlei zu Ende der 1820er Jahre. Als wesentliche Erwerbungen des Archivs folgten in den 1830er und 1840er Jahren die Bestände des Archivs der Marburger Regierung und des Deutschen Ordens sowie eines Teils von älteren Akten der Regierung Kassel. So wurde der Anfang zu einer Konzentration der Archivalien in Hessen gemacht, die im Jahr 1853 durch die Vereinigung des Regierungsarchivs mit dem Haus- und Staatsarchiv und 1855 durch die Beendigung der Auseinandersetzungen zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt über das Ziegenhainer Samtarchiv und die Verlagerung der restlichen Bestände des Samtarchivs von Ziegenhain nach Kassel einen vorläufigen Abschluß fand. Außerhalb des Haus- und Staatsarchivs blieben somit nicht nur die sogenannten Provinzialarchive und die Masse der Behördenregistraturen sondern vor allem auch das Kammerarchiv, das die Akten der Finanzverwaltung seit dem 16. Jahrhundert enthielt. Die Zusammenlegung aller dieser Archive erfolgte erst nach dem Ende des Kurhessischen Staates, als das Haus- und Staatsarchiv im Jahr 1867 zum Staatsarchiv Kassel umgestaltet wurde. [vgl. Einleitung im alten Findbuch zu Best. 156c von K. Dülfer, 1947]
Findmittel: HADIS-Datenbank
Bearbeiter: Br, 2006
Bestandsgeschichte: Der Bestand umfasst außer einigen noch in das 18. Jahrhundert zurückreichenden Vorakten des Hofarchivs (Best. 156a), die in die Registratur des Haus- und Staatsarchivs übergegangen sind, im Wesentlichen die Jahre zwischen 1821 und 1867. Im Jahr 1947 erfolgte eine Ordnung und Verzeichnung des Bestandes durch Dr. Dülfer. Die Rechnungen wurden hierbei zu Bestand Rechnungen II Kassel, die alten Repertorien und Verzeichnisse zu Bestand R Alte Repertorien genommen.
Im Jahr 2006 wurde der Bestand endgültig verzeichnet. Gleichzeitig wurde eine Bestandsbereinigung zwischen den Beständen 156a, 156b und 156c durchgeführt. Die alten Signaturen wurden mit aufgenommen; die neuen Signaturen im alten Verzeichnis nachgetragen.
Geschichte des Bestandsbildners: An Stelle des Hofarchivs sah das Organisationsedikt vom 29. Juni 1821 die Bildung eines allgemeinen Landesarchivs vor, das dem Ministerium des Innern unterstellt wurde. Um 1823 wurde die Bezeichnung 'Hof-, Staats- und Landesarchiv' in 'Haus- und Staatsarchiv' geändert. Wie früher das Hofarchiv, so blieb auch das Haus- und Staatsarchiv zunächst ein reines Urkundenarchiv, das in seinen älteren Beständen auf die eigentlichen hessischen Gebiete beschränkt war, während die Urkunden der einzelnen Landesteile in den Archiven zu Fulda, Hanau etc. verwahrt blieben. Die Masse der Akten dagegen, soweit sie nicht noch bei den Behörden lagerte, wurde von den Regierungen verwaltet; vor allem waren die Akten der Zentralbehörden an das Regierungsarchiv zu Kassel (vgl. Best. 156b) zur Ablieferung gelangt. Die erste Durchbrechung dieses Prinzips und damit der erste Schritt auf dem Weg zu den Zielen des Organisationsedikts war die Übernahme von Akten aus der Registratur der Geheimen Kriegskanzlei zu Ende der 1820er Jahre. Als wesentliche Erwerbungen des Archivs folgten in den 1830er und 1840er Jahren die Bestände des Archivs der Marburger Regierung und des Deutschen Ordens sowie eines Teils von älteren Akten der Regierung Kassel. So wurde der Anfang zu einer Konzentration der Archivalien in Hessen gemacht, die im Jahr 1853 durch die Vereinigung des Regierungsarchivs mit dem Haus- und Staatsarchiv und 1855 durch die Beendigung der Auseinandersetzungen zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt über das Ziegenhainer Samtarchiv und die Verlagerung der restlichen Bestände des Samtarchivs von Ziegenhain nach Kassel einen vorläufigen Abschluß fand. Außerhalb des Haus- und Staatsarchivs blieben somit nicht nur die sogenannten Provinzialarchive und die Masse der Behördenregistraturen sondern vor allem auch das Kammerarchiv, das die Akten der Finanzverwaltung seit dem 16. Jahrhundert enthielt. Die Zusammenlegung aller dieser Archive erfolgte erst nach dem Ende des Kurhessischen Staates, als das Haus- und Staatsarchiv im Jahr 1867 zum Staatsarchiv Kassel umgestaltet wurde. [vgl. Einleitung im alten Findbuch zu Best. 156c von K. Dülfer, 1947]
Findmittel: HADIS-Datenbank
Bearbeiter: Br, 2006
1,4 MM
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Best. 156a Hofarchiv Kassel
Korrespondierende Archivalien: Best. 156e Staatsarchiv Marburg
Korrespondierende Archivalien: Kartei zur Archivgeschichte von Hessen-Kassel (Best. M 73, Nr. 47)
Korrespondierende Archivalien: Best. 156b Regierungsarchiv Kassel
Korrespondierende Archivalien: Best. Rechnungen II Kassel
Korrespondierende Archivalien: Best. R Alte Repertorien
Korrespondierende Archivalien: Kartei hessischer Beamter des 16.-19. Jahrhunderts ['Beamtenkartei'] (Best. M 73)
Literatur: Einleitung des Findbuchs zu Best. 156 c Haus- und Staatsarchiv Kassel
Literatur: Dülfer, Kurt: Zur Geschichte des Hofarchivs in Kassel, des späteren Haus- und Staatsarchivs, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, Band 65/66, Kassel 1954/55
Literatur: Ders.: Gesamt-Übersicht über die Bestände des Staatsarchivs Marburg, Marburg 1949-1952
Literatur: Ders.: Ordnung und Verzeichnung von Pertinenzen und Provenienzen im Staatsarchiv Marburg, in: Der Archivar. Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen. 16. Jahrgang, Düsseldorf 1963
Korrespondierende Archivalien: Best. 156e Staatsarchiv Marburg
Korrespondierende Archivalien: Kartei zur Archivgeschichte von Hessen-Kassel (Best. M 73, Nr. 47)
Korrespondierende Archivalien: Best. 156b Regierungsarchiv Kassel
Korrespondierende Archivalien: Best. Rechnungen II Kassel
Korrespondierende Archivalien: Best. R Alte Repertorien
Korrespondierende Archivalien: Kartei hessischer Beamter des 16.-19. Jahrhunderts ['Beamtenkartei'] (Best. M 73)
Literatur: Einleitung des Findbuchs zu Best. 156 c Haus- und Staatsarchiv Kassel
Literatur: Dülfer, Kurt: Zur Geschichte des Hofarchivs in Kassel, des späteren Haus- und Staatsarchivs, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, Band 65/66, Kassel 1954/55
Literatur: Ders.: Gesamt-Übersicht über die Bestände des Staatsarchivs Marburg, Marburg 1949-1952
Literatur: Ders.: Ordnung und Verzeichnung von Pertinenzen und Provenienzen im Staatsarchiv Marburg, in: Der Archivar. Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen. 16. Jahrgang, Düsseldorf 1963
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 08:12 MESZ