Hans Trub von Stetten beurkundet, daß er, von Jahr zu Jahr mit einem Gut des Klosters Salmansweiler daselbst beliehen, da er entgegen den Lehensbedingungen das darein gehörige Holz (Zimmer- Brenn- und Zeitholz) habe schlagen und verkaufen lassen, dieses Lehengut verwirkt habe und nach mehrmaligem fruchtlosen Ermahnen auf Geheiß des Abtes von den weltlichen Klosteramtleuten gefangen genommen und kraft ihres Schirm- und Burgrechtes in den Turm der Stadt Biberach verbracht worden ist. Gegen sein Verdienst sei er auf Bitten von Freunden, insbesondere seines Schwestermannes, des Bürgermeisters von Ehingen, straflos daraus wieder entlassen worden. Vor dem weltlichen Klosteramtmann Stoffel Trutmann schwört er Urphede, insbesondere gegenüber der Stadt Biberach und verspricht künftig unter Strafe von 1 Pfund h wöchentlich nur noch Dienstags in Ehingen nach Besuch des Wochenmarktes, am Samstag nach dem Besuch des Bades und höchstens noch am Freitag im Wirtshaus eine Zeche zu machen; das Holz in seinem Gut darf er nur noch zu seiner "Notdurft" verwenden
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Hans Trub von Stetten beurkundet, daß er, von Jahr zu Jahr mit einem Gut des Klosters Salmansweiler daselbst beliehen, da er entgegen den Lehensbedingungen das darein gehörige Holz (Zimmer- Brenn- und Zeitholz) habe schlagen und verkaufen lassen, dieses Lehengut verwirkt habe und nach mehrmaligem fruchtlosen Ermahnen auf Geheiß des Abtes von den weltlichen Klosteramtleuten gefangen genommen und kraft ihres Schirm- und Burgrechtes in den Turm der Stadt Biberach verbracht worden ist. Gegen sein Verdienst sei er auf Bitten von Freunden, insbesondere seines Schwestermannes, des Bürgermeisters von Ehingen, straflos daraus wieder entlassen worden. Vor dem weltlichen Klosteramtmann Stoffel Trutmann schwört er Urphede, insbesondere gegenüber der Stadt Biberach und verspricht künftig unter Strafe von 1 Pfund h wöchentlich nur noch Dienstags in Ehingen nach Besuch des Wochenmarktes, am Samstag nach dem Besuch des Bades und höchstens noch am Freitag im Wirtshaus eine Zeche zu machen; das Holz in seinem Gut darf er nur noch zu seiner "Notdurft" verwenden
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/11 T 1 Nr. 39
Alter Lagerort: Rep. V, L. 50 F. R. Nr. 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/11 T 1 Ehingen: Urkunden
Ehingen: Urkunden >> 1. Urkunden
1526 Oktober 30 (Die. n. Simon u. Judas)
Urkunden
Siegler: Wolfgang Bebel, Doktor der Arznei, wohnhaft zu Biberach; Hainrich von Eschendorff, wohnhaft zu Biberach
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel beide ab
Vermerke: Rückvermerk: Hansen Truben von Stetten Urfethbrieff von wegen sins Holtz etc.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel beide ab
Vermerke: Rückvermerk: Hansen Truben von Stetten Urfethbrieff von wegen sins Holtz etc.
Bebel, Wolfgang Dr.; Biberach
Eschendorf, Hainrich von; Biberach
Trüb, Hans; Stetten
Trutmann, Stoffel; Klosteramtmann
Biberach an der Riß BC
Ehingen (Donau) UL
Stetten: Kirchen, Ehingen (Donau) UL
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 1:44 PM CEST