A Rep. 342 Amtsgericht Charlottenburg (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
A Rep. 342
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 5 Justizverwaltung >> A 5.1 Gerichte und Staatsanwaltschaften
1733 - 1937
Vorwort: A Rep. 342 Amtsgericht Charlottenburg
1. Behördengeschichte
Das Amtsgericht Charlottenburg ging 1879 aus der Kreisgerichtsdeputation Charlottenburg des Kreisgerichts Berlin hervor. Der Aufschwung, den die Stadtgemeinde Charlottenburg Ende des 19. Jahrhunderts nahm, wirkte sich auch auf den Zuwachs des gerichtlichen Geschäftsverkehrs aus: Von 1895 bis 1898 entstand ein neues Dienstgebäude für die Zivilabteilungen des Amtsgerichts am heutigen Amtsgerichtsplatz in Charlottenburg. Die vier Strafabteilungen waren in der Kantstraße 79 untergebracht. Der Amtsgerichtsbezirk umfasste neben dem Stadtkreis Charlottenburg den größten Teil des Amtsbezirks Spandauer Forst sowie die Amtsbezirke Grunewald und Spandauer Berg. Das Amtsgericht unterstand von 1879 bis 1906 der Aufsicht des Landgerichts Berlin II, von 1906 bis 1933 unter der des Landgerichts Berlin III. 1933 führte die Dienstaufsicht das Landgericht Berlin.
2. Bestandsgeschichte
Der Großteil der Generalakten wurde durch Kriegseinwirkung vernichtet. Splitter befinden sich noch im Amtsgericht Charlottenburg. Im Landesarchiv Berlin sind hauptsächlich Akten der freiwilligen Gerichtsbarkeit überliefert, die seit Ende der fünfziger Jahre in mehreren Abgaben in das Landesarchiv gelangten. Dort wurden sie zum alten Bestand Rep. 42 Amtsgericht Charlottenburg genommen.
Im Zuge der Umstellung auf eine neue Tektonik wurden alle Akten vor 1945 zum neuen Bestand A Rep. 342 zusammengefasst. Die Akten der Schöffengerichtsabteilungen befinden sich im Bestand A Rep. 341-02.
Im Sommer 2001 kamen im Rahmen eines Beständeaustausches mit dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv noch verschiedene Genossenschaftsregister zu dem Bestand.
Der Bestand enthält: Notare; Kirchenaustritte; Konkurse; Schutzaufsichten; Fürsorgeerziehung; Entmündigungen; Nachlasssachen; Testamente; Todeserklärungen; Schiedsmannssachen; Handelsregisterakten; Grundakten; Genossenschaftsregister und Generalakten.
Die zeitweise im Landesarchiv Berlin überlieferten Nachlaßakten des Jahrganges 1930 sowie Grundakten von Charlottenburg, Schmargendorf und Wilmersdorf wurden 1974 bzw. 2013/14 in den Geschäftsbereich der Justiz zurückgeführt.
Der Bestand umfasst 26573 Akteneinheiten bzw. 240,9 lfm. Seine Laufzeit reicht von 1861 bis 1946.
Erschlossen: 18961 [AE] 240,3 [lfm]
3. Korrespondierende Bestände
LAB A Rep. 339 Landgericht Berlin
LAB A Rep. 341-02 Amtsgericht Charlottenburg - Schöffengerichte
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Aus dem Berliner Rechtsleben. Festgabe zum XXVI. Deutschen Juristentage, Berlin 1902.
Rüdiger Warnstätt, Stätten der Justiz. 10 Kapitel über die Justiz und ihre Bauten in Berlin, Berlin 1977 (= Berliner Forum 10/77).
Berlin, im Dezember 2022 Michael Albrecht
1. Behördengeschichte
Das Amtsgericht Charlottenburg ging 1879 aus der Kreisgerichtsdeputation Charlottenburg des Kreisgerichts Berlin hervor. Der Aufschwung, den die Stadtgemeinde Charlottenburg Ende des 19. Jahrhunderts nahm, wirkte sich auch auf den Zuwachs des gerichtlichen Geschäftsverkehrs aus: Von 1895 bis 1898 entstand ein neues Dienstgebäude für die Zivilabteilungen des Amtsgerichts am heutigen Amtsgerichtsplatz in Charlottenburg. Die vier Strafabteilungen waren in der Kantstraße 79 untergebracht. Der Amtsgerichtsbezirk umfasste neben dem Stadtkreis Charlottenburg den größten Teil des Amtsbezirks Spandauer Forst sowie die Amtsbezirke Grunewald und Spandauer Berg. Das Amtsgericht unterstand von 1879 bis 1906 der Aufsicht des Landgerichts Berlin II, von 1906 bis 1933 unter der des Landgerichts Berlin III. 1933 führte die Dienstaufsicht das Landgericht Berlin.
2. Bestandsgeschichte
Der Großteil der Generalakten wurde durch Kriegseinwirkung vernichtet. Splitter befinden sich noch im Amtsgericht Charlottenburg. Im Landesarchiv Berlin sind hauptsächlich Akten der freiwilligen Gerichtsbarkeit überliefert, die seit Ende der fünfziger Jahre in mehreren Abgaben in das Landesarchiv gelangten. Dort wurden sie zum alten Bestand Rep. 42 Amtsgericht Charlottenburg genommen.
Im Zuge der Umstellung auf eine neue Tektonik wurden alle Akten vor 1945 zum neuen Bestand A Rep. 342 zusammengefasst. Die Akten der Schöffengerichtsabteilungen befinden sich im Bestand A Rep. 341-02.
Im Sommer 2001 kamen im Rahmen eines Beständeaustausches mit dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv noch verschiedene Genossenschaftsregister zu dem Bestand.
Der Bestand enthält: Notare; Kirchenaustritte; Konkurse; Schutzaufsichten; Fürsorgeerziehung; Entmündigungen; Nachlasssachen; Testamente; Todeserklärungen; Schiedsmannssachen; Handelsregisterakten; Grundakten; Genossenschaftsregister und Generalakten.
Die zeitweise im Landesarchiv Berlin überlieferten Nachlaßakten des Jahrganges 1930 sowie Grundakten von Charlottenburg, Schmargendorf und Wilmersdorf wurden 1974 bzw. 2013/14 in den Geschäftsbereich der Justiz zurückgeführt.
Der Bestand umfasst 26573 Akteneinheiten bzw. 240,9 lfm. Seine Laufzeit reicht von 1861 bis 1946.
Erschlossen: 18961 [AE] 240,3 [lfm]
3. Korrespondierende Bestände
LAB A Rep. 339 Landgericht Berlin
LAB A Rep. 341-02 Amtsgericht Charlottenburg - Schöffengerichte
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Aus dem Berliner Rechtsleben. Festgabe zum XXVI. Deutschen Juristentage, Berlin 1902.
Rüdiger Warnstätt, Stätten der Justiz. 10 Kapitel über die Justiz und ihre Bauten in Berlin, Berlin 1977 (= Berliner Forum 10/77).
Berlin, im Dezember 2022 Michael Albrecht
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ