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Lagerbücher Amt Bad Cannstatt (Bestand)
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Selekte >> Altwürttembergische Lagerbücher >> Hauptreihen des Kammer- und Kirchenguts >> Weltliche Lagerbücher der Oberämter (gesamt)
(1409) 1473-1779 (1824)
1 Zur Geschichte des Amts Cannstatt: Die Siedlung Cannstatt erhielt 1330 durch Ludwig den Bayern die Stadtrechte, neben dem bereits zu dieser Zeit existierenden Gericht ist ab 1500 ein Rat bezeugt. Die Entwicklung der Stadt wurde durch König Wilhelm besonders gefördert, der sie zu einem bekannten Badeort machte. Dieses Ansehen behielt die Stadt während des gesamten 19. Jahrhunderts. 1905 wurde Cannstatt mit Stuttgart vereinigt, große Teile wurden 1922 zum Stuttgarter Stadtteil Nord umgegliedert, das Amt 1923 aufgelöst. Zum Stadtbezirk von Bad Cannstatt gehörte in den Jahren 1947-1952 auch Hofen.
2 Zur Geschichte und Ordnung des Bestandes: Seit 1422/1423 wurden in Württemberg bei der von der Rentkammer zentral gesteuerten systematischen Aufzeichnung von Besitzungen, Rechten und Einkünften in Lagerbüchern mehrere gleichlautende Reinschriften erstellt: Ein Exemplar verblieb in der Kanzlei der Rentkammer, ein zweites wurde im Archiv hinterlegt, eine dritte Reinschrift erhielt die zuständige Kellerei, die in der Zeit des aktuellen Gebrauchs Nachträge vermerkte. Das heutige Lagerbuchselekt führt verschiedene ältere Reihen zusammen: 1. Die altwürttembergische Reihe "weltliche Lagerbücher" Ursprünglich umfasste diese Reihe die Archivexemplare, die häufig den Außen-vermerk "Archiv" tragen. Im Laufe der Zeit wurden diesem Bestand Konzepte, Mehrfertigungen und Lagerbücher der 1806 neu erworbenen Herrschaften hinzugefügt, sodass ein Mischbestand erwuchs, der 1938 anlässlich der Neugliederung der Bestände durch K.O. Müller die Bestands-bezeichnung H 1 erhielt. 2. "Duplettenreihe" Seit 1908 wurden unter der etwas irreführenden Bezeichnung "Duplettenreihe" Mehrfertigungen, aber auch Konzepte und Abschriften von Lagerbüchern geistlicher und weltlicher alt-württembergischer sowie neuwürttembergischer Herrschaften zusammengeführt. Der Bestand gelangte ins Staatsarchiv Ludwigsburg und erhielt die Signatur H 6. 3. Lagerbuchreihe des Finanzarchivs Im Rahmen der Neuordnung 1806 wurde der überwiegende Teil der altwürttembergischen Lagerbücher aus den Registraturen der Bezirksämter den Kameralämtern übergeben, die - aus-gehend von den aktuellen Verwaltungs-bedürfnissen - umfangreiche Kassationen und Umord-nungen vornahmen. Allmählich gaben die Kameralämter die Lagerbücher an das 1822 einge-rich-tete Finanzarchiv ab. Nach erneuten Kassationen und uneinheitlicher Ord-nung wurden hier für ungefähr die Hälfte der Überlieferung provisorische Verzeichnisse erstellt. Die dabei vergebenen rund 4200 Zahlensignaturen sind mit Blaustift auf der Vorderseite vermerkt. 1924 übernahm das Staatsarchiv Ludwigsburg die Lagerbuchbestände des aufgelösten Finanzarchivs und wies sie der Bestandsgruppe H 6-10 zu. 4. "Sonderreihe" des Staatsarchivs Ludwigsburg Bruckstückhaft blieb um 1930 der Versuch, aus der Überlieferung des Finanzarchivs diejenigen Erneuerungen in einer Reihe zusammenzuführen, die in den Stuttgarter Lagerbuchbeständen fehlten. 5. Beständebereinigung durch K.O. Müller K.O. Müller löste den von ihm gebildeten Mischbestand H 1 (s. o.) in einer zweiten Verzeichnungsphase auf, indem er die altwürttembergischen Lagerbücher im Bestand A 295 zusammen-fasste und die neuwürt-tem-bergischen Lagerbücher den Reihen B 1-5 zuwies. Nach Abgabe der in Ludwigsburg befindlichen Lagerbücher an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Juli 1950 wurde unter der Leitung von F. Pietsch der gesamte Überlieferungskomplex neu gegliedert. Aus pragmatischen Gründen verzichtete man dabei auf die Rekonstruktion der Registraturen der Kanzlei, des Archivs sowie der Kellereien in eigenen Reihen. Vielmehr vereint der heutige Bestand H 101, gruppiert nach Oberämtern, alle überlieferten Exem-plare einer Erneuerung - also Konzepte, Reinschriften, Abschriften - in einer Reihe. Literatur: Beschreibung des Oberamts Cannstatt, hrsg. von dem Königlich Statistischen Landesamt, Stuttgart 1895. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. III, Stuttgart 1978, S. 37-41. Maurer, Hans-Martin (Bearb.): Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Sonderbestände (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, 35), Stuttgart 1980, S. 122-125. Richter, Gregor: Lagerbücher- oder Urbarlehre. Hilfswissenschaftliche Grundzüge nach württembergischen Quellen (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, 36), Stuttgart 1979.
3 Zur Verzeichnung des Bestandes: Nach der Zusammenführung der Lagerbuchbestände im Hauptstaatsarchiv Stuttgart 1950 und Neuordnung der Überlieferung, die um 1960 im wesentlichen ihren Abschluss fand, wurde die Neuverzeichnung eingeleitet. 1974 entwarfen H.-M. Maurer und H. Natale "Richtlinien zur Kurzverzeichnung von Lagerbüchern", nach denen fortan vorwiegend Auszubildende und Aushilfskräfte die Erschließung der Lagerbuchselekte betrieben. Inzwischen liegen für den kompletten Bestand H 101 Konzeptverzeichnungen vor, die allerdings nur sehr eingeschränkt benutzt werden können. Bei der laufenden Überarbeitung dieser Konzeptverzeichnungen wird auf die in den Richtlinien vorgesehene Erfassung von Reskripten und Notizen verzichtet. Auf die Reskripte wurde in einem "Enthält"-Vermerk hingewiesen und die Laufzeit in die Gesamtlaufzeit des Bandes aufgenommen. Der Verzeichnung liegt folgendes Schema zugrunde: 1. Bandnummer, 2. Titel, 3. Gene-ti-sche Stufe und Behördenprovenienz, 4. eventuelle Register, 5. Renovator(en), 6. Inhalte und Darstellungsweise, 7. Orte, 8. Urkunden, 9. äußere Band-beschreibung, 10. enthaltene Beilagen oder Reskripte, 11. Vorsignaturen, 12. Umfang, 13. Jahr der Anlage. Die Titelaufnahme erfolgte im allgemeinen nach den auf den Vorsatzblättern der Bände zu findenden Innentiteln; falls nicht, wird dies gesondert angegeben. Weiterhin erfolgte eine Neusignierung entsprechend dem gängigen Signaturenschema der Lagerbuchselekte: Die be-stehende Durchnummerierung wird durch Zwischennummern für die einzelnen Ämter (H 101/1 Altensteig - H 101/64 Winnenden) mit jeweiliger Neuzählung der einzelnen Bände ersetzt. Alte und neue Signaturen können der Konkordanz entnommen werden. Die Bearbeitung der vorhandenen Titelaufnahmen des Bestandes H 101/14 übernahmen 2004 unter Anleitung des Unterzeichneten die Anwärterin Nicole Linke und die Archivreferendarin Nicola Wurthmann. Die Endredaktion gestaltete der Unterzeichnete. Die Konzeptverzeichnungen wurden dem Bestand A 605 zugewiesen. Der Bestand umfasst 45 Bände (2,8 lfd. m). Stuttgart, im Dezember 2004 Dr. Peter Rückert
Abkürzungsverzeichnis:
abg. abgegangen
Abschr. Abschrift
Bd. Band
begl. beglaubigt
Bem. Bemerkung
besch. beschädigt
Bl. Blatt
d. Pfennig
fl. Gulden
Fol. Folio
h. Heller
lb. Pfund
Nr. Nummer
publ. publiziert
s. siehe
Sr. Siegler
U Urkunde
vgl. vergleiche
ZWLG Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte
Konkordanz:
alte Signatur neue Signatur
H 101/367 H 101/14 Bd. 1
H 101/368 H 101/14 Bd. 2
H 101/369 H 101/14 Bd. 3
H 101/370 H 101/14 Bd. 4
H 101/372 H 101/14 Bd. 5
H 101/370a H 101/14 Bd. 6
H 101/371 H 101/14 Bd. 7
H 101/370a H 101/14 Bd. 8
H 101/370a H 101/14 Bd. 9
H 101/370a H 101/14 Bd. 10
H 101/370a H 101/14 Bd. 11
H 101/370a H 101/14 Bd. 12
H 101/370a H 101/14 Bd. 13
H 101/373 H 101/14 Bd. 14
H 101/373a H 101/14 Bd. 15
H 101/373b H 101/14 Bd. 16
H 101/373c H 101/14 Bd. 17
H 101/374 H 101/14 Bd. 18
H 101/375 H 101/14 Bd. 19
H 101/376 H 101/14 Bd. 20
H 101/376a H 101/14 Bd. 21
H 101/376b H 101/14 Bd. 22
H 101/376c H 101/14 Bd. 23
H 101/376d H 101/14 Bd. 24
H 101/376e H 101/14 Bd. 25
H 101/376f H 101/14 Bd. 26
H 101/376g H 101/14 Bd. 27
H 101/376h H 101/14 Bd. 28
H 101/377 jetzt im Bestand H 131 Bd. 600
H 101/378 H 101/14 Bd. 29
H 101/378a H 101/14 Bd. 30
H 101/380 jetzt im Bestand H 180 Bd. 396
H 101/384a H 101/14 Bd. 31
H 101/384b H 101/14 Bd. 32
H 101/385 H 101/14 Bd. 33
H 101/385a H 101/14 Bd. 34
H 101/386 H 101/14 Bd. 35
H 101/387 H 101/14 Bd. 36
H 101/388 H 101/14 Bd. 37
H 101/389 H 101/14 Bd. 38
H 101/390 H 101/14 Bd. 39
H 101/390a H 101/14 Bd. 40
H 101/390b H 101/14 Bd. 41
H 101/390c H 101/14 Bd. 42
H 101/391 H 101/14 Bd. 43
H 101/392 H 101/14 Bd. 44
H 101/393 H 101/14 Bd. 45
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.