Erzbischof Philipp von Köln bekundet, Luthfridus von Müschede (Muche) habe jenen Teil der Zehnten zu Oelinghausen (de Olenkhusen), den er von Conrad von Rüdenberg (Ruothenberg) zu Lehen hatte, aus eigenem Entschluß dem Conrad aufgelassen, was auch seine Erben getan hätten. Später habe Conrad auf den Zehnten in die Hand des Erzbischofs Verzicht geleistet. Der Erzbischof überträgt nun den Zehnten aus Liebe zur Jungfrau Maria den Brüdern und Schwestern, die Gott in Oelinghausen (Olenchusen) dienen, zur Ergänzung ihres Lohns. Der Vogt des Klosters Oelinghausen, Reiner von Freusburg (Froisbret), nimmt den Zehnten sogleich unter seinen Schutz. Dem schließt sich der Untervogt Hildegerus an. Der Erzbischof befiehlt, daß das Kloster von keinem im Besitz des Zehnten belästigt werde und droht die Verhängung des Banns an. Zeugen: Arnold, Bischof von Osnabrück (Osnebrugensis), Bernard, Propst zu Soest (Svosatiensis), Johannes, Propst zu Zyfflich (Seflichensis), Albert, Dechant zu Soest, Heinrich Graf von Arnsberg (Arnis-) und sein Sohn Graf Heinrich, Hermann Graf von Ravensberg (Ravesnisberg), Reiner von Freusburg, Constantinus von Berge, Conrad von Rüdenberg (Rvothenberg), Herimannus, Schultheiß zu Soest, Hildegerus, Tymo, Brunstenus, alles Edelherren bzw. Ministeriale. Geschehen 1179 (in der 12. Indiktion sowie zur Regierungszeit des Papstes Alexander III. und des Kaisers der Römer, Friedrich), gegeben zu Soest (Suosatie) Aug. 12 (pridie Idus Avgusti).

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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