Kaninchenzuchtverein Bremen Neustadt (Bestand)
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7.1123
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 7. Nichtamtliche Überlieferung >> 7.2. Vereine, Verbände, Stiftungen, Parteien >> 7.2.7. Sport-, Freizeit- und sonstige Vereine
1916-1987
Enthält: Protokollbücher - Kassenbücher - Kaninchenausstellungen
Geschichte des Bestandsbildners: Der Kaninchen-Züchter-Verein Bremen-Neustadt wurde am 4. Februar 1916 vom Verband Bremischer Kaninchen Züchter gegründet. Bei der ersten Werbeversammlung am 13.2.1916 erklärten 32 Personen ihren Beitritt. Vor 1916 gab es in Bremen in Findorff "Hansa" von 1902, in Gröpelingen "Gute Hoffnung" von 1908 und "Einigkeit" von 1913 sowie in Schwachhausen und Hastedt "Brema" sowie ein Spezialclub für Belgische Riesen. Um die wirtschaftliche Notlage des 1. Weltkrieges zu bessern, erhielten diese ersten Vereine regen Zuspruch. Bald kam es zu ersten Ausstellungen, die man gemeinsam organisierte und die hauptsächlich in den Kleingartengebieten an der Kornstr. und der Neuenlander Str. abgehalten wurden. Über die Vereine kam man oft günstig an Grundfutter wie Steckrüben und Möhren. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es lediglich ein Dutzend Rassen, am Ende des Jahrhunderts über 60. In der Neustadt wurden z. B. Belgische Riesen, gescheckte Landkaninchen, Hasenkaninchen, Französische Widder und Silber, Blaue Wiener und Englische Schecken, sowie vereinzelt Angora (Seidenkaninchen) und Chinchilla-Kaninchen gezüchtet.
Geschichte des Bestandsbildners: In den 20er und 30er Jahren wurde der Verein immer mitgliedsstärker. Im 2. Weltkrieg waren etliche Vereinsmitglieder an der Front und Ausstellungen fanden nur noch selten statt. Das erste vorhandene Kassenbuch von 1942 listet nur noch 55 Mitglieder auf. Die Notlage der Bevölkerung nach 1945 war wieder groß und der Verein Neustadt, der mit HB 7 bezeichnet war, hatte bald wieder ein regen Zulauf. Besonders verdient gemacht haben sich der langjährige Vorsitzende und Preisrichter Georg Hellmers, Werner Behrendt und Hanna Bäumler, die Mitbegründerin und langjährige Leiterin der ersten bremischen Frauen-Selbstverwerter-Gruppe war. In Heimarbeit stellte man Jacken, Capes, Mäntel, Kappen, Decken, Kissenplatten und Kuscheltiere aus Kaninchenfellen her. Ferner strickte man aus Angoragarnen weiche Pullover. Jugendliche wurden für den Verein geworben. Wie z. B. Rudolf Schlachter, der bald zum Jugendobmann berufen wurde und bis weit in die 80er Jahre als 1. Vorsitzender des KZV-HB "Neustadt" fungierte.
Der Preisrichter Werner Behrend richtete die großen Regionalschauen aus und war der fachlich versierteste Seniorzüchter. Er verstarb am 17.9.1974 im Alter von 46 Jahren.
Bestandsgeschichte: Das Material wurde am 10.3.2011 in Meyer's Gaststätte, Gastfeldstr. 67, dem langjährigen Vereinstreffpunkt, vom Staatsarchiv abgeholt. Es war von dem derzeitigen Pächter der Gaststätte in einem Schrank gefunden worden.
Fünf Protokollbücher, die den Zeitraum 1916-1979 abdecken, liegen lückenlos vor. Die Rechnungsbücher sind von 1942-1986 vorhanden. Der letzte Vorsitzende Rudolf Schlachter schrieb noch im Oktober 1987 die Geschicke des Vereins auf zwei Seiten zusammen (siehe Nr. 14). Bei der Bearbeitung des Bestandes wurden einige Überstücke und Werbeprospekte für Pokale kassiert.
Insgesamt füllt der Bestand zwei Archivkartons mit 16 Verzeichnungseinheiten.
Dorothea Breitenfeldt
März 2011
Geschichte des Bestandsbildners: Der Kaninchen-Züchter-Verein Bremen-Neustadt wurde am 4. Februar 1916 vom Verband Bremischer Kaninchen Züchter gegründet. Bei der ersten Werbeversammlung am 13.2.1916 erklärten 32 Personen ihren Beitritt. Vor 1916 gab es in Bremen in Findorff "Hansa" von 1902, in Gröpelingen "Gute Hoffnung" von 1908 und "Einigkeit" von 1913 sowie in Schwachhausen und Hastedt "Brema" sowie ein Spezialclub für Belgische Riesen. Um die wirtschaftliche Notlage des 1. Weltkrieges zu bessern, erhielten diese ersten Vereine regen Zuspruch. Bald kam es zu ersten Ausstellungen, die man gemeinsam organisierte und die hauptsächlich in den Kleingartengebieten an der Kornstr. und der Neuenlander Str. abgehalten wurden. Über die Vereine kam man oft günstig an Grundfutter wie Steckrüben und Möhren. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es lediglich ein Dutzend Rassen, am Ende des Jahrhunderts über 60. In der Neustadt wurden z. B. Belgische Riesen, gescheckte Landkaninchen, Hasenkaninchen, Französische Widder und Silber, Blaue Wiener und Englische Schecken, sowie vereinzelt Angora (Seidenkaninchen) und Chinchilla-Kaninchen gezüchtet.
Geschichte des Bestandsbildners: In den 20er und 30er Jahren wurde der Verein immer mitgliedsstärker. Im 2. Weltkrieg waren etliche Vereinsmitglieder an der Front und Ausstellungen fanden nur noch selten statt. Das erste vorhandene Kassenbuch von 1942 listet nur noch 55 Mitglieder auf. Die Notlage der Bevölkerung nach 1945 war wieder groß und der Verein Neustadt, der mit HB 7 bezeichnet war, hatte bald wieder ein regen Zulauf. Besonders verdient gemacht haben sich der langjährige Vorsitzende und Preisrichter Georg Hellmers, Werner Behrendt und Hanna Bäumler, die Mitbegründerin und langjährige Leiterin der ersten bremischen Frauen-Selbstverwerter-Gruppe war. In Heimarbeit stellte man Jacken, Capes, Mäntel, Kappen, Decken, Kissenplatten und Kuscheltiere aus Kaninchenfellen her. Ferner strickte man aus Angoragarnen weiche Pullover. Jugendliche wurden für den Verein geworben. Wie z. B. Rudolf Schlachter, der bald zum Jugendobmann berufen wurde und bis weit in die 80er Jahre als 1. Vorsitzender des KZV-HB "Neustadt" fungierte.
Der Preisrichter Werner Behrend richtete die großen Regionalschauen aus und war der fachlich versierteste Seniorzüchter. Er verstarb am 17.9.1974 im Alter von 46 Jahren.
Bestandsgeschichte: Das Material wurde am 10.3.2011 in Meyer's Gaststätte, Gastfeldstr. 67, dem langjährigen Vereinstreffpunkt, vom Staatsarchiv abgeholt. Es war von dem derzeitigen Pächter der Gaststätte in einem Schrank gefunden worden.
Fünf Protokollbücher, die den Zeitraum 1916-1979 abdecken, liegen lückenlos vor. Die Rechnungsbücher sind von 1942-1986 vorhanden. Der letzte Vorsitzende Rudolf Schlachter schrieb noch im Oktober 1987 die Geschicke des Vereins auf zwei Seiten zusammen (siehe Nr. 14). Bei der Bearbeitung des Bestandes wurden einige Überstücke und Werbeprospekte für Pokale kassiert.
Insgesamt füllt der Bestand zwei Archivkartons mit 16 Verzeichnungseinheiten.
Dorothea Breitenfeldt
März 2011
0,2
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 11:55 MESZ