Nachlass Dichter Dr. Adolf Holst (Bestand)
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NLA BU, D 19
Nds. Landesarchiv, Abt. Bückeburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.7 Private Unterlagen und Nachlässe
1818-2001
Bestandsgeschichte: Adolf Holst (geb. 1867 in Branderoda, gest. 1945 in Bückeburg), Sohn eines Pfarrers, besuchte die Landesschule in Schulpforta und studierte in Tübingen, Leipzig und Berlin Philosophie, Geschichte, Erdkunde und neuere Sprachen. Nach der Promotion 1893 in Tübingen ging er zur Fortsetzung der Studien nach Genf und Paris. Ohne ein Staatsexamen zu machen, führte ihn sein Weg als Privatlehrer nach Rom, Florenz und Genua, wo er Leiter der dortigen Deutschen Schule wurde. Ab 1901 war er als Prinzenerzieher in Bückeburg tätig. 1907 folgte er einem Ruf als Direktor der Deutschen Schule in Florenz. Zurückgekehrt nach Bückeburg, wurde er 1909 wiederum Prinzenerzieher; 1915 bis 1918 verwaltete er die Fürstlich Schaumburg-Lippische Hofbibliothek. In diese Zeit fällt eine enge Bekanntschaft mit Hermann Löns. Nach dem 1. Weltkrieg widmete sich Holst ganz der Schriftstellerei. Er schrieb die Texte zu über 200 Kinderbüchern, die von namhaften Künstlern wie Ernst Kutzer, Gertrud Caspari und Else Wenz-Vietor illustriert wurden. Bekannt wurde Holst auch als Herausgeber von "Auerbachs Kinderkalender" (1919-1935). Seine Märchen und Gedichtbände sind weniger bekannt. Viele Gedichte wurden vertont (u.a. von Max Reger). - Adolf Holst war seit 1903 verheiratet mit der Pianistin Clara von Cramer (geb. 1875 in Sonderburg / Schleswig-Holstein, heute Dänemark); sie hatten drei Kinder.
Im Jahr 1978/9 übergab seine Tochter Cordula Holst den Nachlass ihres Vaters - überwiegend Bücher - dem Staatsarchiv Bückeburg zur Verwahrung. Er erhielt die Bestandssignatur Dep. 23. Zahlreiche kleinere Abgaben folgten. Entsprechend dem Zusatz vom 9.9.1998 zum Depositalvertrag vom 1.2.1979 ging das Eigentum an dem Nachlass mit dem Tod von Cordula Holst am 27.7.2004 in das Eigentum des Staatsarchivs über. Der Bestand erhielt danach die Bestandssignatur D 19. Die vorliegende Neuverzeichnung wurde auf der Grundlage
Bestandsgeschichte: der Verzeichnung der Angestelten Helga Warschewski von der Angestellten Marion Wolthusen vorgenommen. Die Fotos wurden aus lagerungstechnischen Gründen in die Fotosammlung überführt und unter den Signaturen S 2 P/N Nr. 3372 - 3398, 4256 - 4439 und in den Fotoalben S 2 A Nr. 2 + S 2 A Nr. 3 verzeichnet. Einige Fotos sind in den Akten verblieben (Nr. 417, 455, 465).
Der Bestand ist nach den allgemeingültigen Regeln des Staatsarchivs benutzbar.
Bückeburg, im Dezember 2005 Dr. Höing
Ausgewählte Literatur:
- Adolf Holst. Eine Bibliographie der Kinder-Bilderbücher und illustrierten Gedichtsammlungen, die Texte von ihm enthalten. Bearb. v. Karl BLAUME, Bückeburg 1993.
- Helmut Müller: Adolf Holst. In: Lexikon für Kinder- und Jugendliteratur, Weinheim / Basel
Bestandsgeschichte: 1975.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Zusatzinformationen: abgeschlossen
Im Jahr 1978/9 übergab seine Tochter Cordula Holst den Nachlass ihres Vaters - überwiegend Bücher - dem Staatsarchiv Bückeburg zur Verwahrung. Er erhielt die Bestandssignatur Dep. 23. Zahlreiche kleinere Abgaben folgten. Entsprechend dem Zusatz vom 9.9.1998 zum Depositalvertrag vom 1.2.1979 ging das Eigentum an dem Nachlass mit dem Tod von Cordula Holst am 27.7.2004 in das Eigentum des Staatsarchivs über. Der Bestand erhielt danach die Bestandssignatur D 19. Die vorliegende Neuverzeichnung wurde auf der Grundlage
Bestandsgeschichte: der Verzeichnung der Angestelten Helga Warschewski von der Angestellten Marion Wolthusen vorgenommen. Die Fotos wurden aus lagerungstechnischen Gründen in die Fotosammlung überführt und unter den Signaturen S 2 P/N Nr. 3372 - 3398, 4256 - 4439 und in den Fotoalben S 2 A Nr. 2 + S 2 A Nr. 3 verzeichnet. Einige Fotos sind in den Akten verblieben (Nr. 417, 455, 465).
Der Bestand ist nach den allgemeingültigen Regeln des Staatsarchivs benutzbar.
Bückeburg, im Dezember 2005 Dr. Höing
Ausgewählte Literatur:
- Adolf Holst. Eine Bibliographie der Kinder-Bilderbücher und illustrierten Gedichtsammlungen, die Texte von ihm enthalten. Bearb. v. Karl BLAUME, Bückeburg 1993.
- Helmut Müller: Adolf Holst. In: Lexikon für Kinder- und Jugendliteratur, Weinheim / Basel
Bestandsgeschichte: 1975.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Zusatzinformationen: abgeschlossen
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 11:33 MESZ