1541 Dez. 19 (Montag) - Stuttgart Zur Beilegung der Auseinandersetzungen zwischen Herzog Ulrich von Württemberg einerseits sowie Abt Sebastian [I. Stattmüller] und dem Konvent von Schöntal andererseits wegen der Kompetenz des Pfarrers oder Prädikanten und des Diakons zu Neuenstadt [am Kocher] und anderem fanden mehrere Schiedstermine statt, zuletzt einer am obigen Tag in Stuttgart in Anwesenheit von Bernhard von Hardheim (Harten), Rat und Amtmann zu Miltenberg, als Bevollmächtigter des Kardinals Albrecht, Erzbischof von Mainz, Reichserzkanzler und Kurfürst, und des gen. Abts von Schöntal. Vor Hofmeister [Jakob von Kaltental] und Räten Herzog Ulrichs einigten sich die Parteien über folgende Punkte: 1) die Versehung der Pfarrei Neuenstadt mit Filial Cleversulzbach durch den Pfarrer oder Prädikanten zu Neuenstadt samt dem ihm zugeordneten Diakon gemäß der von Herzog Ulrich vorgenommenen evangelischen Kirchenordnung, die Pfarrkompetenz und die bauliche Unterhaltung des Pfarrhauses, 2) die Abtretung der drei Neuenstadter Kaplaneien an den Herzog durch Kloster Schöntal und ihre Verwendung für den Diakon, den Schulmeister und andere Kirchendiener gegen den vorläufigen Verzicht des Herzogs auf weitere Forderungen an Schöntal, 3) den Schöntaler Beitrag zu den anteiligen Holzfuhren, derzeit: zum Bau der Kelter in Grantschen, 4) die Beweislast des Klosters Schöntal für den Bezug des sonst dem Pfarrer zu Weinsberg zufallenden Novalzehnten daselbst sowie 5) die Versehung der Pfarrei Sülzbach (Sultzbach Weinsperger Ampts) mit Filial Willsbach durch den Pfarrer zu Sülzbach gemäß der von Herzog Ulrich vorgenommenen evangelischen Kirchenordnung, die Pfarrgüter, die Pfarrkompetenz und die bauliche Unterhaltung des Pfarrhauses. Siegler: Herzog Ulrich von Württemberg (Secret Insigel) Ausf. Perg. - 3 Sg., 1. besch. - U.: Jacob von Kaltental - Rv.: Würtenbergischer Vertrag ...