Christian Wilhelm Harnisch (Bestand)
Show full title
HAR
BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung - Archiv (Archivtektonik) >> A. Historisches Archiv >> Nachlässe, Teilnachlässe und Personenfonds
Bestandsbeschreibung: Der Pädagoge und Theologe Wilhelm Christian Harnisch (geb. 28.08.1787 in Wilsnack, gest. 15.08.1864 in Berlin) studierte ab 1806 in Halle und Frankfurt (Oder). Das Studium, das er sich als Hauslehrer in Mecklenburg finanzierte, schloss er 1809 mit dem theologischen Examen ab. Ab 1809 folgte eine Anstellung als Lehrer an der Plamannschen Erziehungsanstalt in Berlin.1812 promovierte Harnisch und arbeitete als Dozent am Lehrerseminar in Breslau. 1822 wurde er zum Seminardirektor in Weißenfels berufen und prägte das Lehrerseminar in diesem Amt die folgenden 20 Jahre. Unter seinem Einfluss erfährt die Ausbildungsstätte eine internationale Anerkennung. 1842 übernimmt er das Pfarramt Elben und wird 1856 Superintendent. Wegen eines Nervenleidens wird er 1861 in den Ruhestand versetzt.
Harnisch war ein überzeugter Vertreter der pädagogischen Ansätze von Pestalozzi und wurde auch als “Begründer des preußischen Pestalozzianismus” bezeichnet. Er verfasste mehrere Schriften zum Volksschulwesen, dessen Eigenständigkeit als Stätte “volkstümlicher Bildung” gegenüber Kirche und Staat von besonderer Bedeutung für ihn war.
Der Personenfonds zu Wihelm Christian Harnisch gelangte bereits um 1887 in das Deutsche Schulmuseum, der Vorgängereinrichtung der BBF. Aus Anlaß des bevorstehenden 100. Geburtstages von Harnisch hatte der Volksschullehrer Adolf Rebhuhn, der gleichzeitig auch als Verwalter, Bücherwart und Bibliothekar des Schulmuseums fungierte, dazu aufgerufen, Materialien für eine Harnisch-Sammlung zusammenzutragen. Dem Aufruf folgten Lehrer und andere Personen und stifteten zahlreiche Dokumente von und über Harnisch.
Der Bestand besteht v.a. aus persönlichen Briefen von Wilhelm Harnisch und Ehrungen zu Jubiläen.
Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) in der Archivdatenbank.
Altsignatur: 1.1.04.
weiterführende Archivalien
Staatsbibliothek zu Berlin. Handschriftenabteilung, Signatur: Slg. Autogr.: Harnisch, Wilhelm.
Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Sammlungen von Dokumenten, Briefen etc.
Quellen
Allgemeine deutsche Biographie, Bd.: 10, Leipzig 1879, S. 614-616. URL: http://daten.digitale-sammlungen.de/0000/bsb00008368/images/index.html?fip=193.174.98.30&id=00008368&seite=616 [08.05.2017].
Lenartz, Werner, "Harnisch, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 693 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118920553.html#ndbcontent [23.04.2018].
Wolfgang Mayrhofer: Harnisch, Wilhelm Christian. URL: http://www.uni-magdeburg.de/mbl/Biografien/1471.htm [23.04.2018]
Harnisch war ein überzeugter Vertreter der pädagogischen Ansätze von Pestalozzi und wurde auch als “Begründer des preußischen Pestalozzianismus” bezeichnet. Er verfasste mehrere Schriften zum Volksschulwesen, dessen Eigenständigkeit als Stätte “volkstümlicher Bildung” gegenüber Kirche und Staat von besonderer Bedeutung für ihn war.
Der Personenfonds zu Wihelm Christian Harnisch gelangte bereits um 1887 in das Deutsche Schulmuseum, der Vorgängereinrichtung der BBF. Aus Anlaß des bevorstehenden 100. Geburtstages von Harnisch hatte der Volksschullehrer Adolf Rebhuhn, der gleichzeitig auch als Verwalter, Bücherwart und Bibliothekar des Schulmuseums fungierte, dazu aufgerufen, Materialien für eine Harnisch-Sammlung zusammenzutragen. Dem Aufruf folgten Lehrer und andere Personen und stifteten zahlreiche Dokumente von und über Harnisch.
Der Bestand besteht v.a. aus persönlichen Briefen von Wilhelm Harnisch und Ehrungen zu Jubiläen.
Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) in der Archivdatenbank.
Altsignatur: 1.1.04.
weiterführende Archivalien
Staatsbibliothek zu Berlin. Handschriftenabteilung, Signatur: Slg. Autogr.: Harnisch, Wilhelm.
Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Sammlungen von Dokumenten, Briefen etc.
Quellen
Allgemeine deutsche Biographie, Bd.: 10, Leipzig 1879, S. 614-616. URL: http://daten.digitale-sammlungen.de/0000/bsb00008368/images/index.html?fip=193.174.98.30&id=00008368&seite=616 [08.05.2017].
Lenartz, Werner, "Harnisch, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 693 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118920553.html#ndbcontent [23.04.2018].
Wolfgang Mayrhofer: Harnisch, Wilhelm Christian. URL: http://www.uni-magdeburg.de/mbl/Biografien/1471.htm [23.04.2018]
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
28.04.2025, 7:50 AM CEST