Doctor Johann Kuchenmeister, Amtmann zu Neubrunn, entscheidet in dem Streit zwischen den drei Parteien: dem Grafen Michel (II.) zu Wertheim, dem Kapitel des Stiftes St. Burkard außerhalb Wurzburg und der Gemeinde Waldbüttelbrunn an obigem Tage zu Remlingen: Dem Grafen Michael zu Wertheim soll man fortan in Waldbüttelbrunn huldigen nach folgenden Wortlaut: "das ich euch herrn Micheln granen zu Wertheim als meinen gnedigen herrn und ewern erben getrew gewere und gehorsam sein wil und der gerechtigkeit halben, so ir zu Waltbuttelbronn habt, ein rechte erbhuldigung tun, als ich euch als meinem herren durch recht pflichtig bin und thun sol, ewren schaden zu warnnen un fromen zu werben, doch den wirdigen herren, dem cappitel und stift zu Sant Burkhart zu Wurtzburg an iren rechten unnschedlich angenerde, also helff mir got und die heiligen." Dem Kapitel von Sankt Burkard soll man jetzt innerhalb 4 Wochen und so oft man einem Grafen zu Wertheim zu Buttelbronn huldigt, auch huldigen wie folgt: "Das ich euch den wirdigen herrn des cappitels des stifts zu sannt Burckart zu Wurtzburg als meinen gnedigen herrn getrew gewere und gehorsam sein wil und gerechtigkeithalben so ir von des gemelten stiffts wegen zu sant Burkhart zu Waldtbuttelbronn habt, eine rechte erbhuldigung thun als ich euch als meinen herrn durch recht pflichtig bin und thun sol ewren schaden warnen und frommen werben, doch dem wolgebornen herren Micheln granen zu Wertheim und seinen erben an iren rechten unschedlich." Die Holzfuhr, welche die Gemeinde einige Zeit nicht geleistet hat, soll abgeben sein. Hierfür müssen sie aber auf einige Zeiten jedes Jahr vor dem Herbst, 8 Tage vor und nach St. Gallentag, wenn sie von des Kapitels Amtmann dazu ermahnt werden, jeder 3 aufeinander folgenden Tage (es wär denn ein Feiertag dazwischen) Holzfahren. Bringen sie die Fuhr aus dem Forst, so sollen die Koberer, die keine Pferde haben, das Holz hauen und laden. Fahren sie aus dem Stockach, so muß das Kapitel das Holz hauen lassen, die von Buttelbronn müssen es laden und führen. Während der 3 Tage soll jeder einen Suppe erhalten. Da sich die Hubner zu Buttelbronn widersetzten, dem Kapitel von jeder Hube jährlich 4 Metzen Weizen zu geben, soll jener diese rückständigen Leistung abgeben sein, künftig aber sollen sie dem Stift oder seinem Amtmann jährlich zwischen den 2 Frauentagen Asumptionis u. Nativitatis auf dem Kasten zu Wurtzburg von jeder Hube 4 Metzen Weizen abliefern. Betreffs der Dienste im Frohnhof des Kapitels zu Buttelbronn bestimmt er, daß jeder Hubner 1/2 Tag im Lenz, 1/2 Tag in der Brache, 1/2 Tag in der Saat, 1 Tag in der Ernte beim Schneiden mit arbeiten soll; für diese Zeit sollen auch Ochsen u. (pere) Pferde gestellt werden. 3 Fertigungen.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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