Herzog Adolph von Kleve bekennt, da er begonnen hat, zur Ehre Gottes, der Jungfrau Maria und der Heiligen, besonders des Johan Bapt. und des Joh. Ev. als Patronen des Ordens und um seines Seelenheil willen eine Kloster und Gotteshaus des Kartäuserordens gen. "unser Frouwen werdt" in seinem Herzogtum auf seinem eigenem Grund, dem "werde" gen."die Grave", bei der Stadt Wesel im Kirchspiel Büderich zwischen Rhein und Lippe zu bauen und es in Kürze zu vollenden hofft, so gibt er zum Unterhalt des Priors und der Mönche daselbst nach seinem eigenen Rat und Eingeben des hl. Geistes 1) sein Erbgut die Grave gelegen zwischen der Rhein und Wardape, 2) das Radelant oberhalb der Grave am "Weselwart", 3) den Ruedenwart am untersten Ende von der Grave am Rynwart, 4) die Fischerei im Rhein gegen der Stadt Büderich längs der Grave mit der Coyflage, die ein Teil der Büdericher Bürger in Pacht hatte und noch hat für 40 Mark Weseler Pagementes, von der Prior und Brüder die Hälfte den Bürgern weiter für 10 alte franz. Schilde verpachten und diesen auch, was sie sonst noch verpachten wollen, zur Pacht geben sollen, außer den Stören, die dem Herzog bleiben, 5) den Weydenwardt, gen. "des Rynschenwardt" bei Wesel zwischen Oye und Wardape, 6) den Ruedenwardt zwischen Weidewardt und der Grave, 7) der Wardt am Ende des Weidewardt gegen Flüren, 8) den Grevenacker gegen Wesel auf der Ward, 9) das untereste (nederste) Ende von der Spey vom "Vliederboem" an zuwärts "lynrecht" an die Gemeinde gen. Scheyt bis zum Punkt zwischen dem Scheyt und dem Roedenwart, wo die niedrigsten Weiden auf der Spey stehen, alles frei von Zehnten und Lasten. Herzog Adolph von Kleve und Maria von Burgund und Flandern, Herzogin von Kleve, übertragen dies alles "in een schyn gehegeden gerichts" und bestimmen, dass wenn ihre Erben das Kloster im Besitz der genannten Güter stören, dem Kloster 15000 alte Schilde von ihnen zu beanspruchen haben. Durch diese Urkunde werden der Erzbischof Dietrich von Köln oder seine Beauftragten um seinen Konsens und um Aufnahme des Klosters in seine geistliche Beschirmung gebeten.