Hans Wieland und Michael Schech, verordnete Gemeindepfleger zu Lehr, räumen ein, dass das Wengenstift, als es ihnen bzw. einem ihrer Amtsvorgänger 1555 erblehensweise als "Bestand" 50 Jauchert Ackerland samt Hecken und Gärtlein an dem St. Michelsberg vor dem Neuen Tor der Stadt Ulm überlassen hatte, in dem hierüber ausgestellten Lehenbrief (U 476) "auß hinlessigkeit vnd versaumnus" die wohl vorab zwischen den Parteien vereinbart gewesene maximale Vertragslaufzeit von 25 Jahren in den Text einzufügen versäumt hat. Die Aussteller anerkennen also "aus rechtem wissen", dass die laufende Pachtperiode von jetzt an in 14 Jahren, nämlich 1580, endet, dass danach für eine weitere fünfundzanzigjährige Pacht ein neuer Vertrag ausgestellt werden muss und dass bei diesem Anlass jeweils vier rheinische Gulden Ab- und Auffahrtsgeld zu entrichten sein werden.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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