Der Ulmer Bürger Magnus ("Mang") Rot übergibt Guardian und Konvent des Franziskanerklosters ("zu/o/ den Barfu/o/ssen") in Ulm [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150] einen jährlichen Zins von 13 Schilling Heller, den die Gemeinde Nersingen ("No/e/rsingen") [Lkr. Neu-Ulm] entrichtet, sowie einen jährlichen Zins von 17 Schilling und 4 Heller, 2 Herbsthühnern, 2 Fastnachtshühnern und 2 Schilling Heller als Weglöse, den Leonhard Mütschellin von Nersingen entrichtet. Dafür sollen die Franziskaner einen Jahrtag für seine verstorbene Schwester Margarete Mang, die Ehefrau des Konrad Hübschlin von Ravensburg, begehen. Außerdem hat er ihnen einen jährlichen Zins in Höhe von 33 Schilling und 4 Heller übergeben. Dieser gefällt von dem Friedhof der Juden in Ulm [abgegangen, Bereich Bahnhofplatz 2]. Dafür sollen sie Jahrtage für Johann Rot, den Sohn des verstorbenen Klaus Rot, Jodok ("Jos") Rot und seine Ehefrau Anna geborene Bortner sowie Peter Rot, ebenfalls ein Sohn des verstorbenen Klaus Rot, jedes Jahr am 4. Juli ("vff sant V/o/lrichs tag") mit Vigil, Seelmesse und brennenden Kerzen begehen. Bei Säumnis fallen die Zinsen an den Kaplan am Altar der Familie Rot im Ulmer Münster. Sollten die Erben des Peter Rot nach dessen Tod den Jahrtag nicht wollen, dann fällt der Zins aus dem Judenfriedhof weg und die Franziskaner müssen den Jahrtag für Peter Rot und die mit ihm genannten Personen nicht halten.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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