Regierungspräsident Stade 1885-1978, Kultur und Jugendpflege (Bestand)
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NLA ST, Rep. 180 KuJ
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche und kommunale Bestände >> 1.1 Akten >> 1.1.2 Kurfürstliche bzw. königliche Landdrostei, preußische bzw. niedersächsische (Bezirks-) Regierung Stade und Mittelinstanzen (bis 1978)
1892-1981
Bestandsgeschichte: 1. Verwaltungsgeschichtlicher Überblick
Im Laufe der Jahrhunderte ist die Institution der "Regie-
rung" in Stade als Mittelinstanz zwischen Zentralverwaltung
und lokalen Obrigkeiten zunächst weitgehend erhalten geblie-
ben. Unter schwedischer Herrschaft geschaffen, wurde die Be-
hörde 1715 vom Kurfürstentum Hannover übernommen (siehe
Bestand Rep. 40). Auch nach der preußischen und französi-
schen Okkupation der Herzogtümer Bremen und Verden (siehe
hierzu Bestand Rep. 50) wurde am 5.8.1816 die alte Provinzi-
alregierung von Hannover wiederhergestellt. Die Verordnung
vom 15.5.1823 schuf dann sechs Landdrosteien im Königreich
Hannover, eine davon bekam ihren Sitz wiederum in Stade.
Durch die Verordnung vom 1.7.1885 wurden die Landdrosteien
durch preußische Regierungen ersetzt. Die finanzielle
Förderung von Kultur und Denkmalschutz wurde organisatorisch
in wechselnden Abteilungen behandelt. Die im Bereich der
Allgemeinen Verwaltung unter der Rubrik "Kunst und Wissen-
schaft" geführten Akten wurden zum größten Teil durch eine
Papiergewinnungsaktion 1943 vernichtet; Nur wenige der vor
1885 angelegten Akten sind erhalten (vgl. Rep. 80). Einige
wenige Akten finden sich auch noch im Bereich der Kommunal-
aufsicht der Regierung (Rep. 180 C II).
Ab 1918 tritt dann, in ebenfalls wechselnden Abteilungen,
die Jugendpflege als Regierungsaufgabe hinzu. Nach dem 2.
Weltkrieg wurden Kultur, Denkmalschutz und Jugendpflege auch
in die Kirchen- und Schulabteilung eingegliedert.
Durch die Bezirksreform 1978 wurde die Bezirksregierung in
Stade aufgelöst und alle Kompetenzen dem Regierungspräsi-
denten in Lüneburg übertragen. Von den dort vorhandenen 6
Abteilungen (Stand 1985) ist die Abteilung 4 für Schule,
Jugend und Kultur zuständig.
2. Bestandsgeschichte
Bei der Auflösung des Archivs in Stade war 1869/70 ein Teil
des Aktenbestandes der Stader
Bestandsgeschichte: Regierung nach Hannover über-
führt worden, doch verblieb der weitaus größte Teil auf dem
Boden des Regierungsgebäudes in Stade, wo die Altakten in
einer sogenannten "Reponierten Registratur" aufbewahrt
wurden, unter ihnen auch die Akten der Kirchen- und Schul-
abteilung mitsamt einem Teil der hier vorliegenden Akten.
Durch Abgaben von Seiten der Regierung 1964 und 1970 wurde
der Aktenbestand erheblich erweitert. In einer umfangreichen Akzession 1987 wurden weitere Akten zur Denkmalpflege und zur Jugendhilfe hinzugefügt, die hier erstmals verzeichnet sind. Zusätzlich wurden zahlreiche Akten zur Denkmalpflege aus der Abteilung Hochbau (Signatur Rep. 80 Hb bzw. 180 Hb II) sowie einige Akten zur Jugendhilfe aus dem Teilbestand "Unterstützung" (Signatur Rep. 80 U) in den vorliegenden Bestand Rep. 180 KuJ eingegliedert, um so einen leichteren Zugang zu den Akten zu ermöglichen.
3. Bestandsgliederung
Der Teilbestand Rep. 180 KuJ umfaßt die Akten zu Kultur, Denkmalpflege und Jugendpflege von 1885 bis 1978 (tatsächlich liegt der Schwerpunkt in der Zeit ab 1945). Für die Zeit ab 1978 wird der Teilbestand Rep. 280 S (früher Rep. 280/4) die letztgenannten Bereiche zusammen mit Akten aus dem Dezernat Schule aufnehmen. Für den Bereich der Jugendhilfe sind zusätzlich die gedruckten Verwaltungsberichte der Landkreise einzusehen, die unter der Signatur XIV D als Bibliotheksgut im Staatsarchiv geführt werden.
Für Jugendfürsorgeerziehungssachen ist der Teilbestand Rep. 180 U heranzuziehen.
Der vorliegende Teilbestand wird aus anderen Teilbeständen von Rep. 180 in Zukunft noch geringen Zuwachs erfahren; dies betrifft unter anderem Akten aus dem Bestand 80 U, Acc. 17/83 (siehe die betreffende Abgabeliste; bei Neuverzeichnung von Rep. 180 U II dort herausnehmen!).
Die erforderlichen Magazinarbeiten haben Herr Helk und Herr Baumgartner ausgeführt.
Die
Bestandsgeschichte: Erfassungsarbeit teilten sich Frau Dr. Talkenberger, Frau Petzold und Dr. Lokers. Die abschließende Korrektur- und Ergänzungsarbeiten führte Dr. Lokers aus.
Dr. Heike Talkenberger/Dr. Jan Lokers Stade, April/Dezember
Bestandsgeschichte: 1993
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Im Laufe der Jahrhunderte ist die Institution der "Regie-
rung" in Stade als Mittelinstanz zwischen Zentralverwaltung
und lokalen Obrigkeiten zunächst weitgehend erhalten geblie-
ben. Unter schwedischer Herrschaft geschaffen, wurde die Be-
hörde 1715 vom Kurfürstentum Hannover übernommen (siehe
Bestand Rep. 40). Auch nach der preußischen und französi-
schen Okkupation der Herzogtümer Bremen und Verden (siehe
hierzu Bestand Rep. 50) wurde am 5.8.1816 die alte Provinzi-
alregierung von Hannover wiederhergestellt. Die Verordnung
vom 15.5.1823 schuf dann sechs Landdrosteien im Königreich
Hannover, eine davon bekam ihren Sitz wiederum in Stade.
Durch die Verordnung vom 1.7.1885 wurden die Landdrosteien
durch preußische Regierungen ersetzt. Die finanzielle
Förderung von Kultur und Denkmalschutz wurde organisatorisch
in wechselnden Abteilungen behandelt. Die im Bereich der
Allgemeinen Verwaltung unter der Rubrik "Kunst und Wissen-
schaft" geführten Akten wurden zum größten Teil durch eine
Papiergewinnungsaktion 1943 vernichtet; Nur wenige der vor
1885 angelegten Akten sind erhalten (vgl. Rep. 80). Einige
wenige Akten finden sich auch noch im Bereich der Kommunal-
aufsicht der Regierung (Rep. 180 C II).
Ab 1918 tritt dann, in ebenfalls wechselnden Abteilungen,
die Jugendpflege als Regierungsaufgabe hinzu. Nach dem 2.
Weltkrieg wurden Kultur, Denkmalschutz und Jugendpflege auch
in die Kirchen- und Schulabteilung eingegliedert.
Durch die Bezirksreform 1978 wurde die Bezirksregierung in
Stade aufgelöst und alle Kompetenzen dem Regierungspräsi-
denten in Lüneburg übertragen. Von den dort vorhandenen 6
Abteilungen (Stand 1985) ist die Abteilung 4 für Schule,
Jugend und Kultur zuständig.
2. Bestandsgeschichte
Bei der Auflösung des Archivs in Stade war 1869/70 ein Teil
des Aktenbestandes der Stader
Bestandsgeschichte: Regierung nach Hannover über-
führt worden, doch verblieb der weitaus größte Teil auf dem
Boden des Regierungsgebäudes in Stade, wo die Altakten in
einer sogenannten "Reponierten Registratur" aufbewahrt
wurden, unter ihnen auch die Akten der Kirchen- und Schul-
abteilung mitsamt einem Teil der hier vorliegenden Akten.
Durch Abgaben von Seiten der Regierung 1964 und 1970 wurde
der Aktenbestand erheblich erweitert. In einer umfangreichen Akzession 1987 wurden weitere Akten zur Denkmalpflege und zur Jugendhilfe hinzugefügt, die hier erstmals verzeichnet sind. Zusätzlich wurden zahlreiche Akten zur Denkmalpflege aus der Abteilung Hochbau (Signatur Rep. 80 Hb bzw. 180 Hb II) sowie einige Akten zur Jugendhilfe aus dem Teilbestand "Unterstützung" (Signatur Rep. 80 U) in den vorliegenden Bestand Rep. 180 KuJ eingegliedert, um so einen leichteren Zugang zu den Akten zu ermöglichen.
3. Bestandsgliederung
Der Teilbestand Rep. 180 KuJ umfaßt die Akten zu Kultur, Denkmalpflege und Jugendpflege von 1885 bis 1978 (tatsächlich liegt der Schwerpunkt in der Zeit ab 1945). Für die Zeit ab 1978 wird der Teilbestand Rep. 280 S (früher Rep. 280/4) die letztgenannten Bereiche zusammen mit Akten aus dem Dezernat Schule aufnehmen. Für den Bereich der Jugendhilfe sind zusätzlich die gedruckten Verwaltungsberichte der Landkreise einzusehen, die unter der Signatur XIV D als Bibliotheksgut im Staatsarchiv geführt werden.
Für Jugendfürsorgeerziehungssachen ist der Teilbestand Rep. 180 U heranzuziehen.
Der vorliegende Teilbestand wird aus anderen Teilbeständen von Rep. 180 in Zukunft noch geringen Zuwachs erfahren; dies betrifft unter anderem Akten aus dem Bestand 80 U, Acc. 17/83 (siehe die betreffende Abgabeliste; bei Neuverzeichnung von Rep. 180 U II dort herausnehmen!).
Die erforderlichen Magazinarbeiten haben Herr Helk und Herr Baumgartner ausgeführt.
Die
Bestandsgeschichte: Erfassungsarbeit teilten sich Frau Dr. Talkenberger, Frau Petzold und Dr. Lokers. Die abschließende Korrektur- und Ergänzungsarbeiten führte Dr. Lokers aus.
Dr. Heike Talkenberger/Dr. Jan Lokers Stade, April/Dezember
Bestandsgeschichte: 1993
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST
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- Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik)
- Gliederung (Archival tectonics)
- 1 Staatliche und kommunale Bestände (Archival tectonics)
- 1.1 Akten (Archival tectonics)
- 1.1.2 Kurfürstliche bzw. königliche Landdrostei, preußische bzw. niedersächsische (Bezirks-) Regierung Stade und Mittelinstanzen (bis 1978) (Archival tectonics)