Vor dem Notar Johannes Langen nimmt Catharina Lang
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Telgte U Stadt Telgte Urkunden, 307
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1675 Juni 4
Regest: Vor dem Notar Johannes Langen nimmt Catharina Langen, Witwe Kock, die Abfindung ihrer Kinder vor: Dietrich Kock erhält als Brautschatz 30 Rt. nebst einigem hölzernen Hausgerät. Da ihre Tochter Elseke, Witwe Danckbahr, befriedigt ist, so fällt den anderen Nachstehendes zu: Stineken erhält ihren in Everswinkel zwischen Jaspar Böckers Haus — sonst die Olmühle genannt — und ihrem Haupthaus gelegenen Gadem mit dem kleinen Hof. Ihrem Sohn Johann fallen das besagte Haupthaus und der Hof zu, wofür er seinem Bruder Heinrich 30 Rt. und das bekannte Hausgerät sowie ihr selbst 30 Rt. herausgeben soll. Ferner soll Heinrich, sofern sie es bis zu ihrem Tode ersparen kann, noch 20 Rt. erhalten, weil er noch nichts erhalten und anderwärts seine Kost verdient hat. Geschehen auf Danckbahrs Erbe im Ksp. Telgte im Beisein der Zeugen Bernd Bockhorn und Dietrich Wiggenbrock.
Ausf.-Papier; Beglaubigung des Notars.
Urkunden
Rechtsstatus: Schenkung;Depositum;Amtliche Abgabe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:56 MEZ