Dieden, Gustav (Bestand)
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017-2 5
Stadtarchiv Jülich (Archivtektonik) >> Archivgut nichtamtlicher Herkunft >> Nachlässe und Deposita >> Einzelpersonen
1930-1949
Gustav Dieden, * 20.07.1884 in Wehbach (Kr. Altenkirchen) war Gewerkschafter, seit 1906 Mitglied der SPD. Seit 1925 lebte er in Jülich und war dort Geschäftsführer des Deutschen Eisnebahner-Verbandes sowie Sekretär der Freien Gewerkschaften. Seit 1926 Vorsitzender des Reichsbanners Jülich, seit 1927 stellvertretender Vorsitzender der Jülicher SPD. Ab 1929 Mitglied des Kreistages. 1933 Enthebung aus allen Funktionen und inhaftierung in der Zitadelle, anschließend in Aachen un Wittlich. Von 1933-1940 arbeitslos, ab 1940 technischer Angestellter bei Klöckner-Humbold-Deutz in Köln. Dort 1943 ausgebombt, nach seiner Rückkehr nach Jülich am 08.10.1944 hier ebenfalls Verlust seiner Wohnung durch eine Bombardierung. Nach dem Krieg im Januar 1946 von der Militärregierung zum Stadtverordneten in Jülich ernannt. Er wirkte auch wieder als Gewerkschaftsfunktionär und zeitweise auch als Vorsitzender der AOK Jülich. Der Bestand wurde völlig ungeordnet übernommen und im Rahmen der Verzeichnung thematisch sortiert. Die enthaltenen Fotos wurden ebenfalls sortiert und ein Teil kassiert.
Bestand
Günter Bers, Zwei sozialdemokratische Versammlungen in Stetternich und Jülich (1946), in: Beiträge zur Jülicher Geschichte 57, 1989, S. 173–182 (dort Biografie S. 174)
Günter Bers, Rote Fahnen im schwarzen Jülich. Die Ortsgruppe Jülich der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) 1921–1933 (Forum Jülicher Geschichte 58), Jülich 2010, S. 217
75 Jahre Sozialdemokraten in Jülich, Düren o.J. (1993), S.12, 14f. (Wf Vie)
Röhlich, Felix, Ein langer Weg. Die Geschichte der Sozialdemokratie in Düren und Umgebung, Düren 1998, S. 99
Wallraff, Horst, Nationalsozialismus in den Kreisen Düren und Jülich. Tradition und „Tausendjähriges Reich“ in einer rheinländischen Region 1933 bis 1945, Düren 2000, S. 196, Anm. 204
Handbuch des Vereins Arbeiterpresse, 4. Ausgabe Berlin 1927, S. 407
Neue Zeit (Düren) Nr. 50 v. 28.02.1928, S. 7
Jülicher Nachrichten Nr. 10 vom 12.01.1951 (mit Bild), S. 5; Nr. 141 v. 23.06.1964.
Günter Bers, Rote Fahnen im schwarzen Jülich. Die Ortsgruppe Jülich der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) 1921–1933 (Forum Jülicher Geschichte 58), Jülich 2010, S. 217
75 Jahre Sozialdemokraten in Jülich, Düren o.J. (1993), S.12, 14f. (Wf Vie)
Röhlich, Felix, Ein langer Weg. Die Geschichte der Sozialdemokratie in Düren und Umgebung, Düren 1998, S. 99
Wallraff, Horst, Nationalsozialismus in den Kreisen Düren und Jülich. Tradition und „Tausendjähriges Reich“ in einer rheinländischen Region 1933 bis 1945, Düren 2000, S. 196, Anm. 204
Handbuch des Vereins Arbeiterpresse, 4. Ausgabe Berlin 1927, S. 407
Neue Zeit (Düren) Nr. 50 v. 28.02.1928, S. 7
Jülicher Nachrichten Nr. 10 vom 12.01.1951 (mit Bild), S. 5; Nr. 141 v. 23.06.1964.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ