Militärischer Nachlass Prof. Max Georg Rösch, Leutnant der Reserve, *1880 +1972 (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 660/036
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Militärische Bestände 1871-ca. 1920 >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe
1905-1934
Überlieferungsgeschichte
VORBEMERKUNG
Max Georg Rösch (14. Dezember 1880 - 19. Februar 1972) diente während des 1. Weltkrieges - zunächst als Vizefeldwebel und seit dem 12. Oktober 1914 als Leutnant - beim Landwehr-Infanterie-Regiment 119. Bis Kriegsende war er fast ausschließlich an der Westfront stationiert und erlebte dort den Stellungskrieg vor allem an der Front im Oberelsass, wo er u. a. am Gefecht bei Münster (15. August 1914), an den Kämpfen bei Sennheim (Dezember 1915) und am Gefecht bei Heidweiler (Januar 1915) teilnahm. Während dieser Zeit war er stellvertretender Bataillonsadjutant und Spähoffizier im 111. Bataillon und wurde am 12. Oktober 1916 mit der Stelle eines Kompanieführers (9. Kompanie) beliehen.
Rösch, bis 1914 als Oberreallehrer in Ludwigsburg, Blaubeuren und am Evangelischen Töchterinstitut in Stuttgart tätig, wurde 1919 als Professor an das Olgastift in Stuttgart berufen, dem er von 1930 bis 1945 als Oberstudiendirektor vorstand. Schon unmittelbar nach Kriegsende begann er, sich intensiv mit der Geschichte des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 zu beschäftigen, und veröffentlichte 1923 bei der Chr. Belserschen Verlagsbuchhandlung in Stuttgart die Darstellung "Das Württembergische Landwehr-lnfanterie-Regiment Nr. 119 im Weltkrieg 1914 - 1918", zugleich Band 32 der von General H. Flaischlen herausgegebenen Reihe "Die Württembergischen Regimenter im Weltkrieg 1914 - 1918".
Im Februar 1986 übergab Frau Dr. Gisela Rösch fünf Fotoalben, persönliche Dokumente, Zeitungsartikel und -kopien aus dem Nachlass ihres Vaters dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart zu dauernden Verbleib. Die Fotoalben enthalten sowohl Aufnahmen von Personen - hauptsächlich von Offizieren des III. Bataillons - als auch Ansichten von Orten, Gebäuden und Landschaften aus dem oberelsässischen Frontabschnitt.
Darüber hinaus findet sich aber auch eine Vielzahl von Aufnahmen, die den soldatischen Alltag im Felde widerspiegelt. Die fast vollständig beschrifteten Schwarzweißabbildungen im Format 8 x 11 und 4 x 4 cm sind in der Regel von guter Qualität und stellen in den meisten Fällen Liebhaberaufnahmen dar. Die Fotografien folgen in den jeweiligen - mit Titeln und Nummern versehenen - Bänden einer sowohl thematischen als auch chronologischen Ordnung, die von Rösch selbst in Anlehnung an seine ereignisgeschichtliche Darstellung des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 im 1. Weltkrieg übernommen wurde.
Die Fotoaufnahmen von militärischen Anlagen - Stellungen, Unterkünfte, Unterstände - und ebenso die Bilder vom militärischen Leben an der Front sind von allgemeinem historischen Interesse. Gleichzeitig gewinnen sie als begleitende Fotodokumentation zur Regimentsgeschichte einen zusätzlichen Wert. Der Bestand umfasst in 0,2 Regalmetern fünf Bände und vier Büschel Personalunterlagen und Zeitungsausschnitte, teilweise in Kopie. Im März 1986 wurden sie im Rahmen der Ausbildung von Archivinspektoranwärter Jörg Kreutz unter Anleitung von Oberstaatsarchivrat Dr. Cordes verzeichnet. Dabei wurde die überkommene Anordnung der Bilder und Alben belassen. Die Benutzung ist frei.
Stuttgart, im April 1986
(Cordes)
VORBEMERKUNG
Max Georg Rösch (14. Dezember 1880 - 19. Februar 1972) diente während des 1. Weltkrieges - zunächst als Vizefeldwebel und seit dem 12. Oktober 1914 als Leutnant - beim Landwehr-Infanterie-Regiment 119. Bis Kriegsende war er fast ausschließlich an der Westfront stationiert und erlebte dort den Stellungskrieg vor allem an der Front im Oberelsass, wo er u. a. am Gefecht bei Münster (15. August 1914), an den Kämpfen bei Sennheim (Dezember 1915) und am Gefecht bei Heidweiler (Januar 1915) teilnahm. Während dieser Zeit war er stellvertretender Bataillonsadjutant und Spähoffizier im 111. Bataillon und wurde am 12. Oktober 1916 mit der Stelle eines Kompanieführers (9. Kompanie) beliehen.
Rösch, bis 1914 als Oberreallehrer in Ludwigsburg, Blaubeuren und am Evangelischen Töchterinstitut in Stuttgart tätig, wurde 1919 als Professor an das Olgastift in Stuttgart berufen, dem er von 1930 bis 1945 als Oberstudiendirektor vorstand. Schon unmittelbar nach Kriegsende begann er, sich intensiv mit der Geschichte des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 zu beschäftigen, und veröffentlichte 1923 bei der Chr. Belserschen Verlagsbuchhandlung in Stuttgart die Darstellung "Das Württembergische Landwehr-lnfanterie-Regiment Nr. 119 im Weltkrieg 1914 - 1918", zugleich Band 32 der von General H. Flaischlen herausgegebenen Reihe "Die Württembergischen Regimenter im Weltkrieg 1914 - 1918".
Im Februar 1986 übergab Frau Dr. Gisela Rösch fünf Fotoalben, persönliche Dokumente, Zeitungsartikel und -kopien aus dem Nachlass ihres Vaters dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart zu dauernden Verbleib. Die Fotoalben enthalten sowohl Aufnahmen von Personen - hauptsächlich von Offizieren des III. Bataillons - als auch Ansichten von Orten, Gebäuden und Landschaften aus dem oberelsässischen Frontabschnitt.
Darüber hinaus findet sich aber auch eine Vielzahl von Aufnahmen, die den soldatischen Alltag im Felde widerspiegelt. Die fast vollständig beschrifteten Schwarzweißabbildungen im Format 8 x 11 und 4 x 4 cm sind in der Regel von guter Qualität und stellen in den meisten Fällen Liebhaberaufnahmen dar. Die Fotografien folgen in den jeweiligen - mit Titeln und Nummern versehenen - Bänden einer sowohl thematischen als auch chronologischen Ordnung, die von Rösch selbst in Anlehnung an seine ereignisgeschichtliche Darstellung des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 im 1. Weltkrieg übernommen wurde.
Die Fotoaufnahmen von militärischen Anlagen - Stellungen, Unterkünfte, Unterstände - und ebenso die Bilder vom militärischen Leben an der Front sind von allgemeinem historischen Interesse. Gleichzeitig gewinnen sie als begleitende Fotodokumentation zur Regimentsgeschichte einen zusätzlichen Wert. Der Bestand umfasst in 0,2 Regalmetern fünf Bände und vier Büschel Personalunterlagen und Zeitungsausschnitte, teilweise in Kopie. Im März 1986 wurden sie im Rahmen der Ausbildung von Archivinspektoranwärter Jörg Kreutz unter Anleitung von Oberstaatsarchivrat Dr. Cordes verzeichnet. Dabei wurde die überkommene Anordnung der Bilder und Alben belassen. Die Benutzung ist frei.
Stuttgart, im April 1986
(Cordes)
Bestand
Rösch, Max Georg; Reserveleutnant, Professor, 1880-1972
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ