Der Ritter Heinrich Laidolf, derzeit Ammann in Ulm, bekennt, dass vor ihm im Gericht vor der St. Jakobskapelle in Ulm am Markt [abgegangen, Bereich Neue Straße 86, ehemals Bereich Taubenplätzchen] die Ulmer Bürgerin Katharina Kumprecht, die Witwe des Kumprecht von Grimmelfingen [Stadt Ulm], erschienen ist und mit ihrem Fürsprecher Walter Ehinger gebeten hat, aufgrund einer drängenden Notlage Teile des Besitzes ihrer Kinder versetzen zu dürfen. Dies haben ihr die Richter am Gericht gestattet, nachdem sie ihnen mit einem Eid versichert hat, dass sie dazu wegen ihrer Not gezwungen ist. Daraufhin hat sie Ulrich Käferbrunnen ("Keuerbrunnen") einen jährlichen Zins von 5,5 Schilling Heller und 1 Weihnachtshuhn verkauft. Dieser gefällt von der Hofstatt, die der Keck bewohnt, und von der Hofstatt, auf der sie derzeit selbst wohnt. Sie hat dafür von dem Käufer 3 Pfund Heller erhalten. Sie gelobt daher fristgerechte Entrichtung des Zinses, übernimmt die Gewährleistung für den Verkauf und stellt dem Käufer dafür Bürgen.
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