Walter Ehinger, derzeit Bürgermeister zu Ulm, und seine Brüder Johann, Heinrich, Konrad und Georg, alle Söhne des verstorbenen Peter Ehinger und Bürger zu Ulm, schließen einen Vertrag über die Aufteilung der Hinterlassenschaft ihres verstorbenen Vaters. An Walter Ehinger fallen dabei ein Hof in Bebenhausen [Gde. Kettershausen/Lkr. Unterallgäu] sowie ein Hof und eine Selde in Beutelreusch ("Pu/e/telru/e/sch") [Gde. Illerkirchberg/Alb-Donau-Kreis]. Außerdem hat ihm sein Bruder Heinrich von seinem Anteil noch 101,5 rheinische Gulden zu bezahlen. An Johann Ehinger gehen ein Hof und eine Selde zu Finningen ("Vynningen") [Stadt Neu-Ulm], drei Güter sowie die Vogtei über die Kirche, eine Hofstatt, ein Drittel des Amtsgutes, alle Gehölze sowie die Rodungen zu Dorndorf [Gde. Illerrieden/Alb-Donau-Kreis]. Außerdem erhält er noch 91 rheinische Gulden, wovon ihm sein Bruder Georg 43 Gulden, sein Bruder Heinrich 17,5 Gulden und sein Bruder Konrad 30,5 Gulden von ihren Anteilen bezahlen müssen. An Heinrich Ehinger fallen der Hof und die Selden in Knörigen ("Knoringen") [Ober- oder Unterknöringen Stadt Burgau/Lkr. Günzburg] sowie die Selden in Burgau ("Burgow") [Lkr. Günzburg] mit den zugehörigen Gehölzen, Hofstätten und Gärten in Knöringen und Burgau und der Hof in Emershofen [Stadt Weißenhorn/Lkr. Neu-Ulm]. Von seinem Anteil muss er an seine Brüder Walter und Johann insgesamt 119 rheinische Gulden entrichten. Konrad Ehinger erhält einen Hof in Grimmelfingen [Stadt Ulm], einen Hof, die Mühle sowie mehrere Selden und Gehölze zu Bebenhausen. Von seinem Anteil hat er seinem Bruder Johann 30,5 rheinische Gulden zu entrichten. An Georg Ehinger fallen der Hof in Senden [Lkr. Neu-Ulm], ein Hof in Öllingen ("Ellingen") [Alb-Donau-Kreis] und ein Hof in Bebenhausen. Von diesem Anteil hat er an seinen Bruder Johann 43 Gulden zu entrichten. Da auf den Gebrüdern Ehinger noch größere Schulden lasten, haben sie einen Teil des väterlichen Erbes von der Erbteilung ausgenommen, um damit die Schulden zu bezahlen. Es handelt sich dabei um Güter und Einkünfte in Kötz ("Kecze") [Lkr. Günzburg], den Zehnt und Gehölze in Grimmelfingen, Güter und Einkünfte in Ulm sowie alle Eigenleute ihres verstorbenen Vaters. Daraufhin haben sich die Brüder geeinigt, dass Walter und Johann Ehinger die Schulden ihrer Brüder übernehmen und bezahlen. Dafür verzichten diese auf ihren Anteil an den bisher noch nicht verteilten Gütern.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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