Verbände und Einheiten der Fallschirmtruppe der Luftwaffe (Bestand)
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BArch RL 33
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Luftwaffe >> Erdkampftruppen
1939-1944
Geschichte des Bestandsbildners: Ca. 1936 wurde von der Landespolizei die Landespolizeigruppe „General Göring" in die Luftwaffe übernommen. Das Regiment „General Göring" verfügte u.a. über ein IV. Fallschirmschützen-Bataillon. Im März 1938 schied das IV. Fallschirmschützen-Bataillon aus dem Regiment aus und bildete das I./Fallschirmjäger-Regiment 1 unter Verlegung nach Stendal.
Im April 1937 war als Heereseinheit eine Fallschirm-Infanterie-Kompanie in Stendal aufgestellt worden. Die auf ein Bataillon erweitere Fallschirm-Kompanie des Heeres wurde im Januar 1939 als II./Fallschirmjäger-Regiment 1 in die Luftwaffe eingegliedert.
Bis zur Mobilmachung entstanden nur das III. Bataillon und der Regimentsstab des Fallschirmjäger-Regiments 1 sowie ein I. und II. Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 2.
Im Sommer 1940 erfolgte die Aufstellung des Regimentsstabes und des III. Bataillons des Fallschirmjäger-Regiments 2 und des Luftlande-Sturm-Regiments 1. Weitere Fallschirmjäger-Regimenter wurden verstärkt ab 1943 aufgestellt.
Zur Führung der Fallschirmtruppe für Luftlandeaufgaben wurde Anfang September 1939 die 7. Flieger-Division bestimmt, die im März 1943 in 1. Fallschirmjäger-Division umbenannt wurde. Mit der Umbenennung endete der getrennte Einsatz der unterstellten Fallschirmjäger-Einheiten als Fallschirm- und Luftlandetruppe.
Erst ab 1943 erfolgte die Aufstellung weiterer Fallschirmjäger-Divisionen.
Die Fallschirmjäger-Divisionen verfügten über Panzerjäger-Abteilungen, Artillerie-Regimenter, Pionier-Bataillone, Luftnachrichten-Abteilungen und Versorgungseinheiten.
Als Ergänzungs- und Ausbildungsstab wurde Ende 1940/Angang 1941 das XI. Fliegerkorps gebildet, das im März 1944 in Fallschirm-Armeeoberkommando 1 umgegliedert wurde.
Als Kommandobehörden der Fallschirmtruppen wurden Ende 1943 der Stab des I. Fallschirmkorps aus dem Generalkommando II. Luftwaffen- Feldkorps und der Stab des II. Fallschirmkorps unter Umwandlung des Stabs Generalkommando XIII. Fliegerkorps gebildet.
Bestandsbeschreibung: Die Akten stammen aus Rückführungen aus den USA und Großbritannien an die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes. Von dort wurden die Akten 1968 an das Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv abgegeben.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand enthält nur geringfügige Aktensplitter von den Kommandobehörden, Verbänden und Einheiten der Fallschirmtruppe. Erhalten sind nur wenige Kriegstagebücher und Tätigkeitsberichte, darunter der Tätigkeitsbericht des Arztes des II. Fallschirmkorps für die Zeit des Einsatzes in Frankreich und den Niederlanden 1944/45. Umfangreiches Material liegt über das Unternehmen "Eben Emael" (1940) und das Unternehmen "Merkur" (Kreta) vor.
Zitierweise: BArch RL 33/...
Im April 1937 war als Heereseinheit eine Fallschirm-Infanterie-Kompanie in Stendal aufgestellt worden. Die auf ein Bataillon erweitere Fallschirm-Kompanie des Heeres wurde im Januar 1939 als II./Fallschirmjäger-Regiment 1 in die Luftwaffe eingegliedert.
Bis zur Mobilmachung entstanden nur das III. Bataillon und der Regimentsstab des Fallschirmjäger-Regiments 1 sowie ein I. und II. Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 2.
Im Sommer 1940 erfolgte die Aufstellung des Regimentsstabes und des III. Bataillons des Fallschirmjäger-Regiments 2 und des Luftlande-Sturm-Regiments 1. Weitere Fallschirmjäger-Regimenter wurden verstärkt ab 1943 aufgestellt.
Zur Führung der Fallschirmtruppe für Luftlandeaufgaben wurde Anfang September 1939 die 7. Flieger-Division bestimmt, die im März 1943 in 1. Fallschirmjäger-Division umbenannt wurde. Mit der Umbenennung endete der getrennte Einsatz der unterstellten Fallschirmjäger-Einheiten als Fallschirm- und Luftlandetruppe.
Erst ab 1943 erfolgte die Aufstellung weiterer Fallschirmjäger-Divisionen.
Die Fallschirmjäger-Divisionen verfügten über Panzerjäger-Abteilungen, Artillerie-Regimenter, Pionier-Bataillone, Luftnachrichten-Abteilungen und Versorgungseinheiten.
Als Ergänzungs- und Ausbildungsstab wurde Ende 1940/Angang 1941 das XI. Fliegerkorps gebildet, das im März 1944 in Fallschirm-Armeeoberkommando 1 umgegliedert wurde.
Als Kommandobehörden der Fallschirmtruppen wurden Ende 1943 der Stab des I. Fallschirmkorps aus dem Generalkommando II. Luftwaffen- Feldkorps und der Stab des II. Fallschirmkorps unter Umwandlung des Stabs Generalkommando XIII. Fliegerkorps gebildet.
Bestandsbeschreibung: Die Akten stammen aus Rückführungen aus den USA und Großbritannien an die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes. Von dort wurden die Akten 1968 an das Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv abgegeben.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand enthält nur geringfügige Aktensplitter von den Kommandobehörden, Verbänden und Einheiten der Fallschirmtruppe. Erhalten sind nur wenige Kriegstagebücher und Tätigkeitsberichte, darunter der Tätigkeitsbericht des Arztes des II. Fallschirmkorps für die Zeit des Einsatzes in Frankreich und den Niederlanden 1944/45. Umfangreiches Material liegt über das Unternehmen "Eben Emael" (1940) und das Unternehmen "Merkur" (Kreta) vor.
Zitierweise: BArch RL 33/...
Verbände und Einheiten der Fallschirmtruppe der Luftwaffe (Fallschirmtruppe), 1937-1945
265 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RL 2-III Generalstab der Luftwaffe / Generalquartiermeister (Organisationsbefehle)
RL 7 Luftflottenkommandos
RH 19 Heeresgruppen
RH 20 Armeen
RH 21 Panzerarmeen
RH 24 Armeekorps
RH 57 Dienststellen und Einheiten der Landespolizei unter dem Befehl des Heeres
RW 48 Wehrmachtauskunftstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene; hier: Ausarbeitungen der Deutschen Dienststelle zu Stellenbesetzungen und Einsätzen im Zweiten Weltkrieg
ZA 1 Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer
ZA 3 Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Luftwaffe
MSG Militärgeschichtliche Sammlungen
BW 57 Bund Deutscher Fallschirmjäger e.V.
PERS 6/182578: Personalakte Oberstlt. Harry Herrmann (Kp.Chef im Lehr-Bataillon des XI. Fliegerkorps, zuletzt Kdr. Fallschirmjäger-Lehr-Regiment)
RM 35-I/248: enthält u.a.: XI. Fliegerkorps.- Bericht über den englischen Fallschirmjägereinsatz in der Nacht 27./28. Febr. 1942 bei Cap d'Antifer (mit Fotos)
Literatur: Busch, Erich: Die Fallschirmjägerchronik 1935-1945, Friedberg 1983
Dierich, Wolfgang: Die Verbände der Luftwaffe 1935-1945, Stuttgart 1976
Endres, Robert: Zum Verbleib der Luftwaffenakten beim Zusammenbruch 1945 und danach, in: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): 50 Jahre Luftwaffen- und Luftkriegs-Geschichtsschreibung, Freiburg 1970, S. 25-31
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, 5 Bände, Osnabrück 1978 ff.
Kurowski, Franz: Deutsche Fallschirm-Jäger im 2. Weltkreg, Menden 1990
Nowarra, Heinz J.: Die Fallschirmjäger und ihr General: Generaloberst Student, Schöpfer einer Elitetruppe, Rastatt 1978
McNab, Chris: Fallschirmjäger. Die Geschichte der deutschen Luftlandetruppen im Zweiten Weltkrieg, Klagenfurt 2008
Mehner, Kurt und Reinhard Teuber: Die deutsche Luftwaffe 1939-1945. Führung und Truppe, Norderstedt 1993 (Kriegsspitzengliederung und Stellenbesetzung)
Schmitz, Peter und Klaus-Jürgen Thies: Die Truppenkennzeichen der Verbände und Einheiten der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS und ihre Einsätze im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Osnabrück 1987ff.
Band 2: Marine, Luftwaffe, Waffen-SS
Band 3: Ergänzungen
Band 4: Neuaufnahmen, Ergänzungen, Berichtigungen
Tessin, Georg: Formationsgeschichte der Wehrmacht 1933 - 1939. Stäbe und Truppenteile des Heeres und der Luftwaffe, Boppard 1959.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, 20 Bände, Osnabrück 1965 ff.
RL 7 Luftflottenkommandos
RH 19 Heeresgruppen
RH 20 Armeen
RH 21 Panzerarmeen
RH 24 Armeekorps
RH 57 Dienststellen und Einheiten der Landespolizei unter dem Befehl des Heeres
RW 48 Wehrmachtauskunftstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene; hier: Ausarbeitungen der Deutschen Dienststelle zu Stellenbesetzungen und Einsätzen im Zweiten Weltkrieg
ZA 1 Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer
ZA 3 Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Luftwaffe
MSG Militärgeschichtliche Sammlungen
BW 57 Bund Deutscher Fallschirmjäger e.V.
PERS 6/182578: Personalakte Oberstlt. Harry Herrmann (Kp.Chef im Lehr-Bataillon des XI. Fliegerkorps, zuletzt Kdr. Fallschirmjäger-Lehr-Regiment)
RM 35-I/248: enthält u.a.: XI. Fliegerkorps.- Bericht über den englischen Fallschirmjägereinsatz in der Nacht 27./28. Febr. 1942 bei Cap d'Antifer (mit Fotos)
Literatur: Busch, Erich: Die Fallschirmjägerchronik 1935-1945, Friedberg 1983
Dierich, Wolfgang: Die Verbände der Luftwaffe 1935-1945, Stuttgart 1976
Endres, Robert: Zum Verbleib der Luftwaffenakten beim Zusammenbruch 1945 und danach, in: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): 50 Jahre Luftwaffen- und Luftkriegs-Geschichtsschreibung, Freiburg 1970, S. 25-31
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, 5 Bände, Osnabrück 1978 ff.
Kurowski, Franz: Deutsche Fallschirm-Jäger im 2. Weltkreg, Menden 1990
Nowarra, Heinz J.: Die Fallschirmjäger und ihr General: Generaloberst Student, Schöpfer einer Elitetruppe, Rastatt 1978
McNab, Chris: Fallschirmjäger. Die Geschichte der deutschen Luftlandetruppen im Zweiten Weltkrieg, Klagenfurt 2008
Mehner, Kurt und Reinhard Teuber: Die deutsche Luftwaffe 1939-1945. Führung und Truppe, Norderstedt 1993 (Kriegsspitzengliederung und Stellenbesetzung)
Schmitz, Peter und Klaus-Jürgen Thies: Die Truppenkennzeichen der Verbände und Einheiten der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS und ihre Einsätze im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Osnabrück 1987ff.
Band 2: Marine, Luftwaffe, Waffen-SS
Band 3: Ergänzungen
Band 4: Neuaufnahmen, Ergänzungen, Berichtigungen
Tessin, Georg: Formationsgeschichte der Wehrmacht 1933 - 1939. Stäbe und Truppenteile des Heeres und der Luftwaffe, Boppard 1959.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, 20 Bände, Osnabrück 1965 ff.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ