66) Ein Schreiben des Komturs von Mergentheim enthält den Wunsch, dass für künftige Fälle das Schloss Mergentheim eine kleine Besatzung haben soll. Der Deutschmeister könnte sich solche vom Bund erbitten. Wenn in Franken, den Niederlanden, in der Markgrafschaft oder am Neckar künftig Bundeshilfe nötig wäre, könnte Mergentheim ein Platz sein, von wo aus ein Freund dem anderen zur Hilfe kommt. Der Komtur berichtet ferner, dass bei der Einnahme von Würzburg der Bischof gleich am ersten Tag 68 Personen die Köpfe hätte abschlagen lassen. Ebenso hätte der Markgraf von Brandenburg-Kulmbach zu Kitzingen fünf Köpfe und 60 anderen die Augen ausstechen lassen. In Mergentheim fehlen bis jetzt noch bei 120 Personen, die ausgetreten oder sonst abwesend wären. Heute (14. Juni) hätte das Heer sich geteilt und wäre aufgebrochen. Eine Abteilung unter dem Pfalzgrafen zieht mit den Mainzern, um den Bischof wieder einzusetzen. Der Bund und der Markgraf, die 600 Pferde und 3.000 Fußknechte unter sich hätten, begeben sich Bamberg zu, brennen und plündern allerdings, wo sie auch hinkommen, 14. Juni 1525