Bei dem im Pfleggericht Wasserburg am Inn gelegenen Benediktinerkloster Rott am Inn wurde die Inventarisation im November 1802, von der nur einzelne Protokolle überliefert sind, wohl von Revisionsrat von Schieber als Lokalkommissar durchgeführt. Als Lokalkommissar für die anschließende Aufhebung wurde im März 1803 der Landrichter von Schwaben, seit Sommer 1803 Generallandesdirektionsrat in München, Gabriel Bernhard (von) Widder, ernannt. Die bei seinen Kommissionsgeschäften gebildeten Sachakten wurden anhand des zeitgenössischen Verzeichnisses (Kurbayern Landesdirektion von Bayern in Klostersachen 6977) rekonstruiert. Für die im Bayerischen Wald gelegene Propstei Kötzting mit dem Sitz Grub und der Hofmark Grafenwiesen wurde eine eigene Aufhebungskommission mit dem Gerichtsschreiber (ab September 1803 Rentbeamten) Joseph Preiß aus Kötzting als Lokalkommissar eingesetzt. Von dessen Kommissionsgeschäften sind alle Akten sowie ein Renner (Kurbayern Landesdirektion von Bayern in Klostersachen 6989) überliefert. Aus den Aufhebungsakten wurden sechs von P. Paulinus Schuster gezeichnete Pläne über die Gebäude und Grundstücke des Klosters in und bei Rott für die Plansammlung entnommen; jetzt: Plansammlung 10568, 10569, 10570, 10571, 10572 und 10573. Für die Akten des Klosterseparats (1802-1805) liegt zwar kein Aktenverzeichnis vor, doch scheinen sie relativ vollständig zu sein. Die im Mai 1813 an die Finanzdirektion des Isarkreises abgegebenen Akten (vgl. Kurbayern Landesdirektion von Bayern in Klostersachen 6912) der Spezialklosterkommission (1808-1814) hingegen konnten nur teilweise ermittelt werden.

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Bayerisches Hauptstaatsarchiv