Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Johann (Johanneß) Beetz aus Ulmbach bekundet für sich und seine
Erben, dass er sein bisher ihm gehörendes Hintersiedlergut in Ulmbach
samt Haus, H...
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1711-1720
1720 Juni 28
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Lacksiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geschehen Urtzell den 28ten Junii anno 1720
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann (Johanneß) Beetz aus Ulmbach bekundet für sich und seine Erben, dass er sein bisher ihm gehörendes Hintersiedlergut in Ulmbach samt Haus, Hofreite, Äckern, Wiesen, Gärten mit dem Dung (besserung), der im Hof liegt, an die fuldische Rentkammer für 470 Gulden in bar zu je 60 Kreuzern verkauft hat. Johann Beetz behält sich wie schon sein Vater Nikolaus (Niclaß) Beetz zwei Maß Saatgut (aussaht) vor, um seinen kleinen Acker am Galgenberg bestellen zu können. Weiter ist ihm beim Auszug vom fuldischen Oberforstamt das Recht zugestanden worden, eine Kuh und zwei Ziegen zur Aufzucht zu halten, wofür er das nötige Futter erhält. Außerdem ist vereinbart worden, dass Johann Beetz jedes Jahr vom örtlichen Beamten zwölf Maß Roggen (korn), vier Maß Gerste, zwei Maß Buchweizen (heyden), ein Malter Hafer, ein Maß Erbsen, dazu Brennholz und die zwei Maß Saatgut erhalten soll. Johann Beetz quittiert der Rentkammer den Erhalt der genannten Verkaufssumme und verzichtet auf alle weiteren Ansprüche an diesem Besitz. Johann hat den Amtsvogt von Uerzell gebeten, die Verkaufsurkunde zu unterfertigen und zu besiegeln. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung. Handlungsort: Uerzell. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. Seite, Rückseite; Siegel: Lacksiegel)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Johann Eberhardt Braun / pro tempore ambstvogt manu propria)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann Eberhard Braun
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.