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Abbildung von Maurice Sand
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Schwarz-Weiß-Fotografie einer möglicherweise Tuschzeichnung, auf der Maurice Sand abgebildet ist. Sand wurde frontal porträtiert und ist vom Kopf bis einschließlich der Schultern sichtbar. Er trägt eine geschlossene Jacke, ein Halstuch und einen Zylinderhut auf dem Kopf. Sein Kopf ist leicht zur linken Seite geneigt, er schaut die Betrachtenden direkt an.
Kontext:
Von der porträtierten Person wurde lange Zeit angenommen, dass es sich um die Schriftstellerin George Sand (1804–1876) handele. Aufgrund dieser falschen Zuschreibung wurde die Abbildung immer wieder als ein Beispiel für den von einer bekannten Person praktizierten „Transvestitismus“ herangezogen.
Der Schriftsteller und Illustrator Maurice Sand (1823–1889) war der Sohn von George Sand und übernahm deren Pseudonym.
Der Sexualwissenschaftler und Sexualreformer Magnus Hirschfeld und andere, die sich für die Rechte von sexuellen Minderheiten einsetzten, griffen in ihren Schriften und weiteren aufklärerischen Arbeiten oft auf historische oder bekannte Persönlichkeiten zurück, die selbst jenseits der Geschlechternorm lebten. Damit verwiesen sie auf eine lange Traditionslinie geschlechtlicher Identitätskonzepte, die jenseits eines zweigeschlechtlichen, heterosexuellen Konzepts lagen.
Bildunterschrift in Hirschfeld/Tilke: Der erotische Verkleidungstrieb: Transvestitismus in Verbindung mit Namenstransvestitismus (vergl. „Transvestiten“ 513–516)
George Sand.
Nach einem Porträt im Musée Carnavalet.
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Berlin
FSIFS-266_a
Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin
Fotografische Sammlung des ehemaligen Instituts für Sexualwissenschaft