Friedrich August II., König in Polen, Kurfürst und Herzog zu Sachsen, belehnt Curt Abraham von Einsiedel und seine rechten Leibeslehnserben mit Gnandstein, dem Schloss, Vorwerk und allen Zugehörungen, mit Zinsen, Renten, Diensten, Frondiensten und Pflichten, Freiheiten und Gewohnheiten, Hölzern, Wiesen, Äckern, Teichen, Fischerei, Fischweiden, Bächen und dem Wasser, die Wyhra (Wyra) genannt, vom Merbitzer Lache an bis an das Wolftitzer Lach, das Dorf Gnandstein und die Mühle unter dem Schloss gelegen, samt dem Pfarrlehn daselbst; außerdem. - die Dörfer Wüstenhain (Wüstenhan) und Dolsenhain (Dolsenhan) mit Zinsen und Gerechtigkeiten;. - das Holz, genannt "die Bocka" (Bockau) vor der Leina gelegen, mit den anderen Hölzern samt der Wildbahn, großer und kleiner Jagd auf seinen und seiner Untertanen Hölzern und allen genannten Gütern, dazu oberste und niederste Gerichte und alle Gerechtigkeiten;. - das Dorf Roda samt dem Kirchlehn mit allen Rechten, Zinsen, Frondiensten, obersten und niedersten Gerichten im Dorf und in den Feldern;. - das Dorf Altmörbitz (alten Mörbitz) samt dem Pfarrlehn mit obersten und niedersten Gerichten und allen Rechten, Frondiensten, Zinsen und anderen Gerechtigkeiten, wie von alters hergebracht;. - die Leute, Zinsen und Güter zu Neuenmörbitz (neuen Mörbitz), samt dem Fischbach dieses Ortes und Wiesen, eine unter dem Dorf, die andere an der Wyhra und unter der Leina gelegen, mit Erbgerichten, wie diese Rechte eines Teiles schon lange Zeit zur Herrschaft Gnandstein gehörten, anderen Teiles aber von denen von Rüdigsdorf dazu gekauft worden sind. Die Belehnung erfolgt mit allen Rechten, wie diese seine Vorfahren, so auch Haubold von Einsiedel gehabt haben und wie diese nach dessen Tod an seine Vettern, August und Abraham von Einsiedel, Söhne des Curt, gefallen sind, dann nach brüderlicher Erbteilung jetzt dem Sohn des letzteren, Curt Abraham, zugefallen sind. Die Belehnung erfolgt als Mannlehn, jedoch mit dem Vorbehalt zur gesamten Hand. Mitbelehnt wird sein Vater Abraham und dessen Bruder August von Einsiedel zu Prießnitz (Brießnitz) sowie seine Vettern Haubold Abraham von Einsiedel auf Scharfenstein(Scharffenstein); Heinrich Hildebrand von Einsiedel zu Hohenkirchen, Geheimer Rat und Kanzler zu Merseburg; Curt Heinrich von Einsiedel zu Weißbach, Kammerherr, auch Kammer- und Bergrat, beide Söhne des Heinrich Hildebrand von Einsiedel; ferner: Johann Georg, Cay Rudolph Haubold (Cajus), Detlev Heinrich (Dettloff), alles Söhne des Hans Haubold zu Wolkenburg, ehemaliger Geheimer Rat und Oberhofmeister; Haubold von Einsiedel zu Hopfgarten, kurfürstlicher Rat und Hauptmann des Erzgebirgischen Kreises; Heinrich von Einsiedel zu Syhra, Amtshauptmann zu Oschatz, Söhne des Innozenz von Einsiedel sowie Innocenz Gottlieb von Einsiedel auf Großzössen. Z.: Otto Heinrich Freiherr von Friesen zu Rötha, Geheimer Rat und Kanzler; Dr. Johann Abraham Birnbaum, Geheimer Rat und Vizekanzler; Matthias Gundacker Freiherr von Herberstein; Gottfried Heinrich Boezo; Lic. Johann Friedrich Trier; Wolff Haubold von Schleinitz zu Cunnersdorf; Christoph Friedrich von Gersdorf (Gerßdorff) zu Kauppa; Lic. Johann Christian Mildner.