Notar Carolus Mayr in Altdorf beurkundet: Vor ihm sind in der Kanzlei des Klosters Weingarten als Abgeordnete des Abts erschienen Großkeller Nikolaus Türing und Amtmann Mag. Martin Felber. Sie bekunden, daß die Pfründen des Frühmessers und des Helfers in Altdorf zu schlecht besoldet sind und zwei Priester davon nicht standesgemäß leben können. Den genannten Pfründen werden daher zusätzlich Geld-, Eier- und Hühnerabgaben zugewiesen von einzeln genannten Einwohnern von Altdorf und auf Land, namentlich aus den Orten bzw. Höfen Kanzach, Niederbiegen, Erbisreute, Oberankenreute, Lengenweiler, Unhalden, Hof, Lanckrain, zur Wies, Zellerberg, Leupolzhof, Winkelmühle u.a.. Insgesamt sind es 19 lb 16 ß 10 d, 53 Hühner, 490 Eier und (?) Hennen.
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Notar Carolus Mayr in Altdorf beurkundet: Vor ihm sind in der Kanzlei des Klosters Weingarten als Abgeordnete des Abts erschienen Großkeller Nikolaus Türing und Amtmann Mag. Martin Felber. Sie bekunden, daß die Pfründen des Frühmessers und des Helfers in Altdorf zu schlecht besoldet sind und zwei Priester davon nicht standesgemäß leben können. Den genannten Pfründen werden daher zusätzlich Geld-, Eier- und Hühnerabgaben zugewiesen von einzeln genannten Einwohnern von Altdorf und auf Land, namentlich aus den Orten bzw. Höfen Kanzach, Niederbiegen, Erbisreute, Oberankenreute, Lengenweiler, Unhalden, Hof, Lanckrain, zur Wies, Zellerberg, Leupolzhof, Winkelmühle u.a.. Insgesamt sind es 19 lb 16 ß 10 d, 53 Hühner, 490 Eier und (?) Hennen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 1603
fasc. 004 n. 09
04718
B 522 II U 1519
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1596 September 24 (uff den vier und zwainzigisten monats tag Septembris)
30,4 x 59,2 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament fleckig, kleine Löcher
Aussteller: Notar Carolus Mayr in Altdorf
Empfänger: Großkeller Nikolaus Türing und Amtmann Mag. Martin Felber von Weingarten
Zeugen: Jakob Rüttler und Matheis Lettner, Bürger zu Altdorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Aussteller: Notar Carolus Mayr in Altdorf
Empfänger: Großkeller Nikolaus Türing und Amtmann Mag. Martin Felber von Weingarten
Zeugen: Jakob Rüttler und Matheis Lettner, Bürger zu Altdorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Lettner, Matheis
Mayr, Carolus, Notar
Rüttler, Jakob
Türing, Nikolaus, Großkeller
Altdorf = Weingarten RV; Einwohner
Altdorf = Weingarten RV; Frühmessbenefizium
Altdorf = Weingarten RV; Helferpfründe
Altdorf = Weingarten RV; Notar
Erbisreute : Schlier RV; Einwohner
Hof : Baienfurt oder Berg RV; Einwohner
Kanzach : Berg RV; Einwohner
Lanckrain = Füglesmühle : Waldburg RV; Einwohner
Lengenweiler : Esenhausen, Wilhelmsdorf RV; Einwohner
Leupolzhof = Mündele : Amtzell oder Weeg : Bodnegg RV; Einwohner
Niederbiegen : Baienfurt RV; Einwohner
Oberankenreute : Schlier RV; Einwohner
Unhalden = Einhalden : Hasenweiler, Horgenzell RV; Einwohner
Weingarten RV; Kloster, Amtmann
Weingarten RV; Kloster, Großkeller
Weingarten RV; Kloster, Kanzlei
Wies = Oberwies : Karsee, Wangen im Allgäu RV
Wies = Unterwies : Amtzell RV
Winkelmühle : Amtzell RV; Einwohner
Zellerberg = Hanser : Amtzell RV; Einwohner
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:30 MEZ
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