Gemeindearchiv Eisingen (Bestand)
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Gemeindearchiv Eisingen (Nutzung über die Gemeinde Eisingen), GA EIS
Kreisarchiv des Enzkreises (Archivtektonik) >> Stadt- und Gemeindearchive im Enzkreis
Vorwort: Im Interesse der Sicherung ihrer geschichtlichen Überlieferung – sozusagen des „Gedächtnisses des Ortes“ – hat die Gemeinde Eisingen erstmals das historische und dauerhaft aufbewahrenswerte Schriftgut der Gemeindeverwaltung fachgerecht durch das Kreisarchiv des Enzkreises erschließen lassen. Der nun formierte Archivbestand umfasst rund 54 laufende Regalmeter (vor allem Akten, Bände und Rechnungen) zuzüglich zwei großer Standboxen mit Karten und Plänen. Insgesamt handelt es sich um 1478 Archivalieneinheiten aus dem Zeitraum von 1702 bis 1981 mit Nachakten bis 1995.
Das älteste erhaltenen Original-Dokument ist ein Schatzungspfundbuch aus dem Jahr 1702. Aus dem 18. Jahrhundert stammt insgesamt die für ein Gemeindearchiv durchaus beachtliche Anzahl von 105 Archivalien, unter denen die 1716 beginnenden und weitgehend vollständig erhaltenen Bürgermeister- bzw. Gemeinderechnungen einen beachtlichen Teil ausmachen. Im 19. Jahrhundert verdichtet sich die Überlieferung mit 321 einsetzenden Archivalien. Den Schwerpunkt des Bestandes bildet freilich das 20. Jahrhundert mit insgesamt 1052 Erschließungseinheiten.
Außer den beiden Hauptteilen „Akten und Bände“ sowie „Rechnungen“ enthält das Eisinger Archiv einen Teilbestand „Selekte und Sammlungen“, worunter sich sowohl in als auch außerhalb der Verwaltung entstandene Dokumente befinden, darunter ortsgeschichtliche Studien von Karl Gegenheimer und Kopien aus Archivalien des Generallandesarchiv Karlsruhe, die Hermann Schönleber übergeben hat.
Im Zuge der Erschließungsarbeiten wurden auch die im Jahre 1907 unter Eigentumsvorbehalt dem Generallandesarchiv Karlsruhe übergebenen Bände wieder nach Eisingen zurück verbracht und dem Archivbestand integriert. Parallel dazu ließ die Gemeinde besonders wertvolle, aber beschädigte Archivalien fachgerecht restaurieren.
Nach erfolgter Erschließung wird das Gemeindearchiv nun nicht mehr im Dachgeschoss des dortigen Rathauses, sondern in einem umgebauten und neu eingerichteten Archivraum im Kellergeschoss der Seniorenwohnanlage in der Kelterstraße 3, dem Rathaus gegenüber, gelagert.
Das Gemeindearchiv Eisingen ist eine Fundgrube für die heimatkundliche und wissenschaftliche Forschung wie auch für verwaltungsinterne Recherchen nach älteren, rechtlich noch bedeutsamen Vorgängen. Das vorliegende Findbuch erscheint innerhalb der Publikationsreihe von Repertorien des Kreisarchivs des Enzkreises über die Archive der Kreisgemeinden und erschließt als Hilfsmittel den Archivbestand, der komplett mit der Archivsoftware AUGIAS-Archiv verzeichnet wurde. Als Grundlage für die Nutzung des Archivs hat der Gemeinderat Eisingen am 19.Februar 2003 eine Archivordnung erlassen, die in dieses Findbuch mit aufgenommen wurde.
Die intensiven Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten leistete Diplom-Archivarin (FH) Heike Sartorius zwischen November 2005 und Juli 2006. Layout und Fertigstellung des Findbuchs übernahm Ursula Reister. Die Entmetallisierungs-, Signierungs- und Verpackungsarbeiten wurden von Anke Huber ausgeführt. Mein Dank gilt allen Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Eisingen, namentlich Herrn Bürgermeister Roland Bauer und Frau Hauptamtsleiterin Hildegard Hilsenbeck, für die gute Kooperation.
Pforzheim, im Januar 2007
Konstantin Huber
Leiter des Kreisarchivs
Weitere Informationen (ortsgeschichtlicher Überblick, Liste der Ortsvorsteher, Bestands- und Registraturgeschichte, Erläuterungen zur Ordnung, Gliederung und Verzeichnung des Gemeindearchivs, Indizes und Abkürzungsverzeichnis) finden Sie in der PDF-Version des gedruckten Findbuchs: https://www.enzkreis.de/Serviceportal/Was-erledige-ich-wo-/Findb%C3%BCcher-der-Stadt-und-Gemeindearchive.php?object=tx,2891.2.1&ModID=10&FID=2032.130.1&NavID=2032.13.1
Das älteste erhaltenen Original-Dokument ist ein Schatzungspfundbuch aus dem Jahr 1702. Aus dem 18. Jahrhundert stammt insgesamt die für ein Gemeindearchiv durchaus beachtliche Anzahl von 105 Archivalien, unter denen die 1716 beginnenden und weitgehend vollständig erhaltenen Bürgermeister- bzw. Gemeinderechnungen einen beachtlichen Teil ausmachen. Im 19. Jahrhundert verdichtet sich die Überlieferung mit 321 einsetzenden Archivalien. Den Schwerpunkt des Bestandes bildet freilich das 20. Jahrhundert mit insgesamt 1052 Erschließungseinheiten.
Außer den beiden Hauptteilen „Akten und Bände“ sowie „Rechnungen“ enthält das Eisinger Archiv einen Teilbestand „Selekte und Sammlungen“, worunter sich sowohl in als auch außerhalb der Verwaltung entstandene Dokumente befinden, darunter ortsgeschichtliche Studien von Karl Gegenheimer und Kopien aus Archivalien des Generallandesarchiv Karlsruhe, die Hermann Schönleber übergeben hat.
Im Zuge der Erschließungsarbeiten wurden auch die im Jahre 1907 unter Eigentumsvorbehalt dem Generallandesarchiv Karlsruhe übergebenen Bände wieder nach Eisingen zurück verbracht und dem Archivbestand integriert. Parallel dazu ließ die Gemeinde besonders wertvolle, aber beschädigte Archivalien fachgerecht restaurieren.
Nach erfolgter Erschließung wird das Gemeindearchiv nun nicht mehr im Dachgeschoss des dortigen Rathauses, sondern in einem umgebauten und neu eingerichteten Archivraum im Kellergeschoss der Seniorenwohnanlage in der Kelterstraße 3, dem Rathaus gegenüber, gelagert.
Das Gemeindearchiv Eisingen ist eine Fundgrube für die heimatkundliche und wissenschaftliche Forschung wie auch für verwaltungsinterne Recherchen nach älteren, rechtlich noch bedeutsamen Vorgängen. Das vorliegende Findbuch erscheint innerhalb der Publikationsreihe von Repertorien des Kreisarchivs des Enzkreises über die Archive der Kreisgemeinden und erschließt als Hilfsmittel den Archivbestand, der komplett mit der Archivsoftware AUGIAS-Archiv verzeichnet wurde. Als Grundlage für die Nutzung des Archivs hat der Gemeinderat Eisingen am 19.Februar 2003 eine Archivordnung erlassen, die in dieses Findbuch mit aufgenommen wurde.
Die intensiven Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten leistete Diplom-Archivarin (FH) Heike Sartorius zwischen November 2005 und Juli 2006. Layout und Fertigstellung des Findbuchs übernahm Ursula Reister. Die Entmetallisierungs-, Signierungs- und Verpackungsarbeiten wurden von Anke Huber ausgeführt. Mein Dank gilt allen Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Eisingen, namentlich Herrn Bürgermeister Roland Bauer und Frau Hauptamtsleiterin Hildegard Hilsenbeck, für die gute Kooperation.
Pforzheim, im Januar 2007
Konstantin Huber
Leiter des Kreisarchivs
Weitere Informationen (ortsgeschichtlicher Überblick, Liste der Ortsvorsteher, Bestands- und Registraturgeschichte, Erläuterungen zur Ordnung, Gliederung und Verzeichnung des Gemeindearchivs, Indizes und Abkürzungsverzeichnis) finden Sie in der PDF-Version des gedruckten Findbuchs: https://www.enzkreis.de/Serviceportal/Was-erledige-ich-wo-/Findb%C3%BCcher-der-Stadt-und-Gemeindearchive.php?object=tx,2891.2.1&ModID=10&FID=2032.130.1&NavID=2032.13.1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Alle Rechte vorbehalten. Es gelten die Bestimmungen der Archivordnung der jeweiligen Gemeinde, über deren Verwaltung auch eine eventuelle Nutzung (nicht im Kreisarchiv) zu erfolgen hat. Der Nutzer stellt das Kreisarchiv des Enzkreises von Haftung bei der Verletzung von Rechten Dritter frei.
03.06.2025, 10:08 MESZ