Friedrich Zimmer, gewesener Amtsknecht zu Kochersteinsfeld, im Gefängnis Herzog Ulrichs gelegen, weil er im Verdacht stand, an den Räubereien und Überfällen, die sich zu jener Zeit ereigneten, beteiligt gewesen zu sein, da er häufig nachts ausgeritten war und verdächtige Leute in seiner Wohnung beherbergt hatte, außerdem, weil er ein Pferd, das er in anderen Geschäften abgeritten, für 30 Silbergulden an den Herzog verkauft hatte, auf Fürbitten unter nachgen. Bedingungen freigel., schwört U. Er muß sich verpflichten, seine Atzung zu bezahlen, niemand zu behelligen und bei Überfällen und dergleichen nicht zu helfen, sondern jeden geplanten Angriff, von dem er erfährt, sofort anzuzeigen. Ferner muß er am nächstfolgenden Purifikationstag Mariae (2.2.) sich zu Nürtingen in einem Gasthof stellen, dem Herzog seine Ankunft dort mitteilen und dessen Bescheid abwarten, und darf sich nur mit Erlaubnis von dort wieder entfernen. Außerdem muß er sich jederzeit auf Anforderung auch an anderen Orten wieder einfinden.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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