Richard Müller an Karl Weltzien
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27072 Nachlass Karl Weltzien
27072 Nachlass Karl Weltzien >> 1 Korrespondenzstücke in der alphabetischen Folge der Absender >> 1.110 Müller, Richard
1860 Mai 3, Freiberg
Enthält: (1r) Müller war mit seinem aus Brasilien angereisten Bruder einige Wochen auf Reisen. Daher erfuhr er erst jetzt bei der Rückkehr durch einen Brief von (Theodor) Petersen, dass dessen Stelle ab Herbst vakant wird. Müller dankt Weltzien für sein Vertrauen. (1v) Er hat bereits von verschiedenen Seiten Angebote erhalten (z.B. aus Oxford und London), weiß aber die angebotene Stelle (an der Polytechnischen Schule Karlsruhe) zu schätzen. Es würde ihm große Freude bereiten, wieder unter Weltzien zu arbeiten und sich weiter wissenschaftlich betätigen zu können. Leider machte Petersen keine genauen Angaben zu der Stelle, daher unterbreitet Müller seinen Vorschlag. Da sich die Mehrzahl der Studenten, die den chemisch-technischen Kurs besuchen, der metallurgischen Branche zuwendet, sieht Müller es als Vorteil, wenn man diesen Studenten die Gelegenheit gibt, die Probierkunst und die Löthrohrprobierkunst (3r) zu erlernen. Durch sein Interesse, das er in Freiberg an diesem Gebiet entwickelt hat, sieht er sich im Stande, Vorträge und praktische Übungen zu halten. Wenn er keine eigene Vorlesung ("Colleg") halten kann, wäre vielleicht ein Privatissimum möglich. Müller hofft, für seine Beschäftigung in Karlsruhe eine entsprechende Entlohnung zu erhalten, damit er seinen Vater entlasten kann, der ihn schon lange finanziell unterstützt. (3v) Müller bedankt sich für das ihm geschenkte Vertrauen und hofft auf eine positive Antwort.
2 Blatt
Handschriften
Freiberg/DE
Karlsruhe/DE
07.03.2025, 09:23 MEZ