Kaiser Karl [V.] an Dekan und Kapitel des Augsburger Doms: Aufgrund des ihm zustehenden Rechts der Ersten Bitten befiehlt er ihnen, dem Fürsten Heinrich, Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern, Propst zu Ellwangen, die nächste in ihrer Dom- oder Stiftskirche (in metropolitana cathedrali vel collegiata ecclesia) freiwerdende Pfründe samt allen damit verbundenen Rechten und Einkünften zu übertragen und dem Fürsten einen Sitz im Chor und einen Platz im Kapitel anzuweisen. Kraft päpstlicher Vollmacht ernennt er zu seinen Exekutoren [Hermann V.], Erzbischof von Köln, Reichserzkanzler für Italien und Kurfürst, und Claudius de Boisset, Dekan zu Poligny (Poligniaci), kaiserlichen Rat. Bei Nichtbefolgung seines Gebots haben diese sie durch Kirchenstrafen (censuras ecclesiastias) zum Gehorsam zu bringen. Verharren sie länger als einen Monat im Ungehorsam, verlieren sie alle ihre kaiserlichen und königlichen Privilegien, Gnaden, Freiheiten und Geschenke.
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Kaiser Karl [V.] an Dekan und Kapitel des Augsburger Doms: Aufgrund des ihm zustehenden Rechts der Ersten Bitten befiehlt er ihnen, dem Fürsten Heinrich, Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern, Propst zu Ellwangen, die nächste in ihrer Dom- oder Stiftskirche (in metropolitana cathedrali vel collegiata ecclesia) freiwerdende Pfründe samt allen damit verbundenen Rechten und Einkünften zu übertragen und dem Fürsten einen Sitz im Chor und einen Platz im Kapitel anzuweisen. Kraft päpstlicher Vollmacht ernennt er zu seinen Exekutoren [Hermann V.], Erzbischof von Köln, Reichserzkanzler für Italien und Kurfürst, und Claudius de Boisset, Dekan zu Poligny (Poligniaci), kaiserlichen Rat. Bei Nichtbefolgung seines Gebots haben diese sie durch Kirchenstrafen (censuras ecclesiastias) zum Gehorsam zu bringen. Verharren sie länger als einen Monat im Ungehorsam, verlieren sie alle ihre kaiserlichen und königlichen Privilegien, Gnaden, Freiheiten und Geschenke.
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 397 II Bü 523
RSig.: lad. 83 [lit.] G; Lade 83 No. 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 397 II Ellwangen: Ältere Fürstliche Akten
Ellwangen: Ältere Fürstliche Akten >> 3. Angelegenheiten der Stiftsherren und des Kapitels >> 3.1 Aufnahme von Stiftsherren (und Laienbrüdern der Abtei) >> Kaiserliche erste Bitten an das Kapitel zu Ellwangen
1522 März 19
Fürstpropstei Ellwangen
1 Bü
Urkunden
Ausstellungsort: Brüssel (Brussel)
Siegler: Kaiser Karl V. (sigilli nostri appensione)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: Kv.: Registrata Alexander Schweis; Ro[tulus] 1. fo[lio] 4. -Taxvermerk: taxa quinquaginta una ex ordinariis electoris Palatini [Ludovici V.] - Rv. - auf dem rechten Rand oben Ras
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Unterschriften.: 1) Carolus, 2) ad mandatum caesareae et catholicae maiestatis proprium Max Transsylvanus D., [Sekretär]
Besonderheiten: In Bü 523 eingeheftet.
Siegler: Kaiser Karl V. (sigilli nostri appensione)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: Kv.: Registrata Alexander Schweis; Ro[tulus] 1. fo[lio] 4. -Taxvermerk: taxa quinquaginta una ex ordinariis electoris Palatini [Ludovici V.] - Rv. - auf dem rechten Rand oben Ras
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Unterschriften.: 1) Carolus, 2) ad mandatum caesareae et catholicae maiestatis proprium Max Transsylvanus D., [Sekretär]
Besonderheiten: In Bü 523 eingeheftet.
Kaiserliche erste Bitten an das Kapitel zu Ellwangen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:47 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Ellwangen: Ältere Fürstliche Akten (Bestand)
- 3. Angelegenheiten der Stiftsherren und des Kapitels (Gliederung)
- 3.1 Aufnahme von Stiftsherren (und Laienbrüdern der Abtei) (Gliederung)
- Kaiserliche erste Bitten an das Kapitel zu Ellwangen (Archivale)