Gutsarchiv Wolterslage (Bestand)
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H 259 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
1618 - 1687
Findhilfsmittel: Findbuch von ca. 2000 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Wolterslage gehört zur Hansestadt Osterburg (Altmark), Lkr. Stendal, Sachsen-Anhalt.
Das 1232 erwähnte Wolterslage lag in der Altmark, die sich im 13./14. Jh. als Territorium herausbildete und 1449 endgültig unter die Landesherrschaft der Kurfürsten von Brandenburg gelangte. 1816 wurde die Altmark Teil der preußischen Provinz Sachsen, die bis 1945 bestand.
1459/66 erscheint Kurt von Königsmark mehrfach als Besitzer eines Hofes in Wolterslage. 1562 sind Klaus Goldbeck und 1588 die von Closter Inhaber des Rittersitzes. 1618 bestätigte Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg der Verkauf der Güter Wolterslage und Meseberg von Wolf Asche von Closter an Adam Valentin von Redern. Seine in den Grafenstand erhobenen Nachkommen werden noch 1804 als Gutsbesitzer genannt. 1828/42 und noch 1913 erscheinen die von Knoblauch auf Osterholz als Inhaber von Wolterslage. Weitere Besitzer des Rittergutes waren 1922 eine Familie Mattheides, 1929 ein Familie Friedrichs sowie 1929 und bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 eine Familie Schulze.
Zu dem 1842 als landtagsfähig geführten Rittergut gehörten die Patrimonialgerichtsbarkeit über Wolterslage und das Patronat über die dortige Filialkirche der Pfarrei Königsmark.
Bestandsinformationen: Am 18. September 1998 wurden in der Außenstelle Wernigerode des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt die Archivalien des Zugangs 14/85 in die neugebildeten Bestände der Gutsarchive Osterholz und Wolterslage eingearbeitet. Es handelt sich um Pergamenturkunden und Archivalien, die auf der "HO-Briefmarkenauktion der Messestadt Leipzig" ersteigert worden sind.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Wolterslage gehört zur Hansestadt Osterburg (Altmark), Lkr. Stendal, Sachsen-Anhalt.
Das 1232 erwähnte Wolterslage lag in der Altmark, die sich im 13./14. Jh. als Territorium herausbildete und 1449 endgültig unter die Landesherrschaft der Kurfürsten von Brandenburg gelangte. 1816 wurde die Altmark Teil der preußischen Provinz Sachsen, die bis 1945 bestand.
1459/66 erscheint Kurt von Königsmark mehrfach als Besitzer eines Hofes in Wolterslage. 1562 sind Klaus Goldbeck und 1588 die von Closter Inhaber des Rittersitzes. 1618 bestätigte Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg der Verkauf der Güter Wolterslage und Meseberg von Wolf Asche von Closter an Adam Valentin von Redern. Seine in den Grafenstand erhobenen Nachkommen werden noch 1804 als Gutsbesitzer genannt. 1828/42 und noch 1913 erscheinen die von Knoblauch auf Osterholz als Inhaber von Wolterslage. Weitere Besitzer des Rittergutes waren 1922 eine Familie Mattheides, 1929 ein Familie Friedrichs sowie 1929 und bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 eine Familie Schulze.
Zu dem 1842 als landtagsfähig geführten Rittergut gehörten die Patrimonialgerichtsbarkeit über Wolterslage und das Patronat über die dortige Filialkirche der Pfarrei Königsmark.
Bestandsinformationen: Am 18. September 1998 wurden in der Außenstelle Wernigerode des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt die Archivalien des Zugangs 14/85 in die neugebildeten Bestände der Gutsarchive Osterholz und Wolterslage eingearbeitet. Es handelt sich um Pergamenturkunden und Archivalien, die auf der "HO-Briefmarkenauktion der Messestadt Leipzig" ersteigert worden sind.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 0.1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ