Bürgermeister und Ratmannen der Stadt Luckau bekunden, dass ihr einstiger Mitbürger Christoph Gruntzmann vor Jahren 10 Schwertschock von den Kirchvätern zu Waldow geliehen und ihnen deswegen zwei Bauern zu Reichwalde, die von der Stadt zu Lehen gehen, zugewiesen habe mit der Bestimmung, jährlich 1 Schwertschock Zins an die Kirchväter zu geben, und dass später Johann Kageler von Gruntzmann diese Güter samt anderen mit ihrem Wissen käuflich an sich gebracht habe. Sie erklären, dass sie, obwohl Verpfändung und Anweisung hinter ihrem Rücken geschehen sei, mit den Kirchvätern, damit dem armen Gotteshaus nicht Abbruch geschähe, eine Einigung getroffen haben, indem sie die 10 Schock übernommen haben und davon jährlich vom Rathaus 1 Schock Zins reichen wollen. "Gegeben sonntagks Trinitatis anno etc. quinto."