Landratsamt und Kreisausschuss Kehdingen (1885-1932) (Bestand)
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NLA ST, Rep. 174 Kehdingen
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche und kommunale Bestände >> 1.1 Akten >> 1.1.5 Lokalverwaltung, u. a. Ämter und Landkreise (bis 1946)
1843-1939
Bestandsgeschichte: Der Landkreis Kehdingen mit Kreissitz in Freiburg/Elbe wurde am 1. April 1885 im Rahmen der preußischen Landkreisreform gebildet. Er umfaßte das ehemalige Amt Freiburg mit der Fleckensgemeinde Freiburg (siehe Vorbemerkung zu Rep. 74 Freiburg). In diesem Umfang bestand der Kreis bis zum 30. September 1932 und wurde mit Wirkung vom 1. Oktober 1932 Teil des Landkreises Stade (siehe Vorbemerkung zu Rep. 274 Stade).
Der vorliegende Bestand ist ein kleiner Rest der Überlieferung des Landratsamts Kehdingen, dessen erste Akzession am 28. Juli 1980 in das Staatsarchiv kam, als eine größere Aktenaussonderung beim Landkreis Stade durchgeführt worden war. Bei weiteren Aktenaussonderungen in der Altregistratur des Landkreises Stade wurde noch Altschriftgut des ehemaligen Landkreises Kehdingen gefunden. Im Jahre 1984 war die bisherige Überlieferung des Landkreises getrennt nach Landratsamt und Kreisausschuß verzeichnet worden, um die Altregistratur und die Geschäftsverteilung wenigstens schemenhaft darzustellen (Rep. 174 Landratsamt Kehdingen und Rep. 174 a Kreisausschuß Kehdingen).
Doch mit dem Zuwachs aus der Altregistratur des Nachfolgelandkreises Stade waren diese zusammen nur ca. 160 Akten umfassenden Bestände bzw. Findbücher obsolet geworden. Zudem wurde deutlich, daß die Trennung von Landratsamt und Kreisausschuß bei einem Rumpfbestand unzweckmäßig ist, zumal es stets dieselben Verwaltungspersonen sind, die handeln. Mit der Feststellung, daß ein nicht unerheblicher Teil der Überlieferung des Altkreises Kehdingen in den Bestand Rep. 74 Amt Kehdingen Eingang gefunden hatte, fiel auch die Entscheidung, die Kehdinger Bestände Rep. 174 und 174 a zusammenzufassen und durch ein EDV-Findbuch neu zu verzeichnen, in welches auch die nach 1988 aufgefundenen Akten eingearbeitet werden konnten und zukünftige Zufallsfunde problemlos nachgeschoben werden können.
Soweit es
Bestandsgeschichte: technisch möglich war, wurden auch die Aktenstücke, die nach 1885 zu Akten des Amts Freiburg (Rep. 74) gelegt worden waren, dort herausgenommen und als selbständige Akten dem zuständigen Bestand Rep. 174 Kehdingen zugeführt; Bestand und Findbuch Rep. 74 Freiburg wurden entsprechend bereinigt. Der hier nun vorliegende Bestand Rep. 174 Kehdingen umfaßt also die gesamte bislang aufgefundene Überlieferung des Landkreises Kehdingen von 1885 bis 1932. Wer diesen Bestand nutzt, sollte unbedingt auch das Findbuch Rep. 74 Kehdingen (Amtsüberlieferung bis ca. 1885, teils auch bis 1900) der Vollständigkeit halber heranziehen. Durch die Einverleibung des Landkreises Kehdingen in den Landkreis Stade 1932 ist für die Folgezeit der Bestand des Landkreises Stade, Rep. 274 Stade, heranzuziehen.
Literaturhinweise:
E. Rudolf JUNGCLAUS, Die Kehdinger Landesverfassung und die Kreishauptstadt Freiburg (Hannover 1924)
Walther HUBATSCH und Iselin GUNDERMANN, Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte; Reihe A: Preußen, Bd. 10: Hannover (Marburg 1981), S. 289, 301 f., 735 f., 749-751
Stade, im März 1993 Dr. M.
Bestandsgeschichte: Nistahl
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Der vorliegende Bestand ist ein kleiner Rest der Überlieferung des Landratsamts Kehdingen, dessen erste Akzession am 28. Juli 1980 in das Staatsarchiv kam, als eine größere Aktenaussonderung beim Landkreis Stade durchgeführt worden war. Bei weiteren Aktenaussonderungen in der Altregistratur des Landkreises Stade wurde noch Altschriftgut des ehemaligen Landkreises Kehdingen gefunden. Im Jahre 1984 war die bisherige Überlieferung des Landkreises getrennt nach Landratsamt und Kreisausschuß verzeichnet worden, um die Altregistratur und die Geschäftsverteilung wenigstens schemenhaft darzustellen (Rep. 174 Landratsamt Kehdingen und Rep. 174 a Kreisausschuß Kehdingen).
Doch mit dem Zuwachs aus der Altregistratur des Nachfolgelandkreises Stade waren diese zusammen nur ca. 160 Akten umfassenden Bestände bzw. Findbücher obsolet geworden. Zudem wurde deutlich, daß die Trennung von Landratsamt und Kreisausschuß bei einem Rumpfbestand unzweckmäßig ist, zumal es stets dieselben Verwaltungspersonen sind, die handeln. Mit der Feststellung, daß ein nicht unerheblicher Teil der Überlieferung des Altkreises Kehdingen in den Bestand Rep. 74 Amt Kehdingen Eingang gefunden hatte, fiel auch die Entscheidung, die Kehdinger Bestände Rep. 174 und 174 a zusammenzufassen und durch ein EDV-Findbuch neu zu verzeichnen, in welches auch die nach 1988 aufgefundenen Akten eingearbeitet werden konnten und zukünftige Zufallsfunde problemlos nachgeschoben werden können.
Soweit es
Bestandsgeschichte: technisch möglich war, wurden auch die Aktenstücke, die nach 1885 zu Akten des Amts Freiburg (Rep. 74) gelegt worden waren, dort herausgenommen und als selbständige Akten dem zuständigen Bestand Rep. 174 Kehdingen zugeführt; Bestand und Findbuch Rep. 74 Freiburg wurden entsprechend bereinigt. Der hier nun vorliegende Bestand Rep. 174 Kehdingen umfaßt also die gesamte bislang aufgefundene Überlieferung des Landkreises Kehdingen von 1885 bis 1932. Wer diesen Bestand nutzt, sollte unbedingt auch das Findbuch Rep. 74 Kehdingen (Amtsüberlieferung bis ca. 1885, teils auch bis 1900) der Vollständigkeit halber heranziehen. Durch die Einverleibung des Landkreises Kehdingen in den Landkreis Stade 1932 ist für die Folgezeit der Bestand des Landkreises Stade, Rep. 274 Stade, heranzuziehen.
Literaturhinweise:
E. Rudolf JUNGCLAUS, Die Kehdinger Landesverfassung und die Kreishauptstadt Freiburg (Hannover 1924)
Walther HUBATSCH und Iselin GUNDERMANN, Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte; Reihe A: Preußen, Bd. 10: Hannover (Marburg 1981), S. 289, 301 f., 735 f., 749-751
Stade, im März 1993 Dr. M.
Bestandsgeschichte: Nistahl
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ