Abt Cölestinus von St. Gallen belehnt als Lehensträger des Klosters Löwental Joseph Franz Hoffmann von Lichtenfels sowie dessen männliche Nachkommen mit dem Weingarten in Ailingen, genannt Haldenberg, und den dortigen zwei Höfen, nachdem er zuvor auf Bitte von Philipp Ludwig Volland von Vollandseck dem Verkauf des Lehens auch Kloster Löwental unter folgenden Bedingungen zugestimmt hatte. 1) Das Kloster Löwental muß einen Lehensmann aufnehmen, der für sich und seine männlichen Nachkommen die Lehenspflicht übernimmt. 2) Das Lehen fällt beim Abgang eines Herren und Fürsten von St. Gallen, einer Priorin vom Kloster Löwental oder eines jeweiligen Lehensträgers an das Kloster St. Gallen zurück und muß von diesem neu verliehen werden. Außerdem müssen in diesem Fall 6 Kronen an das Kloster St. Gallen gezahlt werden. 3) Als Laudemium muß das Kloster Löwental 200 Taler in Speyrer Währung entrichten - mit Transfix von 1695 Febr. 5 (s. U 291).
Vollständigen Titel anzeigen
Abt Cölestinus von St. Gallen belehnt als Lehensträger des Klosters Löwental Joseph Franz Hoffmann von Lichtenfels sowie dessen männliche Nachkommen mit dem Weingarten in Ailingen, genannt Haldenberg, und den dortigen zwei Höfen, nachdem er zuvor auf Bitte von Philipp Ludwig Volland von Vollandseck dem Verkauf des Lehens auch Kloster Löwental unter folgenden Bedingungen zugestimmt hatte. 1) Das Kloster Löwental muß einen Lehensmann aufnehmen, der für sich und seine männlichen Nachkommen die Lehenspflicht übernimmt. 2) Das Lehen fällt beim Abgang eines Herren und Fürsten von St. Gallen, einer Priorin vom Kloster Löwental oder eines jeweiligen Lehensträgers an das Kloster St. Gallen zurück und muß von diesem neu verliehen werden. Außerdem müssen in diesem Fall 6 Kronen an das Kloster St. Gallen gezahlt werden. 3) Als Laudemium muß das Kloster Löwental 200 Taler in Speyrer Währung entrichten - mit Transfix von 1695 Febr. 5 (s. U 291).
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 471 U 289
lad N: 50
B 471L U 27
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 471 Löwental, Dominikanerinnenkloster
Löwental, Dominikanerinnenkloster >> Urkunden
1694 August 10
Urkunden
Siegler: Sr.: Ausst. (Kanzlei)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg. in Holzkapsel
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg. in Holzkapsel
Coelestin s. St. Gallen
Ho
Hoffmann von Lichtenfels, Joseph Franz
Lichtenfels, s. Hoffmann von Lichtenfels
Volland von Vollandseck, Philipp Ludwig; Geheimer Rat, Stadtammann
Ailingen : Friedrichshafen FN
Lichtenfels, abgeg. bei Leinstetten, Dornhan RW
St. Gallen [CH]; Kloster, Abt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Löwental, Dominikanerinnenkloster (Bestand)
- Urkunden (Gliederung)